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didi
15.05.2004, 02:37
USA erwägen Rückzug aus dem Irak

Es sei ein Ding der Unmöglichkeit, in einem Land zu bleiben, in dem man nicht willkommen ist, sagte der US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer am Freitag in Bagdad. Aus diesem Grund dachte er laut über einen Rückzug der US-Truppen aus dem außer Kontrolle geratenen Land nach. Der Abzug werde aber nur dann stattfinden, wenn dies die neue irakische Übergangsregierung auch wünsche...

Nachdem schon Spanien nach den verheerenden Bombenanschlägen von Madrid seine Soldaten aus dem Irak abgezogen hat, überlegen nun auch die USA, ihre Truppen nach Hause zu holen. Wie Zivilverwalter Paul Bremer am Freitagnachmittag verlautbaren ließ, wird der Rückzug allerdings nur dann stattfinden, falls die noch zu schaffende irakische Übergangsregierung dies verlange. Bremer fügte hinzu: "Ich glaube nicht, dass das passieren wird, aber wir bleiben natürlich nicht in Ländern, in denen wir nicht willkommen sind."

Zahlreiche Tote bei heftigen Kämpfen
Unterdessen hat sich die Lage in Iraks Schiitenprovinzen weiter zugespitzt. Bei Kämpfen zwischen Milizionären des radikalen Predigers Muktada el Sadr und Besatzungssoldaten in den heiligen Städten Nadschaf und Kerbela starben nach Angaben von Krankenhausärzten mindestens zehn Menschen, etwa die Hälfte von ihnen Zivilisten. Rund 40 Iraker seien verletzt worden. Milizionäre der "Mahdi-Armee" besetzten in der von italienischen Truppen kontrollierten südirakischen Stadt Nasirija öffentliche Gebäude.

Schiiten auf dem Vormarsch
Zuvor hatte ein Vertreter El Sadrs in Nasirija die Anhänger des radikalen Geistlichen zum "Dschihad" (Heiliger Krieg) aufgerufen. Die Besatzungsarmee müsse Nasirija verlassen, sagte er nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera. Bewaffnete Schiiten hätten die Provinzverwaltung und mehrere Polizeistationen unter ihre Kontrolle gebracht, berichtete der Sender weiter.

Soldat will Details zum Folter-Skandal nennen
Im Skandal um die Misshandlung irakischer Gefangener will sich einer der sieben beschuldigten US-Soldaten schuldig bekennen und gegen seine mutmaßlichen Mittäter aussagen. Jeremy Sivits habe den Ermittlern darüber hinaus genau aufgelistet, wie die Gefangenen beispielsweise durch Schläge bis zur Bewusstlosigkeit misshandelt worden seien, berichtete die Tageszeitung "Washington Post" am Freitag. Auch für zwei weitere der sieben Angeklagten beginnt in der kommenden Woche der Prozess.

Quelle: www.krone.at

didi
15.05.2004, 02:43
Ein mexikanisches Ärzteteam hat siamesische Zwillinge sieben Monate nach ihrer Geburt erfolgreich getrennt. Wie das Krankenhaus in Mexiko-Stadt am Mittwoch mitteilte, waren die beiden Mädchen am Brustbein und am Bauch zusammengewachsen. Sie teilten sich eine Leber.
Die zehnstündige Operation sei bereits am 26. April vorgenommen worden. Die beiden Kinder seien wohlauf. Die Schwestern erholten sich den Angaben der behandelnden Ärzte zufolge gut, obwohl eine noch künstlich beatmet werden musste.

Quelle: www.krone.at

didi
18.05.2004, 12:50
Yoda stirbt mit 136 (Menschen-)Jahren

Yoda, die nach Forscherangaben älteste Maus der Welt, ist tot. Das genmutierte Zwergmausmännchen ist zwölf Tage nach seinem vierten Geburtstag friedlich in seinem Käfig eingeschlafen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag berichtete. Nach Angaben der Universität von Michigan in Ann Arbor entsprach Yodas Alter umgerechnet etwa 136 Menschenjahren.

Der am 10. April 2000 geborene Yoda lebte mit seiner Gefährtin Prinzessin Leia (im Bild rechts) in einem keimfreien Käfig am Institut für Alternsforschung und starb nach Angaben der Hochschule bereits am 22. April. Er war das älteste Mitglied einer Sippe besonders kleiner und langlebiger Mäuse mit einer speziellen Genmutation, mit denen Forscher den Einfluss von Genen und Hormonen auf Krankheiten im hohen Alter untersuchen. Die Lebensspanne einer durchschnittlichen Labormaus beträgt wenig mehr als zwei Jahre.

Quelle: www.krone.at

didi
18.05.2004, 12:54
Mexikanische Wissenschaftler halten die von der Luftwaffe des Landes gefilmten nicht identifizierten fliegenden Objekte (UFOs) für seltene Wetterphänomene. Die Forscher meinen, dass es sich bei den leuchtenden Kugel im Nachthimmel vor der Küste des Golfs von Mexiko um eine besondere Art von Blitzen handeln könne.

Wenn ein Blitz zerfällt, kann eine Perlenschnur von kleinen leuchtenden Kugeln entstehen. So erklären die Forscher das seltsame Phänomen auf Mexikos Himmel.

Das mexikanische Verteidigungsministerium hatte die von einem Piloten am 5. März bei einem Erkundungsflug an der Küste des Bundesstaates Campeche gedrehten Aufnahmen Anfang der Woche dem Fernsehsender Televisa zur Verfügung gestellt, der sie in den Nachrichtensendungen ausstrahlte. Auf den Infrarot-Aufnahmen sind etwa elf leuchtende Punkte zu sehen, die sich mit wechselnder Geschwindigkeit hin und her bewegen.

"Kein seriöser Wissenschaftler würde die Möglichkeit ausschließen, dass es auf irgendeinem Planeten des Weltalls intelligentes Leben gibt. Aber das, was in Campeche entdeckt wurde, deutet nicht darauf hin", sagte Navarro der Zeitung. Gleichwohl sei es ein für die Forschung faszinierendes und bisher wenig erforschtes Phänomen. "Es handelt sich um elektrische Entladungen, die in einem ionisierten Gas zurückgehalten werden", erläuterte Herrero.

Quelle: www.krone.at

didi
18.05.2004, 12:56
Die Gräuelbilder sollen in bare Münze umgesetzt werden: Die großen Produzenten pornographischer Filme sind bereits hinter den Sex- und Folterstreifen her, die GIs im amerikanischen Zentralgefängnis Abu Ghraib unter der Regie vorgesetzter Militärs gedreht haben.

Vor allem der wiederholt vorbestrafte Pornokönig Larry Flint und "Penthouse"-Herausgeber Bob Guccione sollen sechsstellige Dollarbeträge für Kopien der teils blutrünstigen, teils extrem-sexuellen Videoaufnahmen angeboten haben.

Prostitution blüht
m Umkreis der amerikanischen Stützpunkte im Irak, wo zurzeit über 135.000 Soldaten stationiert sind, blüht unterdessen die Prostitution. Es sind, wie Internetberichten zu entnehmen ist, hauptsächlich irakische Frauen, die bereits ab fünf Dollar zu haben sind. Aber auch aus dem Ausland versorgen Mädchenhändler die US-Soldaten mit Sexsklavinnen.

Wie berichtet, vergingen sich einzelne Militärpolizisten in Abu Ghraib auch an inhaftierten arabischen Frauen.

Quelle: www.krone.at

didi
19.05.2004, 00:36
Ehepaar erfuhr, dass sie Sex machen müssen, um ein Kind zu bekommen

Ein deutsches Ehepaar fand nach acht Jahren heraus, wieso sie keine Kinder bekamen - sie hatten keinen Sex.

In der Universitätsklinik Lübeck führte man Fruchtbarkeitstests durch, die aber positiv ausfielen. Als ein Arzt das Paar fragte, wie oft sie Sex haben, erhielt er als Antwort: 'Was meinen Sie?'

Das Paar sei kerngesund, die Ursache für das fehlende Wissen liegt daran, dass sie in einer religiösen Umgebung aufgewachsen sind und nie aufgeklärt wurden. Das Paar befindet sich nun in einer Therapie.

Quelle: www.krone.at

didi
19.05.2004, 14:35
GTI-Treffen & Co: Mega- Staus auf den Straßen

Das GTI-Treffen am Wörthersee, das Narzissenfest im Ausseer Land, die Wallfahrt der Völker in Mariazell, ein Feiertag und Ferien in Deutschland werden am verlängerten Wochenende für Mega-Staus auf den österreichischen Straßen sorgen. Krone.at verrät dir, welche Straßen man besser meidet!

Bereits Mittwochmittag machte sich der Aufbruch aus den Ballungszentren bemerkbar. In Wien reichte ein Mega-Stau von der Abfahrt der Ost-Autobahn bis zur Südost Tangente (A 23). Unter anderem werden abschnittsweise der Gürtel, die ehemalige 2-er Linie, der Schwarzenbergplatz, die Verbindung über den Grünen Berg und die Triester Straße überlastet sein. Staus werden auch in Linz auf der Mühlkreis Autobahn (A 7) und in Graz im Bereich Verteilerkreis Webling nicht ausbleiben.

Der Ferienbeginn in Baden-Württemberg wird sich vor allem auf den Nord-Süd-Verbindungen bemerkbar machen. Auf folgenden Verbindungen rechnet der ÖAMTC mit Staus:

+ A 14, Rheintal Autobahn, vor dem Pfänder Tunnel bei Bregenz und dem Amberg Tunnel bei Feldkirch.
+ B 179, Fernpass Straße, zwischen dem Grenz Tunnel bei Füssen und Nassereith. Blockabfertigung vor dem Grenz und Lermooser Tunnel.
+ A 13, Brenner Autobahn, vor der Mautstelle Schönberg.
+ A 10, Tauern Autobahn, vor dem Tauern Tunnel/Nordportal.
+ A 2, Süd Autobahn, vor dem Herzogberg Tunnel zwischen Steinberg und Modriach, dem Gräbern Tunnel zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg/Nord sowie zwischen Klagenfurt/Flughafen und Pörtschach.

Wallfahrt der Völker in Mariazell
Die Veranstalter sind auf die rund 80.000 Pilger gut vorbereitet. Da viele Busse aus Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn erwartet werden, muss an den Grenzen bei Kleinhaugsdorf, Laa an der Thaya, Drasenhofen (jeweils CZ), Berg (SK) sowie Nickelsdorf und Heiligenkreuz (H) mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Narzissenfest im Ausseerland
Von Christi Himmelfahrt (20.5.) bis Sonntag (23.5.) erwartet der ÖAMTC lebhaften Ausflugsverkehr zum Narzissenfest ins Ausseerland. Die Zufahrt B 145) über Gmunden, Bad Ischl, Bad Goisern bzw. Bad Mitterndorf wird entsprechend stark belastet sein. Vor allem am Sonntag ist hier abschnittsweise mit Staus zu rechnen.

Bis zu 200.000 Besucher beim GTI-Treffen am Wörthersee
Insgesamt bis zu 200.000 Besucher werden am diesjährigen GTI-Treffen am Wörthersee teilnehmen. Von Mittwoch (19. Mai) bis Sonntagmitternacht (23. Mai) wird die Ortsdurchfahrt von Reifnitz, die L 96, Wörthersee Süduferstraße, für den Durchzugsverkehr gesperrt.

Während der Veranstaltung ist im gesamten Wörthersee-Bereich sowie im Großraum Klagenfurt immer wieder mit Behinderungen zu rechnen. Der ÖAMTC empfiehlt allen Autofahrern, die nicht zu dem Treffen unterwegs sind, die Region großräumig zu umfahren.

Quelle: www.krone.at

Castro
20.05.2004, 01:54
Bei einem Luftangriff der US-Armee auf eine Hochzeitsgesellschaft sind in dem westirakischen Dorf Makar el Dhib am Mittwoch zahlreiche Zivilisten getötet worden. Nach Angaben von Ärzten starben mindestens 21 Menschen. Augenzeugen berichteten sogar von über 40 Toten. 34 Menschen seien verletzt worden, davon schwebten 14 in Lebensgefahr, sagte Mohammed Mahmud von der Verwaltung des Krankenhauses in der nahe gelegenen Stadt El Kaim.

Frauen und Kinder unter den Toten
Die Besatzungssoldaten hätten von einem Hubschrauber aus auf die Hochzeitsgesellschaft gefeuert, berichteten Augenzeugen vor Ort. Unter den Toten seien viele Frauen und Kinder. Das US-Zentralkommando in Bagdad erklärte, es prüfe den Bericht. Ein Militäreinsatz in dem Gebiet könne aber bislang nicht bestätigt werden.

Haus angeblich mit Rakete beschossen
Einwohner des Dorfes Makar el Dhib erklärten, die Amerikaner hätten das Haus, in dem die Feier stattfand, mit einer Rakete beschossen. Der arabische Fernsehsender El Arabija zeigte am Mittwochabend Bilder aus dem 500-Einwohner-Dorf, auf denen weinende Männer zu sehen waren, die Kinder beerdigten. Zahlreiche Gräber wurden ausgehoben.

Freudenfeuer als Angriff gedeutet?
Bei irakischen Hochzeiten wird oft als Zeichen der Freude in die Luft geschossen. In der Vergangenheit hatten Soldaten der Koalitionstruppen dieses traditionelle Freudenfeuer aus Gewehren bereits mehrfach als Angriff gedeutet und mit einem Gegenschlag geantwortet.

Häufig Militäroperationen an Grenze zu Syrien
El Kaim liegt nahe der syrischen Grenze. In der Umgebung der Stadt hatte es in den vergangenen Monaten zahlreiche Razzien und Militäroperationen der US-Armee gegen mutmaßliche Aufständische und Terroristen gegeben. In dem Dorf Makar el Dhib leben vor allem Beduinen-Familien.

http://onnachrichten.t-online.de/c/19/86/00/1986006,tid=d.jpg

didi
20.05.2004, 09:09
Die Welt wird immer dunkler

Wissenschaftler einer australischen Universität haben erneut den Beweis angetreten, dass die Welt durch Wolken und Partikel von Jahr zu Jahr dunkler wird. Immer weniger Sonnenstrahlen erreichen die Erde.

Dieser Vorgang wird "globale Dimming" genannt. Die Forscher äußern sich besorgt über die Tatsache, hoffen aber darauf, dass dadurch die Erderwärmung langsamer vor sich geht.

Bereits in den späten 50er Jahren haben die Forscher festgestellt, dass sich die Sonneneinstrahlung zwischen zwei und vier Prozent pro Dekade verringert. Unklar war hingegen, ob dieser Zustand die gesamte Erdoberfläche betrifft oder nur die nördliche Hemisphäre.

Die australischen Experten konnten nun feststellen, dass sich die Verdunstungsrate über den Zeitraum der vergangenen 30 Jahre signifikant verändert hat. "Das ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass weniger Sonnenlicht auf die Erdoberfläche kommt und dass es sich um ein globales Problem handelt", so Michael Roederick, Umweltwissenschaftler der Australian National University in Canberra. Der Forscher hatte aber erst kürzlich der australischen Regierung mitgeteilt, dass dieser Umstand den fünften Kontinent davor bewahrt vollends auszutrocknen.

Das "globale Dimming" sieht der Forscher als Teil des negativen Feedback, der die Atmosphäre dazu bringt, sich selbst wieder zu regulieren. Der Ausstoß von CO2 durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe ist nämlich nicht der einzige Effekt: Zusätzlich dazu werden auch kleine Partikel in die Atmosphäre geblasen. Diese sorgen dafür, dass das Sonnenlicht nicht mehr in der gleichen Stärke auf die Erdoberfläche fällt.

Die einzigen Pflanzen, bei denen sich dieser Lichtmangel negativ auswirken könnte, sind in der nördlichen Hemisphäre. Ansonsten sieht der Forscher nur positive Auswirkungen. Kritiker argumentieren aber damit, dass Roedericks Berechnungen dazu führen könnten, die globale Erwärmung als harmlos abzutun. Dass global aber kein Weg daran vorbeiführt den CO2-Ausstoß und die Umweltbelastung durch Feinpartikel zu reduzieren, scheint allen Experten klar zu sein.

Quelle: www.krone.at

didi
21.05.2004, 08:48
US-Soldaten posieren mit totem Häftling

Im Rahmen der Folter-Affäre im irakischen Abu Ghraib-Gefängnis sind wieder neue Bilder an die Öffentlichkeit gelangt: ABC News zeigte zwei Bilder, auf denen US-Soldaten mit einem toten irakischen Häftling posieren. Im ersten Folter-Prozess wurde über einen US-Soldaten die Höchststrafe verhängt.

Auf den beiden Bildern, die ABC News zeigte, sind Hauptmann Charles Graner und die Soldatin Sabrina Harman zu sehen. Beide sind über einen toten irakischen Häftling gebeugt, der in Eis gepackt ist, und zeigen "Daumen nach oben".

Körper mit Blutergüssen übersät
Wie ABC News auf seiner Homepage berichtete, berichtete Jason Kenner dem Sender, dass das Opfer, ein Mann namens Manadel al-Jamadi, in guter gesundheitlicher Verfassung in das Gefängnis gebracht wurde. Als er aber tot aus den Duschen getragen wurde, sei sein Körper mit blauen Flecken und Blutergüssen übersät gewesen. Vermutlich sei er zu Tode gefoltert worden. Und es habe einen Streit zwischen CIA und Militärermittlern gegeben, wer den Körper nun wegschaffen sollte.

Die Fotos wurden von Stabsunteroffizier Ivan Frederick gemacht, der sich gemeinsam mit Graner und Harman ebenfalls wegen den Misshandlungen an irakischen Gefängnissen vor Gericht verantwortlichen muss. In E-Mails an seine Familie habe Frederick gefragt, warum die Verantwortlichen für den Tod dieses Gefangenen nicht in der Art und Weise verfolgt würden wie er selbst. Graners Anwalt habe gegenüber ABC News beschwichtigt: Das Posieren sei nur "Galgenhumor", wenn auch ein unangebrachter.

Nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP sind weitere Folterfotos aufgetaucht, die nicht veröffentlicht wurden. Eine CD-ROM ist angeblich dem US-Militärgericht in Bagdad übergeben worden. Damit gibt es insgesamt vier CD-ROMs, die die Misshandlungen von US-Soldaten an irakischen Gefangenen zeigen.

Höchststrafe für Folter-Soldaten
Im ersten Militärprozess um die Misshandlung irakischer Gefangener im US-Armeegefängnis Abu Ghoreib hat das Gericht mit einem Jahr Haft am Mittwoch die Höchststrafe verhängt. Der angeklagte US-Militärpolizist Jeremy Sivits werde zudem aus der Armee entlassen, urteilte das Gericht in Bagdad.

Sivits, der als erster von sieben Mitgliedern der 372. Militärpolizeikompanie vor Gericht stand, hatte die Fotos der nackten und misshandelten Gefangenen aufgenommen, deren Veröffentlichung den Folterskandal Ende April weltweit bekannt machte. Weil er bereit war, gegen seine Kameraden auszusagen, wurde die Anklage abgemildert. Während des Prozesses schilderte Sivits, wie vor rund einem halben Jahr acht Häftlinge in Abu Ghraib geschlagen, getreten und nackt zu einer menschlichen Pyramide aufgetürmt wurden.

"Ich hörte, wie Hauptmann Graner die Häftlinge auf Arabisch anschrie", sagte Sivits vor Militärrichter James Pohl. "Sie lagen dort auf dem Boden, mit Säcken über dem Kopf." Feldwebel Javal Davis und die Soldatin Lynndie England "trampelten auf ihren Zehen und Händen". Charles Graner habe einem Gefangenen mit der Faust auf den Kopf und die Schläfe geschlagen, sagte Sivits. Dann habe der Hauptmann darüber geklagt, dass seine Hand wehtue.

"Ich möchte mich beim irakischen Volk und diesen Gefangenen entschuldigen", sagte Sivits mit tränenerstickter Stimme. "Ich hätte diese Gefangenen schützen und keine Fotos machen sollen." Den Richter bat er darum, nicht aus der Armee entlassen zu werden. Pohl leistete dieser Bitte aber nicht Folge und erklärte, Sivits habe gewusst, dass die Misshandlung von Gefangenen die Genfer Konventionen verletze.

Obwohl Sivits die Höchststrafe erhielt, äußerten sich arabische Fernsehkommentatoren skeptisch zu dem Verfahren.

Das Verfahren gegen die von Sivits belasteten Soldaten Davis und Graner sowie Stabsunteroffizier Ivan Frederick wurde auf den 21. Juni vertagt. Die Angeklagten wollten sich bei ihrer ersten Anhörung am Mittwoch zunächst nicht für schuldig oder unschuldig erklären. Alle drei verzichteten auf die Verlesung der Anklage.

Auch Journalisten misshandelt?
Unterdessen haben auch vier irakische Journalisten, die für westliche Medien im Irak gearbeitet haben, schwere Vorwürfe gegen die US- Truppen erhoben. Die vier Iraker, von denen drei für die britische Nachrichtenagentur Reuters und einer für den US-TV-Sender NBC arbeiten, gaben an, von US-Soldaten misshandelt worden zu sein, als sie im Januar über den Absturz eines US-Hubschraubers bei Falludscha berichten wollten und dabei festgenommen wurden.

Quelle: www.krone.at

didi
29.05.2004, 12:09
Der reichste Mann Russlands vor Gericht

Der Strafprozess gegen den Mehrheitseigner des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, hat am Freitag vor einem Amtsgericht in Moskau begonnen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es winken zehn Jahre Haft und das Ende seines Ölkonzerns.

Die Justiz wirft dem reichsten Mann Russlands Steuerhinterziehung, Betrug und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Das Vorgehen der Justiz gegen den 40-jährigen Chodorkowski gilt als vom Kreml gesteuert, weil der Oligarch auf Oppositionskurs zu Präsident Wladimir Putin gegangen ist. Chodorkowski sitzt seit Oktober 2003 in Untersuchungshaft.

Bei dem Prozess geht es um die umstrittene Privatisierung eines Düngemittelwerks 1994. Im Rahmen der Vorverhandlung wollten Chodorkowskis Anwälte erreichen, dass dessen Verfahren mit dem von Platon Lebedjew, einem anderen Yukos-Aktionär, zusammengelegt wird.

Experten meinen, dass die Betrugsanschuldigungen nur ein Vorwand sind dafür, den Ölmagnaten wegen seiner Eimischung in die Politik zu bestrafen.

Quelle: www.krone.at

didi
29.05.2004, 12:12
Fiat-Chef Umberto Agnelli gestorben

Der Chef des italienischen Fiat-Konzerns, Umberto Agnelli, ist gestorben. Der 69-Jährige erlag am späten Donnerstagabend in seinem Haus in Turin einem Krebsleiden.

Er hatte erst im vergangenen Jahr die Führung des maroden Auto-Unternehmens übernommen.

An der Fiat-Aktionärsversammlung am 11. Mai hatte Agnelli wegen seiner Krankheit nicht mehr teilgenommen. Sein letzter öffentlicher Auftritt war Ende April. Nach dem Tod seines Bruders Giovanni hatte er maßgeblich an der Ausarbeitung eines Sanierungsplans für das in die Krise geratene Unternehmen mitgewirkt.

Quelle: www.krone.at

didi
29.05.2004, 12:14
Heftiges Erdbeben im Norden des Iran

Fünf Monate nach der Erdbebenkatastrophe in Südiran sind bei einem schweren Beben im Norden des Landes am Freitag zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden. Unter Berufung auf den Roten Halbmond berichtete die studentische Nachrichtenagentur ISNA von mindestens 20 Todesopfern in der Stadt Nur.

Der Nachrichtenagentur IRNA zufolge kamen fünf Menschen in den Regionen Masandaran und Sari am Kaspischen Meer nordöstlich der Hauptstadt Teheran ums Leben. Zahlreiche öffentliche und private Gebäude seien in der Unglücksregion beschädigt worden. Nach Angaben des iranischen Innenministeriums seien auch in dem Ort Gaserchan in der Region Kaswin nordwestlich Teherans zwei Menschen getötet und mehrere Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden.

Nach Angaben von Seismologen der Universität Teheran hatte das Beben mit dem Epizentrum in Masandaran am Freitagnachmittag die Stärke 5,5 auf der Richterskala. Das Nationale Erdbeben- Informationszentrum NEIC der USA ermittelte die Stärke 6,2.

Panik in der Bevölkerung
In der Hauptstadt Teheran, in der Stadt Sari und in den weiteren Städten und Orten der betroffenen Regionen rannten Menschen in Panik auf die Straßen. Gruppen von Helfern wurden unmittelbar nach dem Beben in mehrere Provinzen entsandt. Die Behörden hatten zunächst keinen Überblick, welche der betroffenen Regionen im Norden des Erdbeben gefährdeten Landes am stärksten betroffen waren. Die Behörden riefen die Bevölkerung über Fernsehen ununterbrochen dazu auf, Ruhe zu bewahren und zu beten. Die Nationale Katastrophenbehörde hatte zunächst berichtet, es gebe keine Schäden. Der Chef des iranischen Roten Halbmondes, Nur Bala, sagte, zunächst könne noch keine auch nur vorläufige Bilanz gezogen werden.

Schaden "relativ gering"
Der Nachrichtendienst Mehr meldete, in Wohnkomplexen im Westen Teherans seien Fensterscheiben zerbrochen. Selbst in der Stadt Qom 135 Kilometer südlich der Hauptstadt seien die Erschütterungen spürbar gewesen, berichtete das iranische Fernsehen. Kommentatoren sagten, angesichts der Stärke des Bebens seien die Schäden dem ersten Anschein nach gering.

Mega-Beben befürchtet
Erdbeben sind in Iran keine Seltenheit; das gesamte Land ist in unterschiedlicher Stärke Erbeben gefährdet. Nach einem verheerenden Erdstoß der Stärke 6,3 auf der Richterskala am 26. Dezember waren im Südwesten Irans tausende Menschen ums Leben gekommen. Nach wissenschaftlichen Prognosen könnte ein Beben der Stärke über 7 in den kommenden Jahren auch Teheran treffen und eine immense Katastrophe verursachen. Die iranische Regierung erwägt deshalb seit längerem, die Hauptstadt zu verlegen.

Quelle: www.krone.at

didi
30.05.2004, 19:37
Sieben Jahre Gefängnis wegen Spam-Mail

Drakonische Strafe für einen Versender von Spam-Mail in den USA: Ein Gericht in Buffalo verurteilte den Mann zu sieben Jahren Gefängnis.

Howard Carmack hatte ab dem Jahr 2002 unter falschem Namen rund 850 Millionen Mails über 343 verschiedene E-Mail-Accounts verschickt, bis er im Mai 2003 festgenommen wurde.

Vor dem jetzigen Urteil hatte bereits der Internet-Provider EarthLink eine Zivilklage über 16,4 Millionen US-Dollar (13,5 Millionen Euro) gegen Carmack gewonnen.

Quelle: www.krone.at

didi
30.05.2004, 19:44
Geiseldrama blutig beendet

Einen Tag nach einem Anschlag islamischer Terroristen in Saudi-Arabien ist eine anschließende Geiselnahme blutig zu Ende gegangen. Sicherheitskräfte stürmten am Sonntagmorgen eine Wohnanlage in der Erdölstadt El Chobar, in der sich vier bis fünf Terroristen mit rund 50 Geiseln verschanzt hatten. Einige der Geiseln seien bereits vor der Erstürmung von den Kidnappern getötet oder verletzt worden, verlautete Sicherheitskreisen.

Bereits am Samstag hatten die Terroristen in der Stadt am Persischen Golf bis zu 17 Menschen ermordet. Unter den zumeist ausländischen Opfern waren ein Amerikaner, ein Brite und ein Schwede sowie drei Philippiner. Zu den Anschlägen bekannte sich nach einer Erklärung im Internet das Terrornetzwerk El Kaida.

Schwer bewaffnete Soldaten im Einsatz
Die Erstürmung des sechsstöckigen Wohngebäudes begann, als rund 40 schwer bewaffnete Soldaten von Hubschraubern auf das Dach absprangen. Dabei war immer wieder Gewehrfeuer zu hören. Zuvor hatten die Sicherheitsbehörden erfolglos versucht, in Verhandlungen die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Entführer zu erreichen, die mit Maschinengewehren, Panzerfäusten, Handgranaten und Benzinbomben bewaffnet waren.

Täter getötet, Geiseln verletzt
Wie der arabische Fernsehsender El Arabija meldete, wurden bei der Befreiungsaktion zwei Geiselnehmer getötet. Mehrere Extremisten wurden nach Angaben der Sicherheitskräfte festgenommen. Zur genauen Anzahl der Opfer unter den Geiseln lagen keine Angaben vor. Nach den Worten des saudiarabischen Botschafters in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, wurden sieben US-Bürger gerettet. Zwei davon seien verletzt, sagte der Botschafter dem Fernsehsender Fox News. Der Botschafter sagte der britischen BBC, die Sicherheitskräfte hätten eingreifen müssen, weil die Kidnapper begannen, den Geiseln "Böses" anzutun.

Sprengfallen im Gebäude
Unter Berufung auf einen Sicherheitsbeamten berichtete Fox News weiter, ein erster Erstürmungsversuch nach Mitternacht sei zunächst aufgegeben worden, weil Sprengfallen im Gebäude entdeckt wurden. Erst nach Sonnenaufgang habe der Einsatz mit Hilfe von Hubschraubern begonnen.

Die Angreifer - nach mehreren Berichten in Militäruniformen gekleidet - hatten am Samstag zunächst den Sitz einer arabischen Ölgesellschaft und ein Bürogebäude überfallen. Danach drangen sie in den Wohnkomplex "Oasis" ein und verschanzten sich dort. Mehrere Hundertschaften der Sicherheitskräfte umstellten das Gelände.

Terroristen töten Kind
Der saudische Kronprinz Abdullah sagte am Samstagabend in Dschidda, vier Terroristen hätten in Läden und auf der Straße zehn Menschen, darunter ein Kind, getötet. Die Angreifer hätten wahllos um sich geschossen. Nach Medienberichten sollen unter den Toten ferner ein Inder, ein Pakistaner und ein zehnjähriger Junge aus Ägypten sein. Auch saudische Sicherheitskräfte und Zivilisten seien ums Leben gekommen.

Quelle: www.krone.at

didi
31.05.2004, 10:47
Kein Schadenersatz wegen "Nippelgate"

Eric Stephenson, Familienvater aus Utah, USA, hat den TV-Sender CBS auf 4500 Dollar geklagt - wegen der "Nippelshow" von Janet Jackson während der Halbzeitshow bei der "Superbowl". Die Klage wurde jetzt abgewiesen.

In Stephensons Klage hatte es geheißen, er hätte sich die Halbzeit-Show nur deshalb angeschaut, weil diverse Werbejingles eine "patriotische Show mit Blasmusik und Tänzen" angekündigt hatte. Statt dessen zeigten Janet Jackson und Justin Timberlake dann aber eine äußerst heiße Show mit Tanz- und Stripeinlagen.

Stepheson, Vater von drei Kindern, will sich deshalb betrogen gefühlt haben. Das Gericht sah das anders und schmetterte die Schadenersatzforderung des Amerikaners ab.

Quelle: www.krone.at

didi
31.05.2004, 18:03
Fieberhafte Suche nach Geiselnehmern

Eine Anschlagsserie und Geiselnahme des El- Kaida-Terrornetzwerks in Saudi-Arabien mit 22 Toten hat am Pfingstwochenende Saudi-Arabien schwer erschüttert. Die Sicherheitsbehörden fahndeten am Montag mit Hochdruck nach drei radikalislamistischen Terroristen, die nach der gewaltsamen Beendigung des Geiseldramas in der Ölstadt El Chobar entkommen konnten. Bei ihrer Flucht hatten sie Geiseln als menschliche Schutzschilde benutzt. Ihr Anführer wurde bei der Befreiungsaktion verletzt und festgenommen.

Nach Augenzeugenberichten umstellten Sicherheitskräfte in der unweit von El Chobar gelegenen Stadt Damman ein Gebäude, in dem sich die Gesuchten verschanzt haben sollen. Die Polizei habe außerdem Straßenkontrollen errichtet.

El Kaida bekennt sich
Zu der Bluttat bekannte sich am Sonntag das Terrornetzwerk El Kaida. In einer Erklärung auf einer arabischen Internetseite hieß es, die Arabische Halbinsel solle von "Ungläubigen gesäubert werden". Ein Japaner, ein Schwede und ein Italiener seien "geschlachtet" worden. Befreite Geiseln hatten zuvor berichtet, die Entführer hätten mehreren Gefangenen die Kehle durchgeschnitten, als sie versucht hätten zu fliehen. Die Terroristen hielten bei der Geiselnahme zeitweise nahezu 250 Menschen in ihrer Gewalt.

Angreifer waren uniformiert
Die Angreifer, die Uniformen trugen, stürmten am Samstag zunächst ein Gebäude mit Büros von Ölfirmen. Dort schossen sie wahllos um sich. Später drangen sie in die von vorwiegend von Ausländern genutzte Wohnanlage "Oasis" ein, wo sie sich mit den Geiseln in einem Wohnhaus verschanzten. Mehrere Hundertschaften der Sicherheitskräfte riegelten das Gelände danach ab.

Geiseln getötet
Die Erstürmung des sechsstöckigen Wohngebäudes begann am frühen Sonntagmorgen, als rund 40 schwer bewaffnete Elitesoldaten von drei Hubschraubern auf das Dach absprangen. Die Behörden entschlossen sich offenbar zu der Aktion, nachdem die Kidnapper begonnen hatten, Geiseln zu töten. Ein erster Erstürmungsversuch war offenbar abgebrochen worden, nachdem in dem Gebäude Sprengfallen der Entführer entdeckt worden waren.

Opfer aus aller Welt
Wie das saudische Innenministerium bekannt gab, handelt es sich bei den 22 Todesopfern um acht Inder, drei Philippiner, drei Saudis, zwei Sri Lanker, einen US-Amerikaner, einen Briten, einen Italiener, einen Schweden, einen Südafrikaner und einen ägyptischen Jungen. Außerdem seien 25 Menschen unterschiedlicher Nationalität verletzt worden.

Angriffe auf Ausländer häufen sich
In Saudi-Arabien sind Ausländer in den vergangenen Monaten verstärkt zum Ziel terroristischer Angriffe geworden..Der Anschlag in El Chobar ist bereits das dritte schwere Attentat in Saudi- Arabien in diesem Jahr. Erst vor einer Woche war ein deutscher Geschäftsmann in Riad erschossen worden. Am 1. Mai ermordeten vier Terroristen in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer im Hauptquartier des schwedisch-schweizerischen Konzerns ABB sieben Menschen, darunter fünf Ausländer. Am 21. April sprengte sich vor dem Hauptquartier der Sicherheitskräfte in Riad ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in die Luft und riss fünf Menschen mit in den Tod, 148 wurden verletzt.

Quelle: www.krone.at

didi
02.06.2004, 19:33
USA zu Abzug aus Irak Ende 2005 bereit

Die USA sind zum Abzug ihrer Truppen aus dem Irak von Ende kommenden Jahres an bereit. Diese erste konkrete Zeitangabe ist im neuen Entwurf für eine Resolution der Vereinten Nationen enthalten, die Washington dem Weltsicherheitsrat in New York vorlegte.

Das höchste UN-Gremium will vor einer Entscheidung die Vorstellungen der neuen irakischen Übergangsregierung und des UN-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi hören.

Alle Rechte zur Terror-Bekämpfung:
Nach dem US-Resolutionsentwurf soll der Militäreinsatz im Auftrag der UN mit der "Beendigung des politischen Prozesses" zur Herstellung demokratischer Verhältnisse im Irak auslaufen. Dies werde Ende 2005/Anfang 2006 erwartet. Bis dahin sollen die multinationalen Streitkräfte im Irak unter dem Kommando der USA das Recht haben, "alle erforderlichen Maßnahmen" für die Gewährleistung der Sicherheit und die Bekämpfung von Aufständischen und Terroristen zu ergreifen.

Neue Übergangsregierung:
Allerdings soll der Sicherheitsrat das Mandat nach zwölf Monaten "überprüfen". Die künftige Übergangsregierung des Iraks soll bereits zuvor eine Überprüfung des Militäreinsatzes verlangen dürfen. Damit ist jedoch nicht die jetzt ernannte Übergangsregierung gemeint, sondern erst jene Regierung, die laut UN-Resolution bis Ende Januar 2005 von einem bis dahin zu bildenden Übergangsparlament eingesetzt werden soll.

"Danke, Freunde. Nun müsst ihr gehen."
Der seit Dienstag amtierende Präsident des Iraks, Ghasi el Jawar. verlangte die "volle Souveränität" für sein Land und den Abzug der US-Truppen. Er werde den Amerikanern sagen: "Danke, Freunde. Nun müsst ihr gehen", sagte El Jawar der saudiarabischen Zeitung "Ar- Riyadh" ohne einen Termin zu nennen.

USA haben allein das Sagen:
Der UN-Sondergesandte für den Irak machte klar, dass die Amerikaner im Land bislang noch allein das Sagen haben. US- Zivilverwalter Paul Bremer sei derzeit der "Diktator des Iraks, die Beschlüsse liegen in seiner Hand, und er verfügt über das Geld", sagte Brahimi vor der Presse in Bagdad. Der nächste wichtige Schritt sei nun die Organisation der für Januar geplanten Wahlen. Brahimi räumte ein, dass nicht alle Iraker mit der neuen Regierung zufrieden seien. Die Möglichkeit einer breiteren Bürgerbeteiligung solle eine nationale Konferenz im Juli bieten.

Quelle: www.krone.at

didi
04.06.2004, 14:45
Österreich ist viertreichstes Land der EU :ythumbs:

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften Eurostat hat erstmals eine Studie veröffentlicht, die zeigt wie stark Brutto-Inland-Produkt pro Kopf in allen EU-Ländern vom Mittelwert der EU25 abweicht. Österreich kommt dabei auf den vierten Platz.

Die reichsten Europäer sind die Luxemburger - ihre Kaufkraft betrug 2003 mehr als das Doppelte des Mittelwerts von EU25, während es in Irland etwa ein Drittel über dem Mittelwert lag und in Dänemark, Österreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich etwa 20% über dem Mittelwert. Damit liegt Österreich auf Platz vier noch vor Belgien, Schweden und Frankreich wo die Werte ungefähr 15% über dem Mittelwert lagen.

Während Finnland, Deutschland und Italien rund 10% über dem Mittelwert liegen, kommt Spanien bereits 5% unter den Schnitt. Zypern liegt etwa 15% unter dem EU-Mittel. Weit entfernt vom Mittelwert sind auch Griechenland, Slowenien, Portugal und Malta, die jeweils 20% bis 30% darunter liegen. Noch geringer ist das BIP pro Kopf in der Tschechischen Republik und in Ungarn mit minus 30% bzw. minus 40% unter dem Mittelwert. In der Slowakei, in Estland, in Polen und Litauen betrug das BIP pro Kopf im vergangenen Jahr nur gut die Hälfte des Mittelwertes., während in Polen und Lettland Werte verzeichnet wurden, die zwischen 40% und 50% des Mittelwertes von EU25 lagen.

Quelle: www.krone.at

didi
04.06.2004, 21:04
Nach CIA-Boss Tenet geht auch Spionage-Chef
Rücktrittswelle im US-Geheimdienstes CIA, George Tenet, ist am Donnerstag zurückgetreten. Auch "Chefspin" James Pavitt nimmt den Hut. Beide Rücktritte hätten nichts mit einander zu tun und erfolten "aus persönlichen" Gründen.

Der "Chefspion" der CIA, James Pavitt, will nach Angaben des Nachrichtensenders CNN ebenfalls aus persönlichen Gründen zurücktreten. Pavitt, der diese Entscheidung bereits vor drei bis vier Wochen getroffen haben soll, gehört der CIA seit mehr als 30 Jahren an. Pavitt leitete fünf Jahre lang die Geheimdienstoperationen der CIA. Zwischen Tenets Rücktritt und Pavitts Entscheidung bestehe kein Zusammenhang, sagten US- Regierungsbeamte. Pavitt will im Sommer die CIA verlassen.

Zuvor reichte schon CIA-Chef Tenet seinen Rücktritt ein. Bush würdigte die "überragende Leistung Tenets über viele Jahre". Tenet soll Mitte Juli seine Arbeit vorübergehend an seinen Stellvertreter John McLaughlin übergeben. Ein Nachfolger soll danach ernannt werden.

Tenet war seit sieben Jahren Chef des CIA. Wegen zahlreicher Pannen - unter anderem auch wegen falscher Informationen über die Massenvernichtungswaffen im Irak und mangelnder Warnungen vor den Anschlägen am 11. September 2001 - stand Tenet häufig in der Kritik. Er war der einzige Spitzenbeamte, den Bush bei seiner Amtsübernahme 2001 von seinem Vorgänger Bill Clinton übernahm.

Mitschüler folterten Klassenkameraden
Schon wieder ein Fall von grausamem Sadismus in einer Schule: Ein 15-jähriger Schüler soll im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen von neun Mitschülern über Monate getreten und geschlagen worden sein. Der Vorfall ereignete sich im Ort Niederzier bei Düren. Er erstattete Anzeige wegen Körperverletzung, wie die Dürener Polizei mitteilte.

Die Polizei wollte zu den Umständen und möglichen Motiven keine Angaben machen. "Wir sind dabei, sehr sorgfältig zu ermitteln", sagte Polizeisprecher Willi Jörres. Sechs Schüler sind von der Schule verwiesen worden. Der 15-Jährige nehme wieder am Unterricht teil.

Opfer und Täter waren im selben Jahrgang. Die Übergriffe seien nach ersten Erkenntnissen in den Pausen geschehen, sagte der Schulleiter der Gesamtschule Merzenich-Niederzier, Hermann-Josef Gerhards. Andere Schüler hätten davon gewusst. "Aber sie hatten nicht die Zivilcourage, etwas zu sagen, weil sie große Furcht hatten." Ein Schüler habe sich schließlich seiner Mutter anvertraut. "Er konnte das nicht mehr mit ansehen", sagte der Schulleiter.

Angaben zur Häufigkeit der Schläge und zu möglichen Verletzungen des Jungen konnte er nicht machen. Die Angriffe seien aber über das "Normalmaß" von Ruppigkeiten hinausgegangen. Das Motiv sei unklar. Laut Anzeige des 15-Jährigen sollen die Misshandlungen im Oktober 2003 begonnen haben. Nachdem der Junge zeitweise wegen Krankheit zu Hause geblieben sei, nehme er jetzt wieder am Unterricht teil. Die Vorfälle werden nach Angaben der Schule mit Fachleuten aufgearbeitet.

Quelle: www.krone.at

didi
05.06.2004, 09:26
8,6 Millionen Dollar für Terroropfer

Eine New Yorkerin, die bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center durch herabfallende Flugzeugteile schwerste Verletzungen erlitt, wird mit der Rekordsumme von 8,6 Millionen Dollar entschädigt (7,1 Millionen Euro). Es handele sich um die höchste Summe, die der staatliche Kompensationsfond jemals einem Terroropfer zugesprochen habe, berichtete am Freitag die Zeitung "Daily News".

Die heute 32-jährige einstige Personalchefin einer Kreditkartenfirma habe seit dem 11. September 2001 bereits 27 Operationen über sich ergehen lassen müssen. Zehn weitere stünden ihr noch bevor. Abstürzende Flugzeugtrümmer hatten der Frau das Gesäß abgeschnitten. Zudem wurde ihr Rücken aufgerissen und die Eingeweide mehrfach durchstochen. Ihre Beine wurden zertrümmert, zahlreiche Knochen gebrochen.

4,6 Mio. für Arztrechnungen
"Ich würde jeden einzelnen Penny zurückzahlen, wenn ich dadurch rückgängig machen könnte, was geschehen ist", sagte die Frau der Zeitung. Von der Entschädigung sind 4,6 Millionen Dollar für die Begleichung der Arztrechnungen vorgesehen. Die restlichen 4 Millionen Dollar wurden ihr für die erlittenen Schmerzen zugesprochen. Insgesamt hat der Fonds bisher 2.569 Opfern der Anschläge des 11. September Entschädigungen ab 500 Dollar aufwärts zuerkannt.


Quelle: www.krone.at

didi
05.06.2004, 18:43
Verheerende Amokfahrt mit Bulldozer

Bei einer Amokfahrt mit einer Planierraupe hat ein 52 Jahre alter Mann Teile einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Colorado verwüstet. Wegen eines Grundstückstreits zerstörte Ladenbesitzer Marvin Heemeyer nach Medienangaben von Samstag mehrere Gebäude in der 1.500-Seelen-Gemeinde Granby bei Denver. Dazu lieferte er sich mit der Polizei ein Feuergefecht. Über Verletzten lagen keine Berichte vor.

Während der Irrfahrt wurden Teile der Bewölkerung in Sicherheit gebracht. Das mit Metallplatten gepanzerte Fahrzeug zerstörte unter anderem eine Bank, eine Bücherhalle und das Rathaus. "Es sieht aus, als sei hier ein Tornado niedergegangen", sagte Behördenvertreter Mike Beasley.

Raupe blieb stecken
Nach etwa 90 Minuten blieb die Planierraupe in einem der beschädigten Gebäude stecken. Es wurde daraufhin von Spezialkräften der Polizei umstellt. Über das Schicksal des Amokfahrers war zunächst nichts bekannt. Jim Holahan, ein Sprecher der Rettungsbehörde in Granby, sagte dem Nachrichtensender CNN, es habe bisher keinen Kontakt mit dem Fahrer gegeben.

Auslöser: Wut auf Baubehörden
Medienberichten zufolge habe sich der Mann über einen Beschluss der Planungsbehörde in der Kleinstadt geärgert. Er habe daraufhin gezielt die Gebäude der Entscheidungsträger angegriffen.

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didi
05.06.2004, 18:45
Blinde hoffen auf "Zungen-Brille"

Hoffnung für Blinde und Sehbehinderte: Wissenschaftler von der Universität Montreal in Kanada haben ein Gerät entwickelt, das auf die Zunge gelegt wird und in der Lage ist, elektrische Impulse in Bildpunkte (Pixel) umzuwandeln. Die "Zungen-Brille" könnte schon bald die Blindenschrift ersetzen!

Man nehme das neue Gerät, lege es auf die Zunge und übe mit dem Gaumen einen leichten Druck aus. Die elektrischen Impulse werden anschließend in 144 Pixel verwandelt, die über die Speichelflüssigkeit der Zunge in den Cerebralen Cortex des Gehirns weitergeleitet werden.

Ersatz für Blindenschrift
Das neuartige Gerät, das von einem internationalen Forscherteam unter Leitung des kanadischen Neuropsychologen Maurice Ptito an der Universität Montreal entwickelt wurde, könnte in Zukunft die Blindenschrift ersetzen. Die "Zungenbrille" ist schon jetzt in der Lage, einzelne Buchstaben auf der Zunge abzubilden, erklärte Ptito. Auf diese Weise sei es möglich, einen Sinn des Menschen durch einen anderen zu ersetzen.

Keine Operation nötig
Die Vorteile des Geräts liegen nicht nur auf der Zunge, sondern auch auf der Hand: Für seinen Einsatz ist keine Operation notwendig, die Eingewöhnungszeit dauert nur wenige Minuten. Die Forscher hoffen, durch weitere Entwicklungen auch komplexere Bilder sichtbar machen zu können...

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didi
06.06.2004, 13:45
Ronald Reagan ist tot

Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan ist nach langem Kampf gegen seine Alzheimer-Erkrankung im Alter von 93 Jahren gestorben. Reagan, der von 1981 bis 1989 als 40. Präsident im Weißen Haus amtierte, starb am Samstag um 13.09 Uhr Ortszeit (22.09 Uhr MESZ) im Kreis seiner engsten Familienangehörigen in Bel Air in Kalifornien. Als Zeichen der Trauer wehte die Fahne auf dem Weißen Haus in Washington auf Halbmast.

US-Präsident George W. Bush brachte in Paris seine Trauer über den Tod Reagans zum Ausdruck. Bush hält sich zurzeit in Frankreich auf, wo er am Sonntag an den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Landung der alliierten Truppen in der Normandie teilnimmt. Auf den Tag genau vor 20 Jahren hatte Reagen an gleicher Stelle eine Rede gehalten.

Reagans Sohn Michael forderte die Amerikaner auf, seinen Vater als Mann von Integrität, Überzeugung und gutem Humor in Erinnerung zu behalten. Reagan ist von allen bisherigen US-Präsidenten am ältesten geworden.

Reagan liebte sein Land
Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry sagte, trotz aller Gegensätze zwischen Republikanern und Demokraten habe Reagan durch seine Liebe zu seinem Land bestochen und nach seinem Prinzipien gelebt.

Staatsbegräbnis für Ronald Reagan
Nach ersten Medienberichten soll Reagan ein Staatsbegräbnis erhalten. Er wird dann nach dem Willen seiner Familie in Kalifornien beigesetzt. Einzelheiten der Trauerfeierlichkeiten will die Reagan- Familie in den kommenden Tagen mitteilten.

Der Republikaner trat seine Amtszeit als Präsident im Januar 1981 als überzeugter "Kalter Krieger" an. Nach einem Jahrzehnt der Selbstzweifel wegen des Vietnamkriegs und der Watergate-Affäre gab er den Amerikanern den Glauben an sich und ihr Land zurück.

Die politische Bilanz
Die politische Bilanz Reagans, der am 6. Februar 1911 in Tampico (Bundesstaat Illinois) zur Welt kam, ist gemischt. Die in seiner Amtszeit verfolgte Politik der militärischen Aufrüstung der USA trug entscheidend zum Zusammenbruch des Sowjetimperiums sowie zum Fall der Berliner Mauer bei. Zum politischen Lebenswerk Reagans gehört auch, dass er sich zum Realpolitiker wandelte und mit dem letzten sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow den ersten echten Abrüstungsvertrag über die Vernichtung der atomaren Mittelstreckenraketen abschloss.

Gegner des "Big Government"
Obwohl er erklärter Gegner von "Big Government" war, stiegen unter Reagan wegen gleichzeitiger Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen für Militärprojekte die Staatsschulden auf die Rekordhöhe von 2.600 Milliarden Dollar.

Seit Dezember nur noch im Bett gelegen
1994 gab Reagan öffentlich in einem Brief seine Erkrankung an der Alzheimer-Krankheit bekannt. Weltweit leiden rund zwölf Millionen Menschen an der Krankheit, deren am häufigsten vorkommende Form erhebliche Gedächtnis- sowie Sprach- und Orientierungsstörungen sind. Reagan zog sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und lag seit Dezember vergangenen Jahres nach Angaben seiner Tochter nur noch im Bett.

"Reich des Bösen"
Der ehemalige Sportreporter, Hollywood-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien war ein begnadeter Darsteller und einer der populärsten Präsidenten. Seine Bezeichnung der früheren Sowjetunion als "Reich des Bösen" und die Aufforderung an Gorbatschow, die Berliner Mauer niederzureißen, sind unvergessen.

Mit seiner zweiten Ehefrau Nancy war Reagan seit 1952 verheiratet. Zuletzt lebte das Ehepaar in seinem Haus in Bel Air in Kalifornien. Reagan hinterlässt jeweils zwei Kinder aus erster und zweiter Ehe.

Quelle: www.krone.at

didi
07.06.2004, 15:29
Satanische Sekte tötet mehrere Jugendliche

Eine Teufelssekte namens "Die Bestien des Satans" aus der Umgebung Mailands soll bei ihren Ritualen mehrere junge Leute auf grausamste Weise umgebracht haben. Unter den Opfern ist italienischen Presseberichten zufolge ein junges Liebespaar, das selbst Mitglied der Sekte gewesen sei.

Die beiden 16- und 19-Jährigen hätten im Januar 1998 an einer "schwarzen Messe" in einem abgelegenen Wald bei Varese teilgenommen: Erst als sie ein offenes Grab erblickten, sei ihnen klar geworden, dass sie selbst als Opfer auserwählt seien, hieß es. Das Paar sei mit Hammerschlägen zu Tode geprügelt worden.

"Wir haben das Mädchen getötet, weil sie für uns die Muttergottes verkörperte", gestand ein Sektenmitglied laut Zeitungsberichten vom Sonntag. Drei Verdächtige habe die Polizei bislang festgenommen. Den Ermittlungen zufolge gehe mindestens ein weiteres Todesopfer auf das Konto der Sekte. Polizei und Staatsanwaltschaft prüften jedoch, ob die Sekte nicht auch hinter anderen Todesfällen in der Region stecke, die die Justiz bisher als Unfälle angesehen habe. Experten schätzen, dass es zwischen 2.000 und 5.000 Mitglieder satanischer Sekten in Italien gibt.


Quelle: www.krone.at

didi
07.06.2004, 15:32
Bush hält Trauerrede für Ronald Reagan

In den USA beginnen an diesem Montag fünftägige Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen früheren Präsidenten Ronald Reagan. Höhepunkt soll ein Staatsakt am Freitag in der Nationalen Kathedrale von Washington sein, zu der derzeitige und ehemalige politische Führungspersönlichkeiten auch aus dem Ausland erwartet werden. Der derzeitige US-Präsident wird die Trauerrede halten. Reagan, der 40. Präsident der USA, ist nach langem Kampf gegen seine Alzheimer-Erkrankung im Alter von 93 Jahren gestorben.

Als Zeichen der Trauer wurden auf allen Bundesgebäuden in den USA die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Mitbürger in Kalifornien legten Blumen an der Reagan-Präsidentenbibliothek in Simi Valley nahe Los Angeles nieder. Hier sollen die sterblichen Überreste zunächst aufgebahrt werden, bevor dann der Sarg nach Washington geflogen wird und politische Führungspersönlichkeiten sowie die Bevölkerung die Gelegenheit erhalten, im Kapitol in Washington von Reagan Abschied zu nehmen. Nach einem Staatsakt am Freitag in der Nationalen Kathedrale in Washington - die Trauerrede wird der derzeitige Amtsinhaber George W. Bush halten - soll Reagan in Simi Valley beigesetzt werden.

Bush: "Reagan war ein Vorkämpfer der Freiheit"
Präsident Bush erfuhr von dem Ableben während seines Aufenthalts in Frankreich anlässlich der Feiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. In einer Zeremonie am Sonntag auf dem US-Friedhof in Coleville-sur-Mer erinnerte er daran, dass Reagan vor genau 20 Jahren am selben Ort gestanden habe und nannte den verstorbenen einen "mutigen Mann" und "Vorkämpfer der Freiheit". Bereits zuvor hatte Bush in einer Erklärung betont, Reagan habe Zuversicht mit Überzeugung, Stärke mit Charakter, Tapferkeit mit Demut und Humor mit Weisheit verbunden. Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry sagte, trotz aller Gegensätze zwischen Republikanern und Demokraten habe Reagan durch seine Liebe zu seinem Land bestochen und nach seinem Prinzipien gelebt.

Gorbatschow: "Reagan ein außergewöhnlicher Mensch"
Gorbatschow, mit dem Reagan 1987 den ersten tatsächlichen Abrüstungsvertrag zur Vernichtung atomarer Mittelstreckenraketen abgeschlossen hatte, nannte Reagan einen außergewöhnlichen Menschen, "der einen gewaltigen Beitrag zur Beendigung des Kalten Krieges geleistet hat". Reagans Appell am 12. Juni 1987 am Brandenburger Tor "Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!" gehört zu den politischen Zitaten, die in die Geschichte eingegangen sind.

Reagans Sohn Michael forderte die Amerikaner auf, seinen Vater als Mann von Integrität, Überzeugung und gutem Humor in Erinnerung zu behalten. Reagan ist von allen bisherigen US-Präsidenten am ältesten geworden.

Der Republikaner trat seine Amtszeit als Präsident im Januar 1981 (bis 1989) als überzeugter "Kalter Krieger" an. Nach einem Jahrzehnt der Selbstzweifel wegen des Vietnamkriegs und der Watergate-Affäre gab er den Amerikanern den Glauben an sich und ihr Land zurück.

Die politische Bilanz
Die politische Bilanz Reagans, der am 6. Februar 1911 in Tampico (Bundesstaat Illinois) zur Welt kam, ist gemischt. Die in seiner Amtszeit verfolgte Politik der militärischen Aufrüstung der USA trug entscheidend zum Zusammenbruch des Sowjetimperiums sowie zum Fall der Berliner Mauer bei. Zum politischen Lebenswerk Reagans gehört auch, dass er sich zum Realpolitiker wandelte und mit dem letzten sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow den ersten echten Abrüstungsvertrag über die Vernichtung der atomaren Mittelstreckenraketen abschloss.

Gegner des "Big Government"
Obwohl er erklärter Gegner von "Big Government" war, stiegen unter Reagan wegen gleichzeitiger Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen für Militärprojekte die Staatsschulden auf die Rekordhöhe von 2.600 Milliarden Dollar.

Seit Dezember nur noch im Bett gelegen
1994 gab Reagan öffentlich in einem Brief seine Erkrankung an der Alzheimer-Krankheit bekannt. Weltweit leiden rund zwölf Millionen Menschen an der Krankheit, deren am häufigsten vorkommende Form erhebliche Gedächtnis- sowie Sprach- und Orientierungsstörungen sind. Reagan zog sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und lag seit Dezember vergangenen Jahres nach Angaben seiner Tochter nur noch im Bett.

"Reich des Bösen"
Der ehemalige Sportreporter, Hollywood-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien war ein begnadeter Darsteller und einer der populärsten Präsidenten. Seine Bezeichnung der früheren Sowjetunion als "Reich des Bösen" und die Aufforderung an Gorbatschow, die Berliner Mauer niederzureißen, sind unvergessen.

Im Kreis der engsten Familie
Mit seiner zweiten Ehefrau Nancy war Reagan seit 1952 verheiratet. Reagan hinterlässt jeweils zwei Kinder aus erster und zweiter Ehe. Er starb am Samstag um 13.09 Uhr Ortszeit (22.09 Uhr MESZ) im Kreis seiner engsten Familienangehörigen in Bel Air in Kalifornien.

Quelle: www.krone.at

didi
07.06.2004, 15:33
Frau bekommt 349 Mio. Dollar Schmerzensgeld

Eine Geschworenen-Jury in Kalifornien hat den zweitgrößten US-Autohersteller Ford nach einem Autounfall zur Zahlung von 349 Millionen Dollar an ein Unfallopfer verurteilt.

Wie die Zeitung "San Diego Union- Tribune" berichtete, sprachen die Geschworenen das Geld der Klägerin Benette Buell-Wilson (49) zu, die vor gut zwei Jahren auf einer Autobahn die Gewalt über ihren Ford Explorer verlor und sich mehr als 40 Mal überschlug. Sie ist seitdem gelähmt.

Berufung angekündigt
Die Zahlung gliedert sich in 123 Millionen Dollar Wiedergutmachung und 246 Millionen Dollar Strafe. Das Unternehmen habe gewusst, dass das Modell fehlerhaft gewesen sei, befanden die Geschworenen in San Diego. Ford bestreitet dies und kündigte Berufung an. Mehrere ähnliche Klagen wurden bereits erfolgreich abgeschmettert. Nach Angaben der Zeitung war der Fall in San Diego der erste Schuldspruch im Zusammenhang mit Klagen wegen sich überschlagender Ford Explorer.

Weil die Überschlag-Unfälle mit den Geländewagen sich in den vergangenen Jahren gehäuft haben, hat die Verkehrssicherheitsbehörde in diesem Jahr mit besonderen Tests begonnen. Ford hat den Explorer nach Einschätzung der Verbraucherzeitschrift "Consumer Reports" mit dem Modelljahrgang 2002 wesentlich verbessert.

Quelle: www.krone.at

didi
07.06.2004, 20:45
Wieder Störfall im AKW Temelin

Leck im Primärkreislauf des zweiten Reaktorblocks des Atomkraftwerkes Temelin! Wie erst Montagabend bekannt wurde, sind im tschechischen AKW bereits am Sonntag 3.000 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Die Betreiber des Kraftwerkes haben bisher noch kein Statement abgegeben, die tschechische Nuklearaufsichtsbehörde SUJB reagierte erst nach 24 Stunden...

Das kontaminierte Wasser hat zwei Arbeitsräume des Atomkraftwerks verseucht, berichtet Radko Pavlovec, Anti-Atom-Beauftragter des Bundeslandes Oberösterreich, am späten Montagnachmittag. Schon vor etlichen Tagen sei demnach eine so genannte "Schnellabschaltung" des zweiten Reaktorblockes erfolgt. Begründet wurde diese Maßnahme damit, dass ein Schaden außerhalb des Gebäudes entstanden sei.

Weit über 60 Störfälle
In Temelin ist nicht die erste derartige Panne. Am 31. Mai 2001 waren aus dem Block 1 80.000 Liter verseuchtes Wasser ausgetreten. Insgesamt ist es bereits der 65. Störfall und wie es scheint, ist ein Ende der beunruhigenden Serie von Zwischenfällen nicht abzusehen.

Greenpeace fordert lückenlose Aufklärung
Zu den tatsächlichen Ursachen, warum sich das Leck gebildet hat, gibt es derzeit nur spärliche Informationen, da sich sowohl die Temelin-Betreiber als auch die tschechischen Behörden sehr bedeckt geben. Franko Petri, Pressesprecher von Geenpeace Österreich meinte jedoch auf Anfrage von Krone.at: "Wir fordern lückenlose Aufklärung über die Vorfälle - und zwar innerhalb der nächsten 24 Stunden".

Quelle: www.krone.at

didi
08.06.2004, 17:31
Liebes-Venus zog als Punkt an Sonne vorbei

Für die Wissenschaft war der Anblick interessant, um mehr über die Zusammensetzung Venusatmosphäre zu erfahren. Durch die Kraft der Sonne sei die Venus-Atmosphäre sehr gut zu sehen gewesen, sagte Hubertus Wöhl vom Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik. Die Beobachter hätten die Strahlung der Sonne genutzt, um die heiße Atmosphäre der Venus zu durchstrahlen. In dieser seien mittels spezieller Instrumente Anteile - etwa des häufigsten Gases Kohlendioxid - analysiert worden. Dieses Verfahren sei nur bei einem Venustransit möglich. Die bei der Beobachtung am Dienstagvormittag gesammelten umfangreichen Daten, Fakten und Bilder würden nun ausgewertet.

Schwesterplanet
Die Venus wird manchmal als der Schwesterplanet der Erde bezeichnet, weil sie einander in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich sind:
- Die Venus ist nur unwesentlich kleiner als die Erde (95% des Erddurchmessers, 80% der Erdmasse).
- Beide haben wenige Krater, ein Hinweis auf relativ junge Oberflächen.
- Ihre Dichten und chemischen Zusammensetzungen sind ähnlich.

Anders als die Erde ist der rötliche Planet jedoch sehr lebensfeindlich. Die undurchdringliche Venusatmosphäre besteht zu 96 Prozent aus Kohlendioxid. Ihr Treibhauseffekt heizt die Temperaturen auf bis zu 500 Grad Celsius auf, so dass an der Venusoberfläche sogar Blei schmilzt. Der Luftdruck ist 90 Mal so hoch wie auf der Erde, und Wolken konzentrierter Schwefelsäure hängen in der Luft, die den Blick auf die Venusoberfläche blockieren.

Michael Khan von der Europäischen Raumfahrtkontrollstation (ESOC) sagte: Ein solcher Vorbeizug sei für die Suche nach fernen Planeten interessant, die um andere Sterne kreisen. So werde das All mit Teleskopen nach eben solchen Phänomen abgesucht, die Rückschlüsse auf andere Sonnensysteme zuließen.

Zahlreiche Sternwarten, Planetarien und Institute hatten zu Aktionen mit Experten und professionellen Geräten eingeladen. So hatte die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie Beobachtungsstationen am Kahlenberg und vor dem Planetarium im Prater in Wien eingerichtet.

Die Venus als schwarzes Pünktchen hatte noch kein heute lebender Mensch gesehen, denn den letzten vorhergehenden Venustransit gab es vor 122 Jahren. Der nächste Venustransit am 5. Juni 2012 ist von Europa aus nur rund eineinhalb Stunden ab Sonnenaufgang zu beobachten, vollständig wird man ein solches Spektakel erst wieder am 8. Dezember 2125 sehen können.

Quelle: www.krone.at

didi
10.06.2004, 10:36
17 Verletzte bei Bomben-Anschlag auf ein Wohnhaus in Köln

Bei der Explosion einer Nagelbombe in Köln sind am Mittwoch 17 Menschen verletzt worden. "Eine Person ist lebensgefährlich verletzt", sagte eine Polizeisprecherin. Für einen politischen Hintergrund gab es keine konkreten Hinweise. Möglicherweise war die Bombe auf einem Fahrrad deponiert.

"Alles war voller Blut und Splitter"
"Es war ein Bild des Grauens. Alles war voller Blut und Splitter", erzählt Mehmet Harmanci. "Ich kann das alles überhaupt nicht glauben. Die Menschen kommen in die Keupstraße, um hier zu essen und einzukaufen - und jetzt müssen wir alle Angst haben. Nichts mehr wird so sein wie vorher." Der 24-Jährige hatte zum Zeitpunkt der Explosion am Döner-Grillspieß gestanden. "Plötzlich platzte mit einem lauten Knall die Schaufensterscheibe", berichtet er. Wie viele andere Augenzeugen rannte er sofort auf die Straße.

"Sein Arm war völlig verrenkt"
"Ich sah Menschen auf dem Bürgersteig liegen", schildert Kucuc Ziya: "Ein Mann hatte einen Arm völlig verrenkt und es gab eine zehn Zentimeter große, offen klaffende Wunde. Es dauerte wirklich lange, bis die Rettungsdienste vor Ort waren." Feuerwehrsprecher Stefan Lakenbrink beteuert dagegen, die Sanitäter seien innerhalb von zehn Minuten angekommen. Wegen des schweren Unglücks seien aber noch zahlreiche Krankenwagen nachgerufen worden: "Die mussten sich erst einmal im Berufsverkehr durch die halbe Stadt kämpfen."

Es gebe derzeit "keine Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Justizkreise in Nordrhein-Westfalen gehen jedoch davon aus, dass die Generalbundesanwaltschaft in Kürze die weiteren Ermittlungen übernehmen könnte. Die Kölner Polizei bestätigte dies nicht.

Drei Schwerverletzte
Bei der Explosion war ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Er schwebe aber einige Stunden nach der Detonation nicht mehr in Lebensgefahr. Drei Menschen wurden schwer verletzt.

Zum Tat-Motiv sagte eine Polizeisprecherin, man könne zurzeit gar nichts ausschließen. "Wir haben bislang noch keine Erkenntnisse über den Hintergrund und es ist auch noch kein Bekennerschreiben eingegangen."

Die Nagelbombe war möglicherweise auf einem Fahrrad deponiert. Das erfuhr die dpa in Düsseldorf aus zuverlässiger Quelle. Das Rad lag völlig zerstört vor einem Geschäft im Kölner Stadtteil Mülheim. Die Spezialisten von der Spurensicherung nahmen ihre Ermittlungen auf. Justiz- und Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen lassen sich nach Angaben ihrer Sprecher laufend über den Stand der Ermittlungen informieren.

Eine Sprecherin des Lagezentrums im NRW-Innenministerium sagte: "So wenig wir die Ursache kennen, können wir etwas über einen möglichen Täterkreis sagen." Die Bombe war in einem Wohn- und Geschäftsviertel explodiert, in dem viele türkische Läden sind. "Der Hintergrund der Tat liegt weiter im Unklaren. Es kann im Moment alles sein, es könnte auch ein Streit unter rivalisierende Türken sein", sagte ein Polizeisprecher.

Bilder der Verwüstung
Den größten Schaden gab es in einem Friseursalon im Erdgeschoss des Gebäudes sowie in einem daneben liegenden Geschäft. Auf der Straße lagen eine Vielzahl von langen Nägeln. Durch die Wucht der Explosion waren auch zahllose Glassplitter von zerstörten Fensterscheiben auf die Straße geschleudert worden. Die Detonation riss außerdem Fassadendekorationen und Teile einer Markise ab, die auf parkende Autos stürzten. Augenzeugen sprachen von einem "Wunder", dass in der engen Straße des Stadtteils Mühlheim mit vielen Läden nicht noch mehr Menschen zu Schaden gekommen sind.

Quelle: www.krone.at

didi
12.06.2004, 11:08
Sex-Skandal im Weißen Haus!

Der Fall "Monica Lewinsky" ist noch gar nicht so lange her, da erschüttert schon wieder ein veritabler Sex-Skandal das Weiße Haus. Und wieder war es eine Praktikantin, die sich an hochrangigen Mitgliedern der Bush-Administration "vergangen" hat.

Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Monica Lewinsky hielt die 26-jährige Jessica Cutler (Praktikantin von Mike DeWine, republikanischer Senator von Ohio) laut Berichten der US-Zeitschrift "National Enquirer" aber nicht lange hinter dem Berg mit ihren Informationen. In einem Web-Tagebuch berichtete sie Tag für Tag über ihre Liebesabenteuer und wieviel Geld sie dafür kassierte: "Wie soll ich denn von 25.000 Dollar im Jahr leben?", raunzt Jessica da und: "Ich bin mir sicher, dass im Kongress noch viel mehr Dealer und Huren herumlaufen."

Hochrangiger Bush-Vertrauer in Affäre verwickelt
Insgesamt nennt Jessica auf ihrer Homepage sechs Männer, mit denen sie regelmäßig Sex hatte und von denen sie auch Geld kassierte. Besonders brisant für den wahlkämpfenden Präsident Bush. An der Spitze der Liste steht "F: Verheirateter Mann, der mich für Sex bezahlt. Er ist der Chief of Staff einer Regierungs-Behörde. Wurde direkt von Präsident Bush ernannt."

Wer steht auf welchen Sex?
Damit aber noch nicht genug, listet Jessica in ihrem Web-Log auch die Vorlieben ihrer diversen Liebhaber minutiös auf: wer steht auf die Missionars-Stellung, wer auf Handschellen, wer ist Sodomist etc...

Web-Log für Freundinnen eingerichtet
Der Web-Log, unter dem Pseudonym "Washingtonienne" war ursprünglich nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht. Jessica: "Ich wollte damit Zeit sparen und nicht jedesmal e-mails an alle meine Freundinnen schicken. Es gibt da jede Menge Mädchen, die das selbe wie ich machen."

Jessica nur die Spitze des Eisbergs
Nachdem die Affäre Jessica aufgeflogen ist, hat sich der "National Enquirer" auf die Suche nach weiteren Edel-Prostituierten am "Capitol Hill" in Washington gemacht und - welch Wunder - natürlich auch gefunden. Ein Escort-Mädchen berichtet, dass sie im letzten Jahr durch Sex mit Kongress-Abgeordneten und Diplomaten allein 300.000 Dollar verdient hat. Angeblich sollen diverse Escort-Einrichtungen Dutzende Häuser rund um den Capitol Hill angemietet haben, die zu "Liebes-Nestern" für Politiker umfunktioniert wurden. Das Mädchen berichtet weiter von Lobbying-Parties, die von mächtigen Wirtschaftsbossen für die Politiker in Washington geworfen werden: "Da werden dann drei oder vier Politiker und einige Escort-Mädchen eingeladen. Nach dem Abendessen dürfen sich die Politiker dann ein Mädchen aussuchen".

Jessica gefeuert
Natürlich hat Jessica Cutler sofort nach Bekanntwerden der Affäre ihren Job verloren. Präsident Bush dürfte ob des neuen Skandals jedenfalls gehörig ins Schwitzen geraten - eine Sex-Affäre ist das Letzte, was der US-Präsident im Kampf um die Wiederwahl derzeit brauchen kann. Ein Dementi der ganzen Affäre gibt es von offizieller Seite übrigens nicht.

Quelle: www.krone.at

didi
12.06.2004, 19:50
Amerikaner sprang in den Grand Canyon
Mit einem Sprung aus dem Hubschrauber hat sich ein Mann bei einem Rundflug über dem amerikanischen Grand Canyon-Nationalpark das Leben genommen. Nach US-Medienberichten vom Freitag kamen der Pilot und vier weitere Passagiere unverletzt mit dem Schrecken davon.

Der Mann hatte sich vorab einen Sitzplatz neben der Tür reserviert, gab der Betreiber des Flugunternehmens bekannt. Während des Rundflugs am Donnerstag über dem Südrand der tiefen Schlucht habe der Passagier seinen Sicherheitsgurt gelöst, die Tür geöffnet und sei abgesprungen.

1.000-Meter-Absturz
Nach Angaben der Parkverwaltung stürzte er mehr als 1000 Meter in die Tiefe. Die Leiche wurde am Freitag in dem steilen Gelände gefunden. Die Identität des Mannes wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Hunderte von Touristen nehmen täglich an Aussichtsflügen mit Hubschraubern und Kleinflugzeugen über der spektakulären Canyon- Landschaft teil.


Quelle: www.krone.at

didi
12.06.2004, 19:59
Iraks Vize-Außenminister ermordet

Der stellvertretende Außenminister der irakischen Übergangsregierung ist am Samstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden. Bassam Kuba (im Bild rechts) sei gegen 8.30 Uhr Ortszeit in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, gab der Sprecher des Außenministeriums, Thamer El Adhami, in Bagdad bekannt.

Der Politiker war nach Angaben arabischer Fernsehsender auf dem Weg von seinem Haus im nördlichen Bagdader Bezirk Adamija zum Außenministerium im Zentrum der Hauptstadt, als sein Wagen beschossen wurde. Der Sender El Dschasira meldete, es seien mehrere Schüsse auf Bassam Kuba abgegeben worden. Sein Fahrer sei bei dem Anschlag verletzt worden.

Stellvertreter des Außenministers
Der 60 Jahre alte Politiker war einer von mehreren Stellvertretern von Außenminister Hoshiar Zebari. Der Karrierediplomat diente seinem Land in den neunziger Jahren als Botschafter in Peking, war zeitweise Chef der irakischen Mission bei den Vereinten Nationen und seit dem Amtsantritt der Übergangsregierung am 1. Juni Leiter der Abteilung für internationale Organisationen.

Zweiter Ministermord im selben Stadtteil
Der Stadtteil Adamija, wo der Schiit wohnte, ist ein zumeist von Sunniten bewohnter Stadtteil. Ebenfalls in Adamija war am vergangenen Mittwoch der stellvertretende Gesundheitsminister Ammar El Safar nur knapp einem Mordanschlag entgangen.

Harte Zeiten für Politiker
Im Irak sind in den vergangenen Monaten mehrere tödliche Anschläge auf Politiker verübt worden. Am 17. Mai starb der Präsident des provisorischen irakischen Regierungsrats, Isseddin Salim, in Bagdad bei einem Selbstmordanschlag auf seinen Autokonvoi. Der schiitische Politiker war nach der im September 2003 erschossenen Akila el Haschimi das zweite Regierungsratsmitglied, das einem Anschlag zum Opfer fiel. Am 1. Februar 2004 kam der Provinzgouverneur der nordirakischen Stadt Erbil, Akram Mintik, zusammen mit mehr als 100 Teilnehmern des islamischen Opferfestes im Hauptquartier der Kurdischen Demokratischen Partei bei einem Selbstmordanschlag um.

Tote in Nadschaf
Bei einem Angriff auf eine Polizeiwache in der irakischen Stadt Nadschaf sind am Samstag ein Polizist und zwei Aufständische getötet worden. Vier weitere Polizisten und drei der Angreifer wurden nach Angaben des Gouverneurs von Nadschaf, Adnan el Hafnawi, dabei verletzt. Die bewaffneten Angreifer hatten im Morgengrauen vergeblich versucht, die Polizeistation zu stürmen.

Angriffe mit Panzerfaust
In der rund 60 Kilometer nördlich von Nadschaf gelegenen Stadt Hilla wurde ein Mitglied der aufgelösten Baath-Partei Saddam Husseins nach Polizeiangaben von Unbekannten getötet. Der Mann starb am Morgen auf dem Weg zu einem Markt. In der nahe gelegenen Stadt Iskandarija wurde ein Stützpunkt des US-Militärs nach Polizeiangaben mit Panzerfäusten angegriffen. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden.

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didi
13.06.2004, 14:14
Sonde Cassini erreicht Saturn: erste Bilder

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Nach fast siebenjährigem Flug hat die europäisch-amerikanische Doppelsonde "Cassini-Huygens" am Freitag Phoebe, den äußersten Mond des Planeten Saturn, erreicht und erste spektakuläre Bilder übertragen. Die damit beginnende wissenschaftliche Arbeit im Saturn-System sei ein Meilenstein in der Weltraumforschung, teilte die US-Weltraumbehörde NASA in Washington mit.

Auf den ersten jemals gemachten Nahaufnahmen des nur 220 Kilometer großen Mondes sei eine von vielen Kratern zersetzte Oberfläche erkennbar, teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Freitag in Washington mit. Um 22.56 Uhr (MESZ) werde die Sonde dem mysteriösen Saturn-Mond am nächsten sein und in einer Entfernung von nur 2000 Kilometern vorbeifliegen.

Große Rätsel um Phoebe
Phoebe ist der äußerste der bislang bekannten 31 Monde des Planeten Saturn. Er ist etwa nur ein Fünfzehntel so groß wie der Erdmond. Weil Phoebe sehr dunkel ist und sich in eine andere Richtung dreht als die meisten anderen Saturn-Monde gibt er den Wissenschaftlern große Rätsel auf. "Wir sind nie zuvor so nah an einem so unregelmäßigen und wenig reflektierenden Mond eines Planeten gewesen. Wir sind auf Überraschungen vorbereitet", sagte Dale Cruikshank vom "Cassini"-Team.

Während des rund 30 Stunden langen Vorbeifluges sollen nach Angaben der NASA zweieinhalb Umdrehungen von Phoebe dokumentiert werden. Die Übertragung der Bilder aus 1,5 Milliarden Kilometer Entfernung zu Erde wird etwa 83 Minuten dauern.

Ziel: Ringplanet Saturn
Am 1. Juli wird die "Cassini-Huygens"-Sonde dann ihr eigentliches Ziel, den Ringplaneten Saturn erreichen. "Cassini" wird den nach Jupiter zweitgrößten Planeten in unserem Sonnensystem innerhalb von vier Jahren 76 Mal umkreisen. Das europäische Landegerät "Huygens" soll sich am 25. Dezember von der NASA-Trägersonde "Cassini" trennen und drei Wochen später auf dem Saturnmond Titan aufschlagen.

Die bislang jüngsten Bilder stammen nach NASA-Angaben von der Voyager 2-Sonde und wurden im September 1981 aus einer Entfernung von 2,2 Millionen Kilometer aufgenommen. "Dieses Mal sind die Bilder von dem mysteriösen Mond tausendfach besser, weil Cassini näher dran ist", sagte NASA-Wissenschaftler Torrence Johnson.

Nach Angaben der NASA erhoffen sich die Wissenschaftler von der Mission vor allem Aufklärung über die Zusammensetzung und die Herkunft des Mondes. Dabei wollen sie klären, ob der "seltsame Mond" Zeichen eines Schmelzprozesses oder Hinweise auf einen früheren Eiskörper offenbart.

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didi
14.06.2004, 17:44
Wieder blutiger Anschlag in Bagdad

Bei einem neuen verheerenden Autobombenanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Montag zwölf Zivilisten, darunter fünf ausländische Techniker, getötet worden. Die ausländischen Todesopfer sind nach Angaben des US-Zentralkommandos zwei Briten, ein Franzose, ein US-Bürger und ein Philippiner. 52 Iraker und zehn ausländische Vertragsarbeiter seien verletzt worden.

Der Schauplatz der Explosion bot ein Bild der Verwüstung. Augenzeugen berichteten, ein Selbstmordattentäter habe sich mit seinem Auto neben den Geländewagen der Ausländer gedrängt und dann den Sprengsatz gezündet. Der neue irakische Ministerpräsident Ijad Allawi erklärte, die getöteten Ausländer seien Techniker gewesen, die am Wiederaufbau der Stromversorgung gearbeitet hätten. Das Fahrzeug des Attentäters wurde nach Augenzeugenberichten mehrere Meter in die Luft geschleudert. Häuserfassaden und Geschäfte wurden beschädigt.

Schaulustiger Mob mit anti-US Parolen
Nach dem Anschlag umringte eine wütende Menge den ausgebrannten Wagen der Opfer. Dabei wurden anti-amerikanische Slogans skandiert. Umstehende machten die amerikanischen Besatzer für die Gewalttat verantwortlich. Einige junge Männer plünderten ein Alkoholgeschäft und warfen Bierdosen in das brennende Wrack.

Ministerpräsident: "Mit aller Härte gegen Attentäter"
Ministerpräsident Allawi erklärte, sein Kabinett werde mit Härte gegen alle vorgehen, "die Iraker, irakische Interessen oder die Freunde der Iraker angreifen". Der stellvertretende Bürgermeister von Bagdad, Karim el Dschaf, hatte zuvor in einem Interview mit der Zeitung "Al-Sabah" (Montagausgabe) gefordert, wegen der ausufernden Gewalt die Todesstrafe für ein halbes Jahr wieder einzuführen. Führende irakische Politiker hatten in den vergangenen Tagen die Befürchtung geäußert, die Gewalt werde in den zwei Wochen bis zur Machtübergabe an eine irakische Übergangsregierung noch zunehmen.

Britischer Minister im Irak
Unterdessen traf der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon zu einem Überraschungsbesuch bei den britischen Truppen in der südirakischen Stadt Basra ein. Das berichtete der Nachrichtensender El Arabija.

Gefangene Polizisten freigelassen
Die Miliz des radikalen Schiiten-Predigers Muktada el Sadr ließ am Montag in der Pilgerstadt Nadschaf mehrere Polizisten frei, die sie am vergangenen Freitag gefangen genommen hatte. Das bestätigte am Montag der Gouverneur von Nadschaf, Adnan el Hasnawi. Die "Mahdi- Armee" hatte die Männer bei einem Angriff auf eine Polizeistation entführt. Der Gouverneur forderte El Sadr auf, seine Milizionäre von den Straßen abzuziehen. Die US-Zivilverwaltung habe in einem Brief an schiitische Politiker Interesse an einem direkten Dialog mit El Sadr bekundet, erklärte er. Dies wurde von den Amerikanern jedoch zunächst nicht bestätigt.


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didi
14.06.2004, 20:02
Rotes Kreuz fordert Saddams Freilassung

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat den USA eine Frist zur Freilassung des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein gestellt. Saddam müsse entweder bis zum 30. Juni angeklagt werden oder aber freigelassen werden, wenn die USA und die neue irakische Regierung nicht internationales Recht brechen wollten, sagte IKRK-Sprecherin Nada Doumani der britischen Zeitung "The Guardian".

"Die Vereinigten Staaten betrachten Saddam Hussein als Kriegsgefangenen. Am Ende einer Besatzung müssen Kriegsgefangene freigelassen werden, falls man keine Strafanklage gegen sie erhebt", sagte die Sprecherin unter Berufung auf die Genfer Konventionen. Nach dem Bericht ist das Rote Kreuz im Vorfeld der Machtübergabe an die irakische Regierung Ende Juni zunehmend besorgt über die unklare rechtliche Lage dieser Tausenden von Gefangenen in US-Gewahrsam.

"Alle diese Menschen werden in einem gesetzlichen Vakuum gehalten. Ihre Rechte müssen gewährleistet sein", sagte Doumani weiter. Saddam und weitere führende Mitglieder seines Regimes sind nach den Angaben die einzigen Gefangenen mit Kriegsgefangenen-Status.


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didi
15.06.2004, 18:57
Saddam wird Irak übergeben!
Bereits in den nächsten zwei Wochen sei mit einer Übergabe Saddams an die Iraker zu rechnen, sagte Ministerpräsident Iyad Allawi am Montag dem arabischen TV-Sender Al Jazeera. Die USA sind nach irakischen Angaben bereit, der künftigen irakischen Regierung die Verantwortung für alle Gefangenen zu übergeben. Dazu gehöre auch Saddam Hussein. Aus US-Kreisen hieß es bisher dagegen, man wolle etwa 5000 besonders gefährliche Gefangene unter eigener Kontrolle behalten.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte den USA zuvor eine Frist zur Freilassung des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein gestellt. Saddam müsse entweder bis zum 30. Juni angeklagt werden oder aber freigelassen werden, wenn die USA und die neue irakische Regierung nicht internationales Recht brechen wollten, sagte IKRK-Sprecherin Nada Doumani der britischen Zeitung "The Guardian"."

Die Vereinigten Staaten betrachten Saddam Hussein als Kriegsgefangenen. Am Ende einer Besatzung müssen Kriegsgefangene freigelassen werden, falls man keine Strafanklage gegen sie erhebt", sagte die Sprecherin unter Berufung auf die Genfer Konventionen. Nach dem Bericht ist das Rote Kreuz im Vorfeld der Machtübergabe an die irakische Regierung Ende Juni zunehmend besorgt über die unklare rechtliche Lage dieser Tausenden von Gefangenen in US-Gewahrsam.

"Alle diese Menschen werden in einem gesetzlichen Vakuum gehalten. Ihre Rechte müssen gewährleistet sein", sagte Doumani weiter. Saddam und weitere führende Mitglieder seines Regimes sind nach den Angaben die einzigen Gefangenen mit Kriegsgefangenen-Status.

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didi
16.06.2004, 20:55
"Lasst meine Leute frei oder die Geisel stirbt"

Die Entführer eines US-Bürgers in Saudi-Arabien haben mit der Tötung ihrer Geisel gedroht, falls das Königshaus nicht bis zu diesem Freitag alle inhaftierten "Gotteskrieger" freilässt. Die saudische Regierung wies die Forderung zurück. "Wir verhandeln nicht mit Terroristen und Entführern", sagte der außenpolitische Berater der saudiarabischen Regierung, Adel el Dschubair, in der Nacht zum Mittwoch dem US-Sender CNN.

Ein Video mit dem Amerikaner Paul Johnson war am Dienstag auf einer Islamisten-Internetseite veröffentlicht worden. Es zeigt den entführten Mann, der offensichtlich in schlechter Verfassung ist, mit verbundenen Augen. In dem Video ist auch ein Bewaffneter zu sehen, der sich selbst als Abdelasis Issa el Mukrin, Chef des Terrornetzwerks El Kaida auf der arabischen Halbinsel, ausgibt.

"Ungläubige" raus
In der im Internet veröffentlichten Erklärung wird die Führung in Riad aufgefordert, alle Gefolgsleute der Terroristen aus den Gefängnissen in Hair, El Ruwais und Alischa zu entlassen. Außerdem müssten alle "Ungläubigen" die arabische Halbinsel binnen 72 Stunden verlassen. Geschehe dies nicht, werde Johnson getötet. Die Erklärung in arabischer Sprache ist mit "El Kaida auf der Arabischen Halbinsel" unterzeichnet. Eine Überprüfung ihrer Echtheit gibt es bislang nicht.

Geisel am Samstag entführt
Der 49-jährige Ingenieur, der für den US-Rüstungskonzern Lockheed Martin in Saudi-Arabien arbeitet, war am Samstag entführt worden. Am gleichen Tag wurde ein zweiter US-Bürger in Riad erschossen. Am Dienstag hatte die Polizei in Nord-Riad zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen. Über einen Zusammenhang zwischen der Festnahme und der Geiselnahme ist bisher nichts bekannt.

Saudi-Prinz fordert Mut ein
Der saudiarabische Kronprinz Abdullah appellierte unterdessen bei einem Treffen mit Intellektuellen an seine Landsleute, sich den Terroristen mutig entgegen zu stellen. Die Terroristen haben erst behauptet, es ginge nur um die Ausländer, ... doch die Ausländer stehen unter dem Schutz des saudiarabischen Volkes... außerdem greifen sie nun auch Sicherheitskräfte an, die zu den Söhnen unseres Volkes gehören", erklärte der Kronprinz.


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didi
17.06.2004, 20:07
Dreifacher Mord: Marc Dutroux ist schuldig

Der belgische Kinderschänder Marc Dutroux muss wegen dreifachen Mordes mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Dutroux ermordete Mitte der 90er Jahre zwei damals 17 und 19 Jahre alte Mädchen und seinen früheren Komplizen Bernard Weinstein, urteilte das Schwurgericht am Donnerstag im südbelgischen Arlon.

Das Gericht sprach den 47 Jahre alten Dutroux in fast allen Punkten der Anklage für schuldig. Er ist als früherer Chef einer kriminellen Bande für die Entführung und Misshandlung von sechs Mädchen im Alter von 8 bis 19 Jahren verantwortlich, entschieden die zwölf Geschworenen am vierten Tag ihrer Beratungen.

Mit der Hand am Herz
Die Vorsitzende der Jury trug mit der Hand auf dem Herzen und mit fester Stimme etwa 30 Minuten lang das Votum vor. Die Angeklagten sollten erst anschließend von einem Gerichtsschreiber von dem Urteil erfahren. Über das Strafmaß werden die Geschworenen zusammen mit drei Berufsrichtern voraussichtlich erst in der nächsten Woche urteilen.

Auch Dutroux-Ex schuldig
Auch die mitangeklagte frühere Ehefrau von Dutroux, Michelle Martin, und Dutrouxs Komplize Michel Lelièvre müssen mit langen Haftstrafen rechnen. Ihnen wurde ebenfalls die Entführung, Freiheitsberaubung und Misshandlung der Mädchen zur Last gelegt.

Noch ein Komplize schuldig gesprochen
Der vorbestrafte Geschäftsmann Michel Nihoul wurde wegen Menschenhandels schuldig gesprochen und muss damit mit einer mindestens zehnjährigen Haft rechnen. In der Hauptsache, der mehrfachen Mädchenentführung, kam das Gericht zunächst zu keiner Entscheidung. Sieben Laienrichter waren der Auffassung, dass Nihoul Dutroux bei seinen Taten half. Fünf Geschworene stimmten bei entsprechenden Frage mit "Nein". In diesem Fall müssen die drei Berufsrichter ihre Stimme in die Waagschale werfen und eine Entscheidung herbeiführen. Nihoul galt in dem Verfahren als Dutrouxs Verbindungsmann zu Kinderschänder-Ringen.

Mega-Prozess fast abgeschlossen
Der seit 1. März dauernde Prozess, der weit über die Grenzen Belgiens Wellen schlug, ist damit fast abgeschlossen. Die Geschworenen urteilten in 243 Einzelfragen über Schuld oder Unschuld der vier Beschuldigten. Die Laienrichter hatten seit Montag unter strenger polizeilicher Abschirmung in einer Kaserne in der Nähe Arlons über den Fragenkatalog beraten.

Im Mittelpunkt stand der Mordvorwurf. Die Laienrichter waren überzeugt, dass Dutroux zwischen 1995 und 1996 die damals 17 Jahre alte An Marchal und die 19 Jahre alte Eefje Lambrecks umbrachte. Die Leichen der Mädchen waren später vergraben auf einem Grundstück von Dutroux gefunden worden.

So funktioniert das Geschworenen-Urteil
Als erwiesen galt die Schuld, wenn mindestens acht der zwölf Geschworenen sich darüber einig waren. Nur wenn das geheime Votum der Volksjury mit sieben zu fünf Stimmen knapper ausfiel, mussten anschließend auch die drei Berufsrichter beraten. Eine Abstimmung der Geschworenen im Verhältnis sechs zu sechs galt als Freispruch des Beschuldigten beim jeweiligen Anklagepunkt.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Entführung von sechs Mädchen, von denen vier qualvoll in ihrer Gefangenschaft starben. Dutroux, ein vorbestrafter Entführer und Vergewaltiger, hatte die Mordvorwürfe bestritten.

Eltern der Dutroux-Opfer erleichtert über Urteil
Nach dem Urteil des Schwurgerichts von Arlon gegen den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux und drei weitere Täter haben sich Eltern der Opfer erleichtert gezeigt. Betty Marchal, die Mutter der von Dutroux ermordeten An Marchal, sagte am Donnerstag in Arlon: "Wir sind glücklich, wenn man das so sagen kann."

Der Vater, der von Dutroux ebenfalls umgebrachten Eefje Lambrecks, Jean, äußerte sich zufrieden und begrüßte vor allem, dass Dutrouxs Ex-Ehefrau Michelle Martin zur Rechenschaft gezogen wurde.

Die Mutter von Laetitia Delhez, Patricia Martin, lobte die ruhige und unaufgeregte Atmosphäre im Gerichtssaal. Mit Blick auf die Antworten der Volksjury zu den Schuldfragen sagte sie: "Viele "Ja" - das freut einen." Laetitia hatte ihre Gefangenschaft in Dutrouxs Keller überlebt.


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didi
18.06.2004, 16:56
USA hätten 9/11-Flugzeuge abschießen können!

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Die vier am 11. September 2001 entführten Flugzeuge hätten vor den Einschlägen im World Trade Center und im Pentagon abgeschossen werden können. Voraussetzung wäre gewesen, dass die Flugaufsichtsbehörde die Luftwaffe rechtzeitig informiert hätte, sagte Luftwaffen-General Ralph Eberhart vor der Kommission zur Untersuchung der Terroranschläge in Washington. Die Kommission kritisierte Zivil- und Militärbehörden, die überhaupt nicht vorbereitet gewesen seien und kopflos reagiert hätten.

Am letzten Tag der Anhörungen war erstmals die Stimme des Flugzeugentführers Mohammed Atta an Bord einer der Maschinen zu hören. "Wir haben einige Flugzeuge in unserer Gewalt", sagte Atta damals. "Wenn Sie irgendetwas tun, gefährden Sie sich selbst und das Flugzeug." Das Band wurde von der Flugüberwachung aufgezeichnet. "Wenn Sie irgendetwas tun, gefährden Sie sich selbst und das Flugzeug." Atta gilt als Anführer der 19 Männer, die an dem Tag vier Maschinen entführten. Er lebte vorher in Hamburg. Atta lenkte die erste Maschine in das World Trade Center.

Verbindung Osama - Saddam?
Trotz gegenteiliger Ergebnisse der Kommission ist US-Präsident George W. Bush weiter davon überzeugt, dass zwischen dem irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk El Kaida Beziehungen bestanden. Das war einer der Hauptgründe, die Bush für den Irak-Krieg genannt hatte. So hätten sich irakische Geheimdienstleute mit El-Kaida-Chef Osama bin Laden getroffen, sagte Bush nach einer Kabinettssitzung in Washington. Zudem habe Saddam zahlreichen anderen Terroristen wie dem Palästinenser Abu Nidal Unterschlupf und Unterstützung gewährt. Die Kommission hatte für eine solche Verbindung keinerlei Belege gefunden.

Nach Angaben von General Eberhart war die Luftwaffe nur wenige Minuten vor den Einschlag der ersten Maschine im World Trade Center alarmiert worden. Die Kampfflugzeuge seien 153 Meilen entfernt gewesen. Heute könne die Luftwaffe in einem ähnlichen Fall wesentlich früher intervenieren.

Wertvolle Zeit verloren
Hart ging die Kommission mit dem Kommando der US-Luftverteidigung NORAD und der Luftfahrtbehörde FAA ins Gericht. Wertvolle Minuten seien zwischen der ersten Entführung und dem von Passagieren herbeigeführten Absturz der vierten Maschine fast eine Stunde später vergangen. Verwirrung in FAA und NORAD hätten zu Verzögerungen bei der Entsendung von Kampfjets zum Abfangen der Flugzeuge geführt.

Militär zu spät verständigt
Nach den Erkenntnissen der Kommission schaltete die FAA das Militär viel zu spät ein. Fluglotsen erkannten am 11. September um 08.21 Uhr, dass etwas mit dem Flug American Airlines 11 nicht stimmte. NORAD erfuhr davon aber erst um 09.03 Uhr, als die Maschine ins World Trade Center raste. Die Maschine mit der Flugnummer American Airlines 77, die die Terroristen ins Pentagon lenkten, flog 36 Minuten unentdeckt in Richtung Washington, obwohl die Maschine auf dem Weg nach Los Angeles hätte sein müssen.

Vizepräsident Richard Cheney befahl das Eingreifen des Militärs in allen vier Entführungsfällen an. Doch die Luftwaffe erreichte der Befehl erst um 10.30 Uhr, nachdem die vierte entführte Maschine bereits auf einem Feld in Pennsylvania abgestürzt war.

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didi
18.06.2004, 16:57
Die versteckten Terror- Gefängnisse der USA

Die USA unterhalten nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights First weltweit geheime Gefängnisse für Terrorverdächtige. Wie die Organisation am Donnerstag in Washington mitteilte, gibt es insgesamt mehr als zwei Dutzend spezielle Einrichtungen für solcher Verdächtige. Mindestens die Hälfte dieser Gefängnisse würde in vollständiger Geheimhaltung operieren.

Diese Zahl basiere auf eigenen Quellen und Medienberichten. Die Gefängnisse gebe es unter anderem im Irak, in Afghanistan, Pakistan, Jordanien sowie auf US-Kriegsschiffen.

Aufforderung an Bush
Die Organisation ruft die Regierung von US-Präsident George W. Bush auf, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sofort Zugang zu allen im Rahmen des Krieges gegen den Terrorismus Festgehaltenen zu gewähren. Dem Roten Kreuz und dem Kongress müssten alle Standort dieser Einrichtungen mitgeteilt werden. Die Geheimhaltung mache "unangemessene Haftbedingungen und Missbrauch nicht nur wahrscheinlich, sondern unvermeidlich", heißt es in dem Bericht von Human Rights First. Human Rights First ist der neue Name der Anwälteorganisation Lawyers Committee for Human Rights, die sich nach eigenen Angaben seit etwa 25 Jahren mit Menschenrechtsfragen befasst.

Widerspruch zur Genfer Konvention
Das US-Verteidigungsministerium hatte am Donnerstag eingeräumt, dass die USA seit Oktober im Irak einen mutmaßlichen Terroristen unter strikter Geheimhaltung festhalten. Das IKRK, das sich um das Wohlergehen von Gefangenen kümmert, sei nicht informiert worden, gab das Pentagon zu. Auch erhielt der Gefangene keine Identifikationsnummer. Beides steht im Widerspruch zu den Genfer Konventionen über die Behandlung von Kriegsgefangenen.

Statement von Rumsfeld
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verteidigte das US-Verhalten. Die Gründe dafür könne er öffentlich nicht nennen. Es sei aber nicht darum gegangen, das IKRK von dem Gefangenen fern zuhalten. Nach Angaben von Pentagon-Sprecher Bryan Whitman ordnete Rumsfeld die geheime Gefangenschaft auf Ersuchen von CIA-Direktor George Tenet an. Der Geheimdienstchef habe darum gebeten, dem Häftling keine Seriennummer zu geben, solange die CIA damit beschäftigt sei, den präzisen "Status" des Mannes zu bestimmen. Whitman zufolge wird vermutet, dass er ein hochrangiges Mitglied der radikalen Gruppe Ansar el Islam ist und an Anschlägen gegen die US-Streitkräfte im Irak beteiligt war.

Quelle: www.krone.at

didi
19.06.2004, 15:32
US-Geisel in Saudi-Arabien geköpft

Der Chef der El Kaida in Saudi-Arabien, Abdulasis al-Mukrin, ist am frühen Samstagmorgen getötet worden. Er hatte sich zur Entführung und Enthauptung der amerikanischen Geisel Paul Marshall Johnson bekannt. Dem in Saudi-Arabien entführte US-Bürger haben die Entführer mit einem großen Messer den Kopf abgeschnitten. Sie veröffentlichten das grauenhafte Video auf ihrer Website.

Weiters veröffentlichten die Entführer auf ihrer Website drei schreckliche Fotos des Leichnams. Man sieht Paul Johnsons Körper, auf dem Rücken liegend. Er trägt ein oranges, zerfetztes Hemd. Auf seiner Brust liegt sein abgetrennter Kopf, das Messer steckt mit der Spitze in seiner Stirn. Auf dem zweiten Bild hält einer der Entführer Johnsons Kopf an den Haaren in die Höhe. Das letzte Foto zeigt Johnsons Körper in einer Blutlache, der abgetrennte Kopf liegt auf dem Rücken des 49-Jährigen.

Mehrere Terror-Verdächtige getötet
Der mutmaßliche Hauptverdächtige und Führer des Terrornetzwerkes El Kaida in Saudi- Arabien, Abdulasis Issa Abdelmohsin el Mukrin, wurde nach Informationen von El Arabija von Sicherheitskräften getötet. Zudem seien bei dem Feuergefecht in Riad drei andere Terror-Verdächtige getötet worden. Der Fernsehsender El Arabija berichtete, Sicherheitskräfte hätten Johnsons Leiche im Osten der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gefunden.

Bush: "Das ist kaltblütiger Mord"
US-Präsident George W. Bush bezeichnete die Tat als kaltblütigen Mord. Bei einer Wahlkampfveranstaltung erklärte er, für die Enthauptung gebe es keine Rechtfertigung. Die Täter würden verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. US-Vizepräsident Richard Cheney sagte, die Vereinigten Staaten würden einen Mörder nach dem anderen zur Strecke bringen. Außenminister Colin Powell zeigte sich zuversichtlich, dass Saudi-Arabien seine Anstrengungen zur Verfolgung von Terroristen verdoppeln werde. Zuvor hatte die US-Regierung ihren Bürgern dringend geraten, Saudi-Arabien zu verlassen.

"Wir werden die Mörder finden"
Auch Saudi-Arabien will die Mörder Johnson und deren Hintermänner zur Strecke bringen. Das kündigte Botschaftssprecher Adel el Jubair am Freitag in Washington. Jubair machte zugleich deutlich, dass die Gräueltat nichts mit dem Islam zu tun habe. "In unserer Religion gibt es keine Rechtfertigung für die Verletzung von Unschuldigen", sagte er. Nach den Worten Jubairs hatten in den vergangenen Tagen rund 15.000 Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Riad nach Johnson gesucht. Jetzt werde die Suche nach den Tätern und Hintermännern fortgesetzt. Die Leiche Johnsons wurde nach Angaben von Jubair in einer abgelegenen Gegend im Norden Riads gefunden. Jetzt solle bei den forensischen Untersuchungen geklärt werden, wann der 49-Jährige getötet worden sei.

"Lasst meine Leute frei, oder die Geisel stirbt"
Die Entführer, die nach eigener Darstellung zum Al-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden gehören, hatten am Mittwoch damit gedroht, den 49 Jahre alten Ingenieur einer US-Rüstungsfirma an diesem Freitag zu töten, sollte das saudiarabische Königshaus nicht alle mutmaßlichen Extremisten aus den Gefängnissen entlassen. Außerdem sollten alle "Ungläubigen" die Arabische Halbinsel verlassen. Das saudiarabische Königshaus hat Verhandlungen mit den Terroristen offiziell ausgeschlossen.

"Bitte lasst Paul frei"
Familienangehörige des Entführten hatten am Mittwoch im US-Nachrichtensender die Geiselnehmer gebeten, Johnson freizulassen. Er war am vergangenen Samstag in Riad entführt worden. In der zentralen Moschee der Pilgerstadt Mekka hatte der Imam die Entführer beim Freitagsgebet indirekt gebeten, der US-Geisel nichts anzutun.

Schon 2. US-Geisel enthauptet
Johnson ist bereits der zweite Amerikaner, der binnen sechs Wochen von Islamisten enthauptet wurde. Anfang Mai hatten vermummte Entführer im Irak den US-Bürgers Nicholas Berg (26) vor laufender Kamera auf diese Weise getötet.

Vermehrt Ausländer im Visier islamistischer Terroristen
Seit einigen Wochen sind auch in Saudi-Arabien zunehmend Ausländer ins Visier islamistischer Terroristen geraten. Am Pfingstwochenende waren bei einem Terrorüberfall und einer anschließenden Geiselnahme in der Erdölstadt El Chobar 22 Menschen getötet. Am 6. Juni erschossen Terroristen in Riad einen irischen Kameramann und verletzten einen Korrespondenten des britischen Senders BBC schwer. Zwei Tage später wurde in Riad ein Amerikaner ermordet.

Quelle: www.krone.at

didi
21.06.2004, 08:11
Todesstrafe für Saddam Hussein?

Der US-Zivilverwalter verfügte zwar, dass es keine Todesstrafe für Saddam Hussein geben soll, doch nach der Übergabe der Souveränität an den Irak könnte ein Prozess gegen den Ex-Diktator dennoch mit dem Todesurteil enden.

Die neue irakische Regierung sei befugt, die Todesstrafe einzuführen. Nach dem 30. Juni sollen Saddam Hussein und andere irakische Gefangene schnell der neuen Regierung übergeben werden.

Salam Tschalabi, Beauftragter für die Einsetzung eines Kriegsverbrechertribunals, sagte, es hätten sich bereits Hunderte gemeldet, um gegen den Ex-Diktator auszusagen. Dem gestürzten irakischen Präsidenten droht dann die Hinrichtung, denn die neue irakische Regierung sei befugt, die von Bremer verfügte Aussetzung der Todesstrafe zu beenden.

Quelle: www.krone.at

didi
21.06.2004, 08:15
Geheimdienste: Terror in Urlaubsländern

Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, gehen westliche Geheimdienste davon aus, dass in zahlreichen beliebten Urlaubsländern die Terrorgefahr bedeutend steigt.

Die Bedrohung durch islamistische Terroristen sei nicht mehr nur in Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien oder Jemen groß. Immer mehr rücken auch beliebte Urlaubsländer wie Frankreich, Spanien, Italien, großbritannien, Polen, Dänemark und die Türkei ins Visier der Terroristen. Ebenso sei in Spanien die Gefahr "hoch"; der Abzug der spanischen Truppen aus dem Irak habe keinerlei Entspannung der Situation gebracht.

Als "hoch gefährlich" wurden von den westlichen Geheimdiensten Fernreiseziele wie Thailand, Indonesien, die Philippinen und Australien eingestuft. Kanada, Tunesien und Ägypten wurden nur mit der Gefährdungsstufe "mittel" belegt.

Als größte Bedrohung werde das Terror-Netzwerk Al Kaida gesehen, das seinen Kampf gegen "Ungläubige" - trotz zahlreicher Fahndungserfolge - unvermindert fortsetzt.

Quelle: www.krone

didi
21.06.2004, 23:02
Erfolgreiche Premiere für 1. privates Raumschiff
Das Raketenflugzeug "SpaceShipOne" ist am Montag als erstes privat finanziertes Raumflugzeug in den Orbit geflogen. Das Flugzeug habe inoffiziell eine Höhe von 100 Kilometer erreicht, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Montag im kalifornischen Mojave. Eine offizielle Bestätigung der Edwards Air Base lag nach Abschluss des anderthalb Stunden langen Fluges bis zum Abend noch nicht vor.

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Jedoch sprach Pilot Mike Melvill nach der Rückkehr zur Erde davon, was für eine herrliche Sicht er aus 62 Meilen Höhe (rund 100 Kilometer) gehabt habe. Sollte diese Höhe offiziell bestätigt werden, darf sich der 62-Jährige erster ziviler Astronaut nennen.

"Religiöse Erfahrung"
Melvill beschrieb die Minuten an der Schwelle zum Weltall als "religiöse Erfahrung". Die Geräusche nach Zünden der Triebwerke in einer Höhe von 16 Kilometern vergleich er mit dem unglaublichen rasenden Sound eines herannahenden Hurrikans. Wie in einer bilderbuchreifen Inszenierung war "SpaceshipOne" nach dem 80 Sekunden langen Zünden senkrecht und mit einem Kondensstreifen an der aufgehenden Sonne über der kalifornischen Mojave-Wüste vorbei in den Himmel gerast.

Jetzt Weltraumtourismus?
Der Flug und ein erfolgreicher Test der Technologie gelten in Fachkreisen als Durchbruch auf dem Weg zum privat organisierten Weltraumtourismus. Hinter dem Projekt stehen die Raumfahrtlegende Burt Rutan (60) und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (51). Rutan schwebt vor, "in den kommenden zehn Jahren Normalsterbliche zum Preis einer Luxuskreuzfahrt mit einem Raketenflug in den schwarzen Himmel über die Erdatmosphäre zu schicken".

Rutan und Allen können sich jetzt große Hoffnungen auf den Gewinn des prestigeträchtigen "Ansari X Preises" machen. Die zehn Millionen Dollar Preisgeld bekommt derjenige, der bis Januar kommenden Jahres innerhalb von zwei Wochen zwei Mal mit dem selben Raumflugzeug drei Personen in eine Höhe von 100 Kilometer transportiert. Diese Höhe wurde von der Internationalen Luftsportföderation in Lausanne in der Schweiz als Beginn des Weltalls festgelegt.

Tausende Schaulustige
Tausende von Schaulustigen und mehr als 500 Journalisten aus aller Welt hatten sich am frühen Montagmorgen auf dem Mojave- Flughafen eingefunden und auf mitgebrachten Klappstühlen wie in einem Kino den Bilderbuchstart um 6.47 Uhr Ortszeit (15.47 MESZ) verfolgt.

"Risiko ist gut"
Der Direktor des Mojave-Airports Stuart Witt sagte vor dem Start, es sei ein Risiko, "aber wir leben in einem Land, in dem Risiko eine gute Sache ist".

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 17:26
Britischer Fan in Portugal erstochen

Ein englischer Fußball-Fan ist am Dienstag in Lissabon erstochen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Ukrainer als Tatverdächtiger festgenommen. Der Zwischenfall ereignete sich im Zentrum der portugiesischen Hauptstadt. Zu gewalttätigen Ausschreitungen kam es nach England - Kroatien auch in Wien...

Englischer Fan tot
Das Tatmotiv sei vermutlich ein Raub, sagte eine Polizeisprecherin. Der Vorfall habe mit der Fußball-Europameisterschaft nichts zu tun. Der Messerstecher habe vermutlich den 27-jährigen Engländer auszurauben versucht. Das Opfer erlitt einen Stich ins Herz und erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, der Tatverdächtige stamme aus Kroatien. Diese Angabe wurde nun korrigiert. Am Vorabend hatte England bei der Fußball-EM in Lissabon 4:2 gegen Kroatien gewonnen.

Kroaten randalieren in Wien - Polizisten verletzt
Rund 500 kroatische Fußball-Fans haben am späten Montagabend in Wien aus Enttäuschung über das Ausscheiden ihrer Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Portugal randaliert. Nach Polizeiangaben stoppten sie den Verkehr auf einer wichtigen Ausfallstraße und warfen mit Flaschen, Sesseln und Knallkörpern. Vier Polizisten wurden verletzt, zwei Fans festgenommen.

Engländer feierten friedlich
Englische Fußball-Fans haben den Einzug ihrer Mannschaft ins Viertelfinale der Europameisterschaft in Portugal friedlich gefeiert. Nach Medienberichten kam es in der Nacht zum Dienstag nach dem 4:2-Sieg Englands über Kroatien in Lissabon zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Auch in Albufeira an der Algarve, wo Tausende von Engländern das Spiel in Kneipen am TV- Bildschirm verfolgten, blieb die Lage friedlich.

Die Siegesfeiern der Engländer in Portugal waren insgesamt weniger überschwänglich als erwartet. Beobachter führten dies darauf zurück, dass viele Zuschauer nach der Partie im Estádio da Luz in Lissabon mit Bussen und Zügen in ihre Hotels zurückkehrten.

Leuchtrakete sorgte kurz für Aufregung
Kurz vor Beginn des Spiels war es zu einem Zwischenfall in einer U-Bahn-Station in Lissabon gekommen. Fans zündeten eine Leuchtrakete und aktivierten damit den Feueralarm. Damit lösten sie unter Fahrgästen eine Panik aus. Die Polizei brachte die Situation aber rasch wieder unter Kontrolle.

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didi
23.06.2004, 01:25
Dutroux muss lebenslang hinter Gitter

Der belgische Mädchenmörder Marc Dutroux muss seine Taten bis zum Tod hinter Gittern büßen. Fast auf den Tag genau neun Jahre nach dem Beginn seiner Entführungsserie, die vier Mädchen das Leben kostete, verurteilte das Schwurgericht von Arlon den 47-Jährigen am Dienstag zu lebenslanger Haft. Seine Ex-Frau Michelle Martin bekam als Mittäterin 30 Jahre Gefängnis. Sein Komplize Michel Lelièvre wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Der vierte Verurteilte, Michel Nihoul, kam mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren davon. Er war des Handels mit Drogen und Menschen schuldig gesprochen worden, nicht jedoch der Beteiligung an den Entführungen mit Todesfolge. Nihoul galt lange als möglicher Verbindungsmann Dutrouxs zu Kinderschänder-Ringen.

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Mitte der 90er Jahre hatten Fahnder die Leichen von vier ermordeten Mädchen gefunden sowie zwei überlebende Kinder im Kellerverlies eines Dutroux-Hauses entdeckt. Zudem wurden zahlreiche Ermittlungspannen seit dem Verschwinden der beiden ersten Kinder, Julie und Mélissa, am 24. Juni 1995 bekannt. Dies hatte das Vertrauen vieler Belgier in Justiz und Polizei schwer erschüttert.

Vorzeitige Entlassung ausgeschlossen
Mit dem Strafmaß für Dutroux folgten Richter und Geschworene voll dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil schließt eine vorzeitige Entlassung des wegen dreifachen Mordes Verurteilten praktisch aus. Dafür wäre nach belgischem Recht die Zustimmung einer speziellen Kommission nötig, doch niemand hält dies angesichts der Tragweite der Taten und der öffentlichen Reaktion für vorstellbar. Das Gericht verabschiedete wegen Dutrouxs Gefährlichkeit für die Gesellschaft auch eine Zusatzklausel, die es der Regierung erlauben würde, Dutrouxs Haft um zehn Jahre über ein - theoretisches - Freilassungsdatum hinaus zu verlängern.

Keine sichtbare Gefühlsregung
Dutroux leugnete seine schlimmsten Taten bis zum Schluss. In seiner letzten Wortmeldung vor dem Schwurgericht sagte der verurteilte Entführer und Vergewaltiger am Dienstag, er habe mit dem gewaltsamen Tod zwei der Mädchen und seines Komplizen nichts zu tun. Für diese drei Morde war er in der vergangenen Woche schuldig gesprochen worden. Das Urteil zum Strafmaß nahm er am Dienstag äußerlich unbewegt auf. Auch seine Mittäter zeigten keine sichtbare Gefühlsregung.

Komplizen zeigen Reue
Martin äußerte in ihren letzten Worten vor der Strafzumessung erneut ihr Bedauern über die Taten. Lelièvre, der bei den Entführungen geholfen hatte, sagte seinen Richtern: "Wie auch immer die Strafe ausfällt, die sie mir auferlegen, ich werde sie akzeptieren." Bei ihm blieb das Gericht mit der Verurteilung zu 25 Jahren Haft um 5 Jahre unter dem Antrag der Ankläger.

Nihoul beklagt sich
Für den vorbestraften Betrüger Nihoul hatten die Staatsanwälte mindestens zehn Jahre Gefängnis verlangt, verurteilt wurde er zu fünf Jahren. Nihoul hatte seine Richter um Milde gebeten. Sein Verteidiger erklärte, bei einer Verurteilung wegen Drogenhandels würden in vergleichbaren Fällen allenfalls drei Jahre Haft verhängt. Nihoul klagte, er müsse bereits acht Jahre mit dem Makel leben, als Kinderschänder und Verbindungsmann zu einem Netzwerk verdächtigt zu werden. Das Gericht hatte ihn von diesem Vorwurf freigesprochen.

Keine neuen Details
Dutroux bestritt außer den Morden an den Teenagern An und Eefje auch, die beiden jüngsten Entführungsopfer Julie und Mélissa vergewaltigt zu haben. "Mein Kampf ist nicht beendet", kündigte der verurteilte Mörder an. Neue Angaben zum Hintergrund der Verbrechen, die sein Anwalt Ronny Baudewyn ihm noch nahe gelegt hatte, machte Dutroux nicht. Die Dutroux-Verteidiger haben erklärt, sie rechneten mit weiteren Enthüllungen in einem Folgeprozess. Der Schuldspruch des Schwurgerichts ist jedoch endgültig.

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didi
24.06.2004, 19:52
Mehr als 100 Tote bei Gewalt-Orgie im Irak

Eine Woche vor der geplanten Machtübergabe an die Übergangsregierung hat eine brutale Anschlag-Serie mit rund 100 Toten den Irak erschüttert. Vertreter der US-geführten Besatzungstruppe sprachen in Bagdad von "abgestimmten Aktionen" besatzungsfeindlicher Kräfte - mit dem Ziel, die für kommenden Mittwoch geplante Übergabe der Macht an die neue irakische Übergangsregierung zu torpedieren.

Allein bei der Explosion von fünf Autobomben in der nordirakischen Stadt Mosul starben nach offiziellen Angaben etwa 50 Menschen. Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden, hieß es. Da sich die Attacken vor allem gegen Polizeiwachen richteten, waren viele Polizisten unter den Opfern. Bei offensichtlich koordinierten Angriffen auf Polizeistationen im westirakischen Ramadi und in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba waren zuvor laut Augenzeugen 29 Menschen ums Leben gekommen.

Bei einer Bombenexplosion an einer irakisch-amerikanischen Straßensperre in Bagdad starben sechs Iraker und ein US-Soldat. Bei einem Angriff von Unbekannten auf eine Straßensperre in der Schiiten-Stadt Nadschaf wurde ein Polizist getötet, zwei weitere verletzt. Ein Iraker starb nach Krankenhaus-Angaben in El Latifija südlich Bagdads, als ein Sprengsatz explodierte.

Attentate gegen US-Konvois
Am Morgen hatten sich amerikanische Truppen nach mehreren Sprengstoffattacken gegen US-Konvois im Süden und Osten der westirakischen Stadt Falludscha heftige Kämpfe mit Aufständischen geliefert. Dabei sollen nach Angaben des irakischen Fernsehens 20 Iraker getötet worden sein. Von den Moscheen der Stadt aus wurden die Einwohner aufgerufen, sich an den Anfang Mai ausgehandelten Waffenstillstand mit den Amerikanern zu halten.

Die US-Marineinfanterie betonte, sie habe nur "auf Angriffe von Aufständischen reagiert". Augenzeugen berichteten, Aufständische hätten im Osten der Stadt einen US-Militärhubschrauber mit einer tragbaren Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die US-Armee sprach von einer "Notlandung". Am Mittag verhandelten Stammeschefs aus Falludscha mit den Amerikanern. Danach kehrte wieder Ruhe ein.

Bis an die Zähne bewaffnet
Einer der schlimmsten Tage des Nachkriegs-Iraks begann im Morgengrauen in Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad. 150 schwarz gekleidete Kämpfer tauchten mit ihren Autos am Stadtrand auf, bis an die Zähne bewaffnet mit Panzerfäusten, Mörsern und Automatikgewehren. Wahrscheinlich kamen sie aus Falludscha, dem sunnitischen Unruheherd, 70 Kilometer westlich von Bagdad. Beim Straßenkreuz am Ortseingang überwältigten sie zunächst eine US-Patrouille und überfielen eine Polizeiwache mit angeschlossenem Ausbildungszentrum.

19 Polizisten niedergemetzelt
Die meisten Beamten und Rekruten erwischte es noch im Schlaf oder im Nachthemd. 19 von ihnen wurden, wie Bewohner der Stadt schaudernd berichteten, buchstäblich niedergemetzelt. Dann schwärmte der Trupp in die Stadt aus. Die Schwarzhemden griffen das Gouverneursamt und die Polizeihauptwache an, das Haus des Polizeichefs steckten sie in Brand. Sie wandten die klassische Guerilla-Taktik des Zuschlagens und Wegrennens an: Nach wenigen Stunden war der Spuk vorbei, die Angreifer waren verschwunden. Die Amerikaner bombardierten zwar noch Gebäude im Industriegebiet am Fußballstadion, wohin sich etwa 30 Aufständische zurückgezogen hatten, aber zunächst war nicht klar, wie viele von ihnen damit außer Gefecht gesetzt wurden.

"Abgestimmte Aktionen"
US-Militärvertreter sprachen in Bagdad von "abgestimmten Aktionen" der besatzungsfeindlichen Kräfte. Ihr Ziel ist es, die am kommenden Mittwoch (30. Juni) geplante formale Übergabe der Macht an die neue irakische Übergangsregierung zu vereiteln. Beobachter befürchten, dass das Inferno am Donnerstag lediglich der Auftakt zu noch größeren Aktionen gewesen sein könnte. Ihren Kampf begründen die fanatischen Rebellen mit wirren religiösen Vorstellungen, aber auch damit, dass die US-Besatzung am 30. Juni nicht wirklich enden würde. Denn auch nach diesem Termin werden über 130.000 US-Soldaten im Land bleiben.

"Wer sich dem Widerstand in den Weg stellt, hat den Tod verdient"
Besondere Besorgnis erregt, dass sich nach Information des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera die Terrorgruppe "Monotheismus und Dschihad" des Jordaniers Abu Mussab el Sarkawi zu dem Gewaltexzess in Bakuba bekannte. Al Jazeera berichtete, auf den Straßen von Bakuba seien Flugblätter aufgetaucht, auf denen Sarkawis Gruppe für die nächsten Tage weitere "Aktionen gegen die Besatzung und diejenigen, die sie unterstützen" ankündigt. In dem Flugblatt heißt es weiter: "Wer sich dem Widerstand in den Weg stellt, hat den Tod verdient."

Sarkawi war bislang als Planer von blutigen Selbstmordanschlägen im ganzen Land in Erscheinung getreten. Auf sein Konto gehen auch die grausamen Enthauptungen einer amerikanischen und einer südkoreanischen Geisel. Sollte Bakuba wirklich von Sarkawis Leute heimgesucht worden sein, dann signalisiert das Beobachtern in Bagdad zufolge eine bedenkliche Entwicklung. Denn dann wäre klar, dass der Jordanier, der mit Osama bin Ladens El Kaida in Verbindung stehen soll, nicht nur über ein verstecktes Terror-Netzwerk verfügt, sondern auch über ein Reservoir an "Fußsoldaten", die sich für eher klassische Guerilla-Operationen einsetzen lassen - und noch für viele Probleme sorgen können.

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didi
29.06.2004, 16:35
US-Geisel im Irak hingerichtet

Medienwirksam setzten sich Moslemextremisten nach der vorgezogenen Machtübergabe im Irak in Szene. Nur wenige Stunden nach Übertragung der Souveränität an das irakische Volk ermordeten sie vor laufender Kamera einen seit April entführten US-Soldaten. Die drei türkischen Geiseln sind indes wieder frei gelassen worden.

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Al Jazeera strahlte Videoaufnahmen aus, bei denen es sich um die Exekution des 20-jährigen Soldaten Keith Maupin handeln soll. Auf den Aufnahmen war nur ein von hinten gefilmter Mann in Armeeuniform zu sehen. Der Soldat soll durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet worden sein. Nach Angaben von Al Jazeera hat sich eine bislang unbekannte islamische Gruppe zur Tötung bekannt. Die Hinrichtung sei damit begründet worden, dass die Vereinigten Staaten ihre Politik im Irak nicht verändert hätten.

Türkische Geiseln frei
In der Gewalt von Kidnappern sollen sich zudem auch ein US-Soldat, und ein pakistanischer Fahrer befinden. Die drei türkischen Geiseln sind inzwischen wieder frei gelassen worden. Die Entführer, Angehörige der Terrorgruppe El Tawhid wa el Dschihad, hatten ein Video ausgestrahlt, in dem sie die Freilassung als Antwort auf die momentanen antiamerikanischen Aktionen der "Muslime und Gotteskrieger" in der Türkei bezeichnen - eine Anspielung auf die anti- amerikanischen Proteste türkischer Demonstranten während des NATO- Gipfels in Istanbul.

150.000 Soldaten bleiben
Am Montag hatte die US-geführte Koalition aus Sorge vor Terroranschlägen die Souveränität an das irakische Volk übertragen. Die Machtübergabe an die Übergangsregierung erfolgte nach knapp 15 Monaten Besatzung zwei Tage früher als angekündigt. Bei einer schlichten Zeremonie in Bagdad überreichte der scheidende US- Zivilverwalter Paul Bremer den Vertretern der neuen irakischen Führung ein entsprechendes Dokument. Übergangsregierungschef Ijad Allawi sprach von einem "historischen Tag". Für die Sicherheit im Irak bleibt eine über 150.000 Mann starke multinationale Truppe unter US-Führung zuständig.

Die volle Souveränität - einschließlich der militärischen Kontrolle im Land - soll erst eine demokratisch gewählte Regierung Anfang nächsten Jahres erhalten.

NATO bildet Irakis aus
Zahlreiche Staaten boten der neuen irakischen Regierung Hilfe beim Aufbau eines demokratischen Staates an. Die Staats- und Regierungschefs der 26 NATO-Länder verständigten sich nach schwierigen Verhandlungen in Istanbul darauf, die Ausbildung von irakischen Sicherheitskräften zu unterstützen.


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didi
29.06.2004, 16:37
Diese Schwestern haben ihren Vater gegessen

Zwei Schwestern in der zentralindischen Stadt Bhopal sollen ihren Vater in Stücke geschnitten und Teile von ihm gegessen haben. Die 22 und 25 Jahre alten Frauen sagten der Polizei nach indischen Medienberichten zur Begründung, ihr Vater sei vom Teufel besessen gewesen. Sie hätten ihn daher angekettet, in Stücke geschnitten, sein Blut getrunken und einige seiner Organe gegessen.

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Die Polizei nahm die Frauen unter Kannibalismus-Verdacht fest und ordnete eine Untersuchung der Leiche an.

Die Zeitung "The Telegraph" berichtete, das Opfer, ein früherer Angestellter bei der Stadt, habe sich schon länger unwohl gefühlt. Nach Angaben der Polizei überzeugten die Frauen ihre Mutter und fünf Geschwister, dass des Vaters einzige Rettung sei, den angeblichen Geist Satans in ihm zu töten. "Sie waren komische Leute", sagte ein Nachbar der Zeitung. "Wir haben nachts oft komische Geräusche gehört. Die gesamte Nachbarschaft hielt sich von ihnen fern."

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didi
02.07.2004, 13:28
Saddam: "Bush ist der wahre Verbrecher"

Verstört, verwahrlost, trotz Pistole am Gurt hilflos - so hatten ihn US-Soldaten am vergangenen 13. Dezember aus einem betonierten Erdloch in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit gezogen. Gepflegtes Äußeres, arrogant und selbstbewusst gestikulierend - so präsentierte sich der Untersuchungshäftling Saddam Hussein el Tikriti mehr als ein halbes Jahr später, am Donnerstag, seinem irakischen Haftrichter. Bei seiner ersten richterlichen Vorführung wies Hussein die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Der wahre Verbrecher sei George W. Bush, nicht er...

Name? - "Ich bin Saddam Hussein, der Präsident des Irak." - Wohnhaft? - "Ich bin im ganzen Irak zu Hause." So begann der Schlagabtausch zwischen dem 67-Jährigen und dem auf Fernsehbildern nur von hinten und im Seitenprofil sichtbaren, vielleicht 35 Jahre jüngeren Haftrichter ab. Jeden der sieben Anklagepunkte, darunter die Giftgaseinsätze gegen die Kurden in den 80er-Jahren, die Invasion Kuwaits oder die blutige Niederschlagung der Schiiten-Aufstände 1991 quittierte er mit polemischen, sarkastischen Bemerkungen.

"Wie können Sie diese Hunde verteidigen?"
Als ihm die Invasion Kuwaits vorgeworfen wurde - die 1991 eine für die irakischen Streitkräfte verheerende US-geführte Militärintervention nach sich gezogen hatte - entgegnete er: "Ich habe es für das irakische Volk getan. Wie können Sie diese Hunde verteidigen?" Als ihn der Richter wegen dieser Wortwahl zurechtwies, gab er zurück: "Dies ist alles Theater, der wahre Verbrecher ist (US-Präsident George) Bush."

Die ersten Bilder des Ex-Diktators
Die wenig später veröffentlichten Bilder waren die ersten seit seiner Gefangennahme. Die Aufnahmen von damals, die Saddam wie einen obdachlosen Vagabunden erschienen ließen und auf denen ein junger amerikanischer Armee-Arzt im Mund des Top-Gefangenen herumstocherte, hatten die Iraker schockiert. "Er war ein Massenmörder, aber er war auch immerhin unser Präsident", sagten viele. Diesmal präsentierte sich Saddam mit einem gepflegten Äußeren. Den grauen Vollbart, den er sich während seiner achtmonatigen Flucht vor den Amerikanern hatte wachsen lassen, bewahrte er, nur dass er diesmal gestutzt und gekämmt war. An Gewicht hatte er deutlich verloren. Ob dies an der gesünderen - oder magereren - Kost in amerikanischer Gefangenschaft lag oder an der Stress-Belastung durch den totalen Machtverlust, ließ sich zunächst nicht ermitteln.

Saddam erkannte Sondergericht nicht an
Saddams Auftritt vor dem Haftrichter ließ auch erkennen, in welche Richtung seine Verteidigungs-Strategie gehen könnte. Der gestürzte Despot weigerte sich, das Sondergericht für Regimeverbrechen anzuerkennen, das ihn und elf andere Größen seines ehemaligen Regimes beschuldigt. Da er der "Präsident" sei, könne jede Einrichtung, die von einer "illegalen" Regierung oder gar den Besatzern geschaffen wurde, nur selbst illegitim sein.

Saddam weigerte sich, Dokumente zu unterzeichnen, nach denen er die gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen verstanden habe. Er bestand auf der Anwesenheit eines Rechtsanwaltes. Während der Anhörung machte sich Saddam Notizen und sprach mehrfach mit erhobenem Zeigefinger.

Saddam weiter in US-Gewahrsam
Außer Saddam sollten elf weitere Spitzenvertreter der ehemaligen irakischen Führung mit den Beschuldigungen des Sondertribunals konfrontiert werden. Die zwölf Männer, unter ihnen der frühere Vize- Ministerpräsident und Außenpolitiker Tarik Asis und der Saddam-Cousin Ali Hassan el Madschid, genannt "Chemie-Ali", waren am Mittwoch vom US-Militär an das Sondertribunal überstellt worden. Sie verbleiben aber wie Saddam selbst aus Sicherheitsgründen weiter in US-Gewahrsam.

Seit seiner Gefangennahme am 13. Dezember wird Saddam vom US-Militär an einem geheimen Ort festgehalten - Menschenrechts-Organisationen vermuten ihn in einem schwer bewachten Militärgefängnis auf dem Gelände des Bagdader Flughafens, dort, wo auch die erste Anhörung stattfand. Das Sondertribunal hatte am Dienstag Haftbefehle gegen Saddam und elf seiner ehemaligen Mitstreiter ausgestellt.

Wird Todesstrafe wieder eingeführt?
Übergangspräsident Ghasi el Jawar kündigte unterdessen die Wiedereinführung der Todesstrafe an, die von der US-Besatzungsmacht abgeschafft worden war. Damit könnte auch Saddam zum Tode verurteilt werden. Der arabischen Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" (Mittwochausgabe) sagte Jawar: "Die Verhängung der Todesstrafe in der neuen Ära wird nichts mit der Todesstrafe in der Saddam-Ära gemein haben." Damals sei die Hinrichtung für 114 verschiedene Vergehen angeordnet worden. Künftig solle die Verhängung der Todesstrafe auf vier Verbrechen beschränkt werden: Entführung, Mord, Vergewaltigung, Entführung und Gefährdung der Sicherheit des Staates.

Quelle: www.krone.at

didi
12.07.2004, 17:52
Inge Meysel starb an Herzstillstand

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Die Schauspielerin Inge Meysel ist tot. Die in Deutschland als "Mutter der Nation" bekannt gewordene Schauspielerin starb am Samstagmorgen im Alter von 94 Jahren in ihrem Haus bei Hamburg, bestätigte ihr Betreuer. Vielen ist Meysel, die meist resolute Frauengestalten von der couragierten Putzfrau bis zur bösartigen Mutter darstellte, vor allem als Käthe Scholz aus der TV-Serie "Die Unverbesserlichen" unvergessen.

"Inge starb friedlich im Schlaf. Sie hatte keine Schmerzen, als sie von uns gegangen ist", sagte er der "Bild am Sonntag". Sie habe einen Herzstillstand erlitten. Zuletzt hatte die an Altersdemenz erkrankte Schauspielerin unter den Folgen eines Oberschenkeltrümmerbruches gelitten. Vergangenen Monat hatte sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert.

Schon zu Lebzeiten eine Legende
Die gebürtige Berlinerin galt schon zu Lebzeiten als Legende der deutschen Fernseh- und Theaterunterhaltung. Bis fast zuletzt machte Meysel neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit auch als sozialkritisch engagierte Zeitgenossin von sich Reden. Die temperamentvolle Schauspielerin lebte seit langem allein in ihrer Villa am Elbdeich, wo sie erst in ihren letzten Lebensmonaten betreut werden musste.

Die Tochter eines jüdischen Tabakhändlers und einer Dänin kam nach dem zwölfjährigen Auftrittsverbot bei den Nazis 1945 ans Hamburger Thalia Theater. In den folgenden Jahren besetzte sie vorwiegend das Fach der Salondame im Boulevard. Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit ihrem zweiten Mann, dem Regisseur John Olden, brachte sie ins Charakterfach. Mit "Das Fenster zum Flur" von Curt Flatow kam 1959 der große Bühnen- und Fernseherfolg. Seit den 60ern arbeitete Meysel fast nur noch fürs Fernsehen.

Schon als Dreijährige stand Inge Meysel erstmals auf der Bühne: als Engel in der Oper "Hänsel und Gretel". Mit gefälschter Unterschrift drückte sie sich vor dem Abitur und nahm stattdessen Schauspielunterricht. Ihre Theaterkarriere begann 1930 in Zwickau, in Berlin und in Leipzig, wurde mit der Machtergreifung der Nazis jedoch abrupt unterbrochen.

Den Grundstein zu ihrer zweiten Karriere, ihrer Fernseh-Laufbahn, hat Inge Meysel mit dem Flatow-Fernsehspiel gelegt, in dem sie eine Portiersfrau spielte. "Die Unverbesserlichen" - die ihr den Titel der "Mutter der Nation" einbrachten - und andere Serien in den 70ern und 80ern machten sie einem Millionenpublikum bekannt. Eine ihrer Paraderollen war die Londoner Putzfrau Ada Harris in mehreren Fernsehproduktionen. Dass Sterben und Altern keine Tabuthemen für sie waren, zeigten ihre Rollen als Greisin in "Kein pflegeleichter Fall" (1990) und "Das Vergessene Leben" (1998). Im Fernsehen war sie zuletzt im Mai in dem Krimi "Mein letzter Wille" aus der ARD-Reihe "Polizeiruf 110" zu sehen.


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didi
09.08.2004, 10:25
US-Polizei klärt sechsfachen Mord

Der äußerst brutale sechsfache Mord in Florida ist aufgeklärt. Drei von vier festgenommenen Männern hätten zwei Tage nach der Bluttat gestanden, ihre Opfer mit Baseballschlägern aus Aluminium zu Tode geprügelt zu haben.


Die vier toten Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren hätten keine Chance gehabt, sich gegen ihre Angreifer zu verteidigen, sagte Sheriff Ben Johnson am Sonntag in Deltona rund 40 Kilometer nördlich von Orlando. Motiv für die Morde sei ein Streit über angeblich gestohlenes Videospiel sowie gestohlene Kleidung gewesen.

Opfer bis zur Unkenntlichkeit entstellt
Eine der beiden getöteten Frauen sei mit den Schlägen so entsetzlich zugerichtet worden, dass sie noch nicht identifiziert werden konnte, sagte der Sheriff. Alle sechs Opfer waren Angestellte eines Fast-Food-Restaurants, sie lebten auch zusammen in dem Haus. Nachdem sie am Freitagmorgen nicht zur Arbeit erschienen waren, fand man ihre Leichen in verschiedenen Zimmern ihres Hauses. Es handle sich um ein "sehr, sehr brutales Verbrechen", sagte Johnson unmittelbar nach der Tat. "Wir haben so etwas noch nie zuvor gesehen (...) Es gab viele Verletzungen und viele Blutspritzer."

"Welt von Beweisen"
Die Polizei war sich sicher gewesen, den Tätern relativ rasch auf die Spur zu kommen, weil eine ganze "Welt von Beweisen" in dem Haus sichergestellt werden konnte. Trotz der zunächst flüchtigen Täter war die Bevölkerung in der ruhigen Mittel-Klasse-Gegend gebeten worden, die Ruhe zu bewahren. Johnson hatte versprochen, dass "die Täter nie wieder Sonnenlicht als freie Bürger sehen werden".

Die Zeitung "Orlando Sentinel" berichtete unter Berufung auf Nachbarn, dass die Bewohner des Hauses aufgefallen seien, weil sie "jung und single" gewesen seien und in der ruhigen Mittel-Klasse- Gegend "laute Partys" gefeiert hätten. Deltona ist vorwiegend eine Schlafstadt für Pendler und zählt rund 70.000 Einwohner.


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didi
09.08.2004, 10:28
Rekord-Hängebrücke eröffnet

Eine der längsten Hängebrücken der Welt ist nahe der westgriechischen Hafenstadt Patras fertig gestellt worden und wird am 12. August für den Verkehr freigegeben. Die rund 2500 Meter lange Brücke "Harilaos Trikoupis" verbindet das westgriechische Festland bei Antirrion mit dem Westen der Halbinsel Peloponnes.

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Rund 15.000 Griechen feierten in der Nacht zum Samstag die Fertigstellung des rund 800 Millionen Euro teuren Bauwerks mit einem fünfstündigen Konzert bekannter einheimischer Pop- und Kult-Sänger. Um Mitternacht gab es ein spektakuläres Feuerwerk. Am Sonntagabend sollte auch das Olympische Feuer über die Brücke getragen werden - von Otto Rehhagel, dem deutschen Erfolgstrainer der griechischen Fußballnationalmannschaft.

"Es handelt sich um einen Jahrhunderttraum, der nun endlich verwirklicht wird", schreibt die Athener Presse. Bisher mussten Autofahrer eine Fähre nutzen. Die Überfahrt dauerte 40 Minuten. Immer wieder wurde der Fährverkehr wegen stürmischer Winde in der Meeresenge vor der Hafenstadt Patras eingestellt. Mit Inbetriebnahme der Brücke wird die Überfahrt nur etwa fünf Minuten dauern. Das Bauwerk kann nach Angaben des französisch-griechischen Konsortiums "Gefyra", das die Brücke baute, Erdbeben der Stärke 7,5 auf der Richterskala aushalten.

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didi
12.08.2004, 10:58
"Halber Tonnen Mann" nimmt 145 kg ab!

Noch vor wenigen Monaten brachte Patrick Deuel aus dem US-Staat Nebraska 486 Kilogramm auf die Waage - jetzt ist er um 145 Kilo leichter und will weitere 200 los werden. Nach Medienberichten vom Mittwoch befindet sich der 42-Jährige in einem Krankenhaus in Sioux Falls (South Dakota) und wird unter strenger Aufsicht eines Ärzteteams schlanker.

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Die Mediziner haben ihn auf eine Diät mit 1200 Kalorien pro Tag gesetzt, "und jetzt sehe ich endlich Licht am Ende des Tunnels", zitiert die Zeitung "Argus Leader" den ehemaligen Restaurantmanager, der es schon im Kindergartenalter auf 85 Pfund gebracht und dann sein Gewicht unter anderem durch Berge von Pizzen und Burritos stetig ausgebaut hatte.

Übergewicht drohte tödlich zu werden
Der Zeitung zufolge trug der etwa 1,80 Meter große Mann so viele Pfunde auf seinen Knochen, dass ihm der Tod drohte. Er litt an Herzproblemen, Diabetes, Schilddrüsenkrankheit und schwerer Arthrose - "und es war nur noch eine Frage der Zeit, kurzer Zeit", schildert Deuel, der sein Haus in Nebraska seit sieben Jahren nicht verlassen hatte, bis ihn eine Ambulanz im Juni zum drastischen Abspecken ins Krankenhaus in South Dakota brachte.

Auf einer Viehwaage gewogen
Es war kein einfaches Unterfangen. wie man der Zeitung entnehmen kann. Zunächst musste Deuel gewogen werden - auf Grund seiner Masse auf einer Viehwaage. Dann lehnten viele Kliniken in Heimatnähe seine Aufnahme ab, weil die Millionen Dollar teure Behandlung nur zum Teil von seiner Krankenversicherung getragen wird. Ein Hospital im fernen Sioux Falls stimmte schließlich zu, und Deuel wurde im Krankenwagen herbeitransportiert - in einer Spezialambulanz, die mit einer extra großen und stabilen Trage und Rampen ausgestattet war.

In der Klinik liegt der auf ein Sauerstoffgerät angewiesene Patient auf zwei aneinander gebundenen Betten, und ein Team von Schwestern und Pflegern wird benötigt, um Deuel auf der Matratze umzudrehen. Dem "Argus Leader" zufolge hat Deuel aber nie seinen Optimismus verloren, und jetzt blickt er dem Tag entgegen, an dem er mit seiner Frau daheim in Nebraska spazieren gehen kann - sein größter Wunsch.

Quelle: www.krone.at

didi
28.08.2004, 13:41
Blonder Schumacher schießt zwei Tore

Gut in Schuss präsentierte sich Formel-1- Weltmeister Michael Schumacher vor dem Großen Preis von Belgien. Der Hobby-Kicker gewann mit dem Team Nazionale Piloti ein Benefizspiel gegen eine belgische All-Stars-Auswahl 6:2. Der Ferrari-Pilot erzielte am Mittwochabend im Bielmont-Stadion in Verviers vor etwa 5.000 Zuschauern und in blonder Haarpracht bei strömendem Regen zwei Tore.

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Bei den Belgiern wirkten die früheren Nationalspieler und Bundesliga-Profis Jean-Marie Pfaff (Bayern München) und Marc Wilmots (FC Schalke 04) mit. Der Erlös der Partie fließt an verschiedene soziale Projekte.

Schumacher kann am Sonntag beim 14. Saisonlauf in Spa- Francorchamps vorzeitig zum siebten Mal Weltmeister werden. Er benötigt dafür zwei Punkte mehr als sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello.


Quelle: www.krone.at

didi
10.09.2004, 12:34
Playboy zeigt nackte Spiele-Heldinnen

Das legendäre Hochglanzmagazin Playboy bringt im Oktober zum ersten Mal in der Geschichte des Blattes nackte Tatsachen, die nicht von echten Girls stammen. In der Herbstausgabe lassen erstmals virtuelle Pin-Ups die Hüllen fallen: Heldinnen aus Computerspielen zeigen ihre Reize.

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Vielleicht werden die berühmten Playmates schon bald ausgedient haben, immerhin startet das Nackt-Blatt mit einem fünfseitigen Special, in dem Mädchen aus Bits & Bytes ihre Polygonen zeigen.

Der fünfseitige Sonderteil fängt an mit einem barbusigen Bild der halb-menschlich, halb-vampirischen Titelheldin des Videospiels "BloodRayne", eine Leder-gekleidete Frau, die mit Klingen an jedem Arm kämpft. Luba Licious aus dem demnächst erscheinenden Videospiel "Leisure Suit Larry" wird auch gezeigt, genauso wie verführerische Häschen aus dem demnächst erscheinenden "Playboy - The Mansion".

Mit dabei ist auch die verführerischen Nina aus "Tekken" und Kurenai aus "Red Ninja" lässt die Hüllen fallen. Playboy will die "virtuellen Pin-ups" regelmäßig im Playboy zeigen, wenn sie bei den Lesern ankommen.



Quelle: www.krone.at

didi
22.09.2004, 18:04
Cat Stevens auf Liste der Terrorverdächtigen!

Wegen dem zum Islam konvertierten einstigen Popstar Cat Stevens musste eine Boeing auf ihrem Weg von London nach Washington im US-Bundesstaat Maine zwischenlanden. Der Grund: Der seit Jahrzehnten unter dem Namen Yusuf Islam Lebende steht auf der Liste von Terrorverdächtigen und darf nicht in die USA einreisen.

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Zunächst hatte der Flug für den früheren Popstar ohne Schwierigkeiten in der englischen Hauptstadt begonnen. Erst nachdem das Flugzeug gestartet war, sei festgestellt worden, dass Yusuf Islam auf der Liste der Terrorverdächtigen stand, hieß es. Deswegen musste das Flugzeug vom Typ Boeing 747 auf dem Weg von London nach Washington in Bangor (US-Bundesstaat Maine) zwischenlanden.

Stevens wird nach Europa abgeschoben
Der 56-Jährige ist festgenommen und einvernommen worden. Die Maschine der US-Fluggesellschaft United Airlines hat den Flug nach Washington ohne Cat Stevens fortgesetzt. Am Mittwoch ist er dann nach Europa abgeschoben worden. Die Einreise in die USA wurde ihm verweigert.

Einsatz für Menschen in Not
Der in London geborene Cat Stevens verkaufte 40 Millionen Alben - und verschwand 1978 als nicht einmal 30-Jähriger abrupt von der Showbühne. Er konvertierte zum Islam, nennt sich Yusuf Islam und setzt sich seitdem für Menschen in Not ein. Als Popstar hatte Cat Stevens Hits wie "Wild World" und "Morning Has Broken" gemacht.


Quelle: www.krone at

didi
11.10.2004, 14:02
"Superman" Christopher Reeve ist tot

Christopher Reeve, auf der ganzen Welt seit seiner Darstellung des Superhelden „Superman“ berühmt, ist am Sonntag im Alter von 52 Jahren in seinem Haus in New York gestorben. Der Schauspieler hatte überraschend einen Herzstillstand erlitten und war ins Koma gefallen. Gemäß seines Willens wurden keine Versuche unternommen, ihn künstlich am Leben zu halten.

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Als er am Freitagabend die Präsidentschafts-Debatte verfolgte, strahlte Christopher Reeve. Denn da machte John Kerry seinem alten Freund Mut. Mit dem Versprechen, dass er als Präsident die Stammzellen-Forschung fördern wird, "damit Christopher Reeve eines Tages wieder laufen kann". Das Schicksal meinte es anders. Nur einen Tag später setzte das Herz von "Supermann" aus und er fiel ins Koma.

"Druck-Wunde" hatte sich entzündet
Reeve war nach seinem Geburtstag am 25. September krank geworden. Eine "Druck-Wunde", wie sie bei Querschnittgelähmten häufig auftritt, hatte sich entzündet. Die Infektion verschlimmerte sich und am Samstag war der Körper des tapferen Stars den Strapazen nicht mehr gewachsen. Herzstillstand.

Er wurde nicht künstlich am Leben erhalten
Eine Ambulanz brachte den Bewusstlosen abends mit Blaulicht ins Northern Western Hospital. Ehefrau Dana rief die ganze Familie - Mutter Barbara, Vater Franklin und die drei Kinder Will (12), Alexandra (21) und Matthew (25) - ans Krankenbett. Gemäß Christopher Reeves Willens wurden keine Versuche unternommen, ihn künstlich am Leben zu halten. Am Sonntag 17.30 Uhr stellten die Ärzte seinen Tod fest.

Anfang 2005 sollte er operiert werden
"Bis zu meinem 50. Geburtstag werde ich wieder laufen können", hatte Christopher Reeve sich und seinen Fans versprochen. Selbst als das nicht eintrat, kämpfte er weiter. Das dokumentierte Sohn Matthew, der seinen Vater beim qualvollen Rehabilitierungs-Programm filmte. In einer dramatischen Szene bewegte Christopher Reeve zum ersten Mal wieder seinen Finger und freute sich "Ich fühle es, wenn mich meine Frau und meine Kinder umarmen". Die Reality-Doku wurde an seinem 50. Geburtstag ausgestrahlt. In einer Folgesendung wollte Matthew mit der Kamera dabei sein, wenn man seinem Vater Stammzellen ins Rückenmark einpflanzte. Die Operation war für Anfang 2005 geplant.

Bis dahin absolvierte er - aufgehängt in einem Fallschirm-artigen Gurt - Gehtraining auf dem Laufband. "Ich kann mich sogar der Geschwindigkeit des Bandes anpassen und die Bewegung meiner Beine hilft mir beim Atmen", schwärmte er, "ein Beweis dafür, dass Energie in meinem Rückenmark ist".

Selbst Rückschläge wie ein Oberschenkel-Bruch (als er beim Transport zum Laufband aus dem Rollstuhl stürzte) konnten ihn nicht entmutigen: "Das Licht am Ende des Tunnels mag zwar ein bisschen weiter entfernt sein, aber ich werde es erreichen."

Endlich konnte er selbst atmen
Im März 2003 ließ er sich in der Universitätsklinik von Cleveland zwei Elektroden ins Zwerchfell einpflanzen, die durch seine Brustwand in einen Schrittmacher außerhalb des Körpers führten. Dieser Schrittmacher aktivierte 12 Mal pro Minute per Stromschlag Reeves Lungen. Endlich war er nicht mehr vom Beatmungsgerät abhängig. "Mit dieser experimentellen Operation trage ich meinen Teil zur Forschung bei", sagte er stolz. Da der Eingriff auch von den US-Krankenkassen als Experiment gewertet wurde, musste der Patient die Kosten - 30.000 Dollar - selbst tragen.

Große Stars unterstützten ihn
Pflege und Therapie verschlangen pro Jahr 400.000 Dollar. Zwar unterstützten ihn Freunde wie Michael Douglas, Catherine Zeta-Jones, Kim Cattrall und Robin Williams, doch er wollte niemand auf der Tasche liegen und verdiente Geld mit Werbung. So machte Reeve mit seinem Rollstuhl-Bild Reklame für eine Unfall-Versicherung. Der Slogan sprach "Supermann" aus dem Herzen: "Ein Unglück kann von einem Moment auf den anderen Ihr Leben ändern. Die moderne Medizin kann Ihr Leben retten. Aber lassen Sie nicht ihre Familie ruinieren."


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didi
15.10.2004, 14:20
Grab von Schumis Mutter geschändet

Deutschlands schnellstes Brüderpaar ist bestürzt: Unbekannte haben am frühen Donnerstagmorgen das Grab von Elisabeth Schumacher, der Mutter der Formel-1-Stars Michael und Ralph, geschändet. Sogar den Sarg versuchten sie zu öffnen, scheiterten aber!

Am 20. April 2003 starb die Mutter der Rennbrüder, knapp eineinhalb Jahre später öffneten die verhinderten Leichenfledderer das Grab in Kerpen. Vermutlich mehrere Täter hoben die 300 Kilogramm schwere Granitplatte in der Nacht zu Donnerstag vom Grab und rissen die Fundamente heraus, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Das Erdreich sei fast zwei Meter tief ausgeschaufelt worden. Bis zum Sargdeckel - von dem entnahmen sie das Messingkreuz mit Jesusfigur. Den Sarg selbst, der mit sechs Schrauben verschlossen ist, konnten sie nicht öffnen.

Bei der Grabschändung der Grabstätte von Michael Schumachers Mutter Elisabeth in Kerpen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um eine geplante Aktion. Die Stadt Kerpen nahe Köln hat die Rennfahrer-Brüder Ralf und Michael Schumacher sowie deren Vater informiert.

Friedhofsbesucher hatten am Donnerstagmorgen das geöffnete Grab entdeckt. Die Grabplatte war an einem Nachbar-Grabstein angelehnt, rund um die Grabstätte war Erde verteilt. "Die Täter müssen mit Schaufeln gearbeitet haben, denn wir haben am Grab keine Fahrzeug-Spuren oder Hinweise auf Werkzeuge gefunden", sagte ein Polizeisprecher. Ob es sich möglicherweise um Vandalen oder verrückte Fans handeln könne, stehe noch nicht fest: "Wir tappen im Dunklen."

Die Polizei ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe. Ein Kontakt zur Schumacher-Familie habe es in dem Fall bisher nicht gegeben, sagte der Sprecher. In Kerpen waren Michael und Ralf groß geworden und hatten vor ihrer späteren Formel-1-Karriere auf der Kartbahn der Eltern ihre Runden gedreht.

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didi
16.10.2004, 15:35
Angst vor Mafia: Robert De Niro verärgert Italien

Robert De Niro nimmt derzeit keine italienischen Orden und Auszeichnungen an. Der 61-jährige Schauspieler, dessen Urgroßeltern aus einem süditalienischen Dorf stammen, sagte am Donnerstag in Mailand nur Stunden vor dem Festakt die Verleihung eines Kulturpreises der Stadt ab. Grund: die Mafia.

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Außerdem schlägt der weltberühmte Amerikaner ("Taxi Driver", "Men of Honer") auch die ihm angebotene italienischen Staatsbürgerschaft aus.

Mafia als Schaden für Kerry
Grund sei der US-Wahlkampf, in dem De Niro den demokratischen Herausforderer John Kerry unterstütze, berichteten italienische Medien am Freitag. Da De Niro aber in seinen Filmen Italo-Amerikaner häufig als Gangster und Mafiosi darstelle, könne deren Hilfe für Kerry nun zum Nachteil werden. "De Niro meint, die Preise besser erst nach den Wahlen anzunehmen", meinte ein Regierungssprecher in Rom.


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didi
16.10.2004, 15:41
Eine schrecklich nette Familie erzählt

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Mehr als acht Millionen Zuschauer sitzen seit der ersten Staffel der „Osbournes“ gespannt vor dem Fernseher – jetzt gibt es für alle Fans endlich das Buch „The Osbournes – Talking“. Unverschämt freimütig und natürlich unzensiert plaudern Ozzy, Sharon, Kelly und Jack über Drogen, Rock’nRoll, Sex, Geschwisterliebe, schlechte Manieren, Schuldgefühle und das Auge des Gesetzes. „Was uns angeht, wir sind so. So leben wir. Ob es den Leuten passt oder nicht“, so Sharon. Wir finden das völlig OK und widmen der schrecklich netten Familie ein ganzes Special!

Vorgeschmack:

"Mein Gott, uns war gar nicht bewusst,dass wir soviel fluchen..."
- Sharon

"Ich glaube, ich bin inzwischen bereit für eine gesunde Beziehung. Aber ich weiß auch genau, dass eine feste Bindung einfach nicht das Richtige für mich ist."
- Jack

"Ich bin eine reiche, nervige Zicke, der es schon immer gut ging, und die jetzt auch noch ein Album gemacht hat, Ich komme mir wie der absolute Glückspilz vor."
- Kelly

"Was soll das sein, eine intakte Familie? Ich weiß, dass ich selbst keinesfalls intakt bin, aber nach welchen Richtlinien sollten wir uns denn richten? Nach den Waltons?"
- Ozzy

"Ich habe eine Schwäche für Brüste, ganz im Ernst. Ich liebe Brüste von Frauen. Ich bin sowas von froh, Frau zu sein, weil ich mich den ganzen Tag selbst fühlen kann."
- Sharon

"Ach, komm, Sharon! Ich bin Ozzy Osbourne, verdammt noch mal, der Fürst der verf*!%ten Finsternis! Böse!"
- Ozzy


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didi
17.10.2004, 11:27
Jahrzehntelanges "Big Brother" ab März

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Die RTL-II-Show "Big Brother" soll ab März 2005 in die Endlos-Schleife gehen. Auf rund 4000 Quadratmetern wird eine Stadt mit Marktplatz, Kirchturm, Geschäften und Wäldchen gebaut, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Dort sollen die Bewohner über Jahrzehnte leben können. Familiengründungen seien erwünscht.
Die Kandidaten - vornehmlich Arbeitssuchende - sollen in der Stadt das Abitur nachholen, eine Meisterprüfung machen oder Sprachen lernen.

Der Medienpsychologe Jo Groebel kritisierte dem Bericht zufolge, kein Kandidat könne abschätzen, was es bedeute, über viele Jahre in der Kunstwelt zu leben. So bestünde die Gefahr, anschließend nicht mehr in die reale Welt einsteigen zu können. "Wer da auf die Mündigkeit der Kandidaten verweise, habe ein eiskaltes Mündigkeitsverständnis", so der Vorwurf. "Big Brother"-Produzent Rainer Laux wies dies zurück: Jeder Kandidat wisse, was ihn erwarte.

Kürzlich war bekannt geworden, dass in der Reality-Show Judenwitze erzählt worden waren. Es dürfe nicht passieren, solche unerträglichen Sprüche zu senden, sagte Laux der Zeitung. Die Empörung der Kritiker sei berechtigt. Allerdings könne niemand glauben, dass die Bewohner von "Big Brother" besser als die Gesellschaft seien.


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didi
18.10.2004, 14:39
"Bitte verschon uns mit deinem Nacktfoto"

Die Ex-Frau von Prinz Andrew, Sarah Ferguson, hat sich für einen guten Zweck ausgezogen. In einem Buch posiert sie hüllenlos - und lässt an ihren Körper nur High Heels und ein Collier von Cartier. Allerdings reagierte die „Sun“ nicht sehr charmant auf die Ankündigung und forderte: „Bitte verschon uns, Fergie!“

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Auf einem Coupon, den die Leser der britischen Zeitung ausschneiden und an die Adresse der Herzogin von York schicken sollen, steht zu lesen: "Behalt sie an, Fergie!" Und darunter: "Liebe Fergie, bitte, bitte dräng der Welt nicht dein Nacktfoto auf."

Zusammen mit 14 weiteren prominenten Frauen ließ Fergie alle Hüllen fallen. Das Ergebnis wird man im kommenden Frühling in einem Buch bewundern können, das zugunsten der Aids-Stiftung von Elton John verkauft werden soll.

Freunde sind begeistert
Freunde der Herzogin von York zur "The Sun": "Die Bilder sind wunderschön. Und überhaupt nicht peinlich oder gar billig! Sehr geschmackvoll. Wenn sie das nicht wären, hätte Fergie da auch nicht mitgemacht."

Die Fotos schoss die bekannte Mode-Fotografin Pamela Hanson. Und Fergie zeigt sich wirklich hüllenlos. Außer High Heels von Jimmy Coo und einem dezent platzierten Collier von Cartier trägt die rothaarige Ex-Royale gar nichts.

Übrigens: Auch Rachel Hunter, Kate Moss und Lara Flynn Boyle ließen sich für das Buch ablichten.


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didi
18.10.2004, 14:42
Jetzt zeigt Thomas Anders Dieter Bohlen an

Neue Runde im Streit zwischen Dieter Bohlen und seinem Ex-Modern-Talking-Partner Thomas Anders: Anders fordert von seinem früheren Band-Kollegen und dessen Verlag nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" eine Million Euro Schmerzensgeld. Eine entsprechende Klage solle in den kommenden Tagen beim Berliner Landgericht eingereicht werden.

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Der 50 Jahre alte Bohlen hatte in seinem Bestseller "Hinter den Kulissen" behauptet, Anders habe bei einer Tournee Geld aus der gemeinsamen Kasse für sich abgezweigt. Das bestreitet der 41-Jährige.

Der Sänger spricht in dem "Focus"-Bericht von einer "gezielten Diffamierung" durch Bohlen. Anders fühlt sich als "verkaufsfördernde Maßnahme" missbraucht: Mit "diesen Lügengeschichten" hätten sich Bohlen und sein Verlag Random House auf seine Kosten bereichert. "Deshalb muss das Schmerzensgeld so hoch sein, dass es Verlag und Bohlen richtig wehtut."

"Anders hat schon genügend PR bekommen"
Die Münchner Bertelsmann-Tochter Random House sieht der Klage allerdings gelassen entgegen. "Herr Anders hat durch den juristischen Streit mit Herrn Bohlen schon genügend PR und Aufmerksamkeit in den Medien erhalten", sagte Verlagsjustiziar Rainer Dresen dem "Focus". "Der braucht kein Schmerzensgeld mehr."

Bereits vor vier Monaten hatte Bohlen eine juristische Niederlage gegen Anders erlitten. Nach einem Urteil des Berliner Landgerichts darf Bohlen nicht mehr behaupten, dass Anders bei der Tournee Geld unterschlagen habe. In der Neuauflage des Buches sind die beanstandeten Passagen geschwärzt. Auch andere Prominente wie die "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa und Eva Herman waren mit Erfolg gegen Bohlens Biografie vor Gericht gezogen.

Fünf Jahre nach seinem Comeback hatte sich das Pop-Duo Modern Talking ("Cheri Cheri Lady", "You're My Heart, You're My Soul") im Juni vergangenen Jahres wieder getrennt. "Ich muss euch sagen, mit Modern Talking ist es vorbei", hatte Dieter Bohlen bei einem Konzert im Rostocker Ostseestadion verkündet. "Thomas und ich haben uns einfach überlegt, dass wir in Zukunft wieder getrennte Wege gehen." Das Ende sei geplant gewesen, sagte er später. Uneinigkeit bestand aber anscheinend über den Zeitpunkt der Trennung. Ende 1987 war das Duo erstmals auseinander gegangen. Zwischen Anders' damaliger Frau Nora und Bohlen war es wiederholt zum Streit gekommen.


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didi
25.11.2004, 18:10
28.000 Dollar für die Jungfrau Maria im Brot

Der Kult um einen Käsetoast, auf dem das Antlitz der Jungfrau Maria zu sehen sein soll, hat Spaßvögel zur Nachahmung bewegt: So gibt es mittlerweile "Panini mit Madonna", "Falafel mit Arafat" und ein "Schnitzel mit Ariel Sharon" zu ersteigern.

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Das zehn Jahre alte Käsesandwich mit dem Antlitz der Jungfrau Maria hat jetzt für satte 28.000 Dollar, das sind rund 21.500 Euro, den Besitzer gewechselt. Die bisherige Toast-Besitzerin Diana Duyser hatte das Brot 1994 nicht aufgegessen, weil sie darauf die Madonna entdeckt hatte. Statt dessen verpackte sie es in Watte gehüllt in eine durchsichtige Plastikschachtel und bewahrte es als Glücksbringer auf ihrem Nachtkastl auf.

Der neue Besitzer ist das Online-Casino Golden Palace aus Florida. Die Eigentümer des Casinos sagten, sie betrachten das Brot als Teil der Popkultur und wollen es als Erkennungszeichen für eine Wohltätigkeitsorganisation verwenden.


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didi
27.11.2004, 19:44
Der Briten-Prinz ist nicht zu bändigen

Immer wieder Ärger mit Prinz Harry. Nachdem das britische Königshaus gehofft hatte, den rebellischen 20-Jährigen in der Zeit der Weihnachtspartys auf einer Ranch in Argentinien "ruhig stellen" zu können, ist Harry überraschend wieder zu Hause. Nach zwei Wochen auf einer Polo-Farm von Freunden in der argentinischen Pampa hatte es der "Party-Prinz" geschafft, seine Bewacher und die argentinischen Behörden mit Trinkgelagen und nächtlichen Eskapaden auf die Palme zu treiben, berichteten britische Boulevardzeitungen am Freitag. Harry traf am Samstagvormittag in London ein.

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Kriminelle sollen nach Aussagen eines unter Mordverdacht inhaftierten Argentiniers sogar geplant haben, den jüngsten Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana zu entführen. Die Kidnapper wollten so den Rücktritt von Sicherheitsminister Leon Arslanian erzwingen, hieß es in den Berichten. Harry sei seinen vier britischen Bodyguards und 15 örtlichen Beschützern immer wieder entwischt, wurde berichtet. Mit dem Motorrad, und gelegentlich laut Londoner "Daily Mail" auch mit dem Privatjet, verließ Harry heimlich die Ranch in der Nähe der Stadt Lobos, südwestlich von Buenos Aires.

Harry außer Kontrolle
In einer Bar im nahe gelegenen Ort Salvador Maria habe er sich von den örtlichen Schönen "verführen" lassen und wild betrunken, berichtete der "Daily Mirror." Farmer Adolfo Cordeu sagte der Zeitung: "Er entwischte einmal auf dem Motorrad und betrank sich so, wie es nur Briten können." Farm-Manager Oscar del Valle berichtete: "Harry war sehr beliebt, weil er keinen Dünkel hat. Aber er musste früher abreisen, weil er außer Kontrolle geraten war."

Schüsse auf der Ranch
Ein Höhepunkt war den Berichten zufolge am Mittwochabend erreicht, als auf der Ranch El Remanso Schüsse zu hören waren. Die Bewacher Harrys sollen dabei angeblich zu nervös auf herumstreifende Jäger reagiert haben. Harry befand sich zu dem Zeitpunkt auf der Ranch der Familienfreunde Mark und Luke Tomlinson, sei aber in den Zwischenfall "nicht involviert" gewesen. Nach den Berichten über eine angeblich geplante Entführung wurde der Prinz in die Obhut der britischen Botschaft in Buenos Aires gebracht. "Harry fällt durch seinen Lebensstil immer wieder auf. Er lernt es einfach nicht", sagte ein britischer Sicherheitsexperte der "Mail."

Harry, der schon mit 16 Jahren Kokain schnupfte, immer wieder betrunken aus der Rolle fiel und sich im Oktober vor einem Londoner Nachtclub eine Rauferei mit einem Pressefotografen lieferte, soll während der jüngsten Ereignisse in ständigem Telefonkontakt mit seinem Vater Prinz Charles gewesen sein.

Royals stapel tief
Das Königshaus in London tat allerdings sein Bestes, um den neuen Ärger um Harry herunterzuspielen. Die Berichte über Trinkeskapaden seien "unwahr", sagte ein Sprecher. Auch stimme es nicht, dass der Prinz früher als geplant heimkam. Eine Knieverletzung habe ihn daran gehindert, auf dem Pferderücken dem geliebten Polo-Spiel nachzugehen. Und außerdem, so sagte der Sprecher, gehe Harry ja im Januar zur Offiziersausbildung an die Elite-Akademie Sandhurst. Die allerdings hat den Ruf, seine Absolventen in kürzester Zeit auf militärische und und moralische Disziplin zu trimmen.


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didi
21.01.2005, 18:35
Ein Begräbnis wie für einen König!

Der ermordete Modeschöpfer Rudolph Moshammer wird am Samstag in einem Mausoleum auf dem Münchner Ostfriedhof beigesetzt. Zur Trauerfeier des 64-Jährigen werden mehr als 400 geladene Gäste erwartet. Die außergewöhnliche Ruhestätte - ein tempelartiger Grabbau - wurde im Jahr 1898 zusammen mit den anderen Friedhofsgebäuden errichtet.

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Das Grab mit der darunter liegenden rund 25 Quadratmeter großen Gruft sei zunächst durch den Hofschuhmachermeister von König Ludwig I. belegt gewesen, sagte der Leiter der städtischen Friedhofsverwaltung, Herbert Huber. 1988 habe Moshammer das klassizistisch geprägte Mausoleum für 50 Jahre als letzte Ruhestätte für seine Mutter Else und sich erworben.

Seit Mitte der 30er Jahre sei das Mausoleum nicht belegt gewesen - bis Moshammer auf der Suche nach einer geeigneten Grabstätte darauf stieß. "Das Mausoleum hat Herrn Moshammer sehr gut gefallen." Besonders sympathisch sei ihm gewesen, dass es zuvor von einem Mann belegt worden war, der mit der Bekleidung eines König zu tun hatte. "Mode und Mode passt zusammen." Zuletzt habe Moshammer über eine Verlängerung nachgedacht. "Es hat Gespräche gegeben über weitere 30 oder 50 Jahre."

Seite an Seite mit seiner Mutter
Der Sarg mit Moshammers 1993 gestobener Mutter Else wird nun in einer Gruftnische untergebracht; Moshammers Sarg soll zunächst in der Mitte auf den Boden gestellt werden. Unklar sei, ob darüber noch ein Sarkophag, etwa aus Marmor, errichtet werde. Über den Preis für die Belegung des Mausoleums schwieg sich Huber aus. Insider gehen aber von einem fünfstelligen Euro-Betrag für 50 Jahre aus. Der Pfarrer der evangelischen Lukaskirche sagte, Moshammer sei zwar aus der Kirche ausgetreten, jedoch sei er der Gemeinde durch sein Engagement für die Obdachlosen eng verbunden gewesen und bekomme deswegen ein Grab zugewiesen.

Mutmaßlicher Mörder wollte sich absetzen
Der mutmaßliche Mörder Moshammers wollte sich nach der Tat möglicherweise in den Irak absetzen. Der als Koch in einem Fast-Food-Restaurant tätige Mann sei am Tag nach dem Mord erst gegen Mittag bei seinem Arbeitgeber erschienen und habe um einen zweiwöchigen Urlaub gebeten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Anton Winkler, am Freitag. Der 25-Jährige habe angegeben, in seine Heimat reisen zu wollen. Bevor es soweit war, klickten jedoch die Handschellen.

Der Mann wird der Bluttat verdächtigt, weil er Moshammer angeblich im Streit um ausstehendes Geld für Liebesdienste ermordete.

"Danke, dass du gelebt hast!"
Am Freitag haben hunderte Münchner Abschied von dem Modeschöpfer genommen. Zu den Klängen von Mozarts Streichquartett defilierten sie in der Münchner St. Lukas Kirche an dem mit einem weißen Blumenmeer bedeckten Mahagoni-Sarg vorüber. Allein in der ersten Stunde trugen sich rund 300 Menschen in das Kondolenzbuch ein. "München wird Dich vermissen", war dort zu lesen, und: "Danke, dass Du gelebt hast".

Daisy bekommt die Villa
Als Haupterben hat der Modeschöpfer seinen Geschäftspartner, den Immobilienhändler Walter Käßmeyer (76) eingesetzt. Er soll das auf mehrere Millionen Euro geschätzte Erbe im Sinne Moshammers verteilen. Käßmeyer hat bisher keine Erklärung abgegeben, ob er das Erbe antreten will. Zeitungsberichten zufolge ist Käßmeyer seit 1966 zu 50 Prozent an Moshammers Boutique beteiligt. Er soll "Mosi" einst einen Kredit von 230.000 Euro gewährt haben, damit dieser sich aus einfachen Verhältnissen hocharbeiten konnte, schreibt "Bild".

In seinen Vermächtnissen hat Mosi unter anderem auch Obdachlose und seinen langjährigen Chauffeur bedacht. Auch für seine Hündin Daisy ist gesorgt. Sie soll laut "Bild"-Zeitung zusammen mit dem Chauffeur in dem Anwesen Moshammers in Grünwald leben dürfen.


Quelle: www.krone.at