Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intel bringt 2005 Dual-Prozessorkern für Desktops
Intel hat inzwischen bestätigt, die Pläne für das nächste Jahr geändert und die Entwicklung des geplanten Nachfolgeprozessors des Pentium-4-Prescott mit Codenamen Tejas, eingestellt zu haben. Dafür soll aber im gleichen Jahr ein Doppelprozessor für Desktops herauskommen -- so etwas war ursprünglich erst für weit später vorgesehen. Offiziell angekündigt war bislang nur ein Dual-Prozessor für die Workstation/Server-Linie im Jahre 2006. Als Abgesang der Pentium-4-NetBurst-Architektur soll aber diese Entscheidung nach Aussage des deutschen Pressesprechers Christian Anderka nicht verstanden werden, Intel hält sich hier vielmehr noch Wege offen. So wird auch noch nicht verraten, ob es sich bei dem Doppelprozessor um einen Abkömmling der NetBurst-Architektur oder um einen Nachfahren der Pentium-M-Linie handeln soll. Für letzteres spricht, dass ein entsprechender Prozessor mit Codenamen Jonas schon auf den inoffiziellen Mobile-Roadmaps für 2005 zu finden ist.
Offen bleibt natürlich auch, ob bei Intels Entscheidung die jüngste Ankündigung des Konkurrenten AMD, im nächsten Jahr einen Opteron mit Dual-Core herauszubringen, eine Rolle gespielt hat. Zwar hat AMD-Chef Hector Ruiz einen Einsatz für Desktops erst einmal verneint, aber vielleicht traut Intel dem Frieden nicht. Schließlich könnte AMD bei Bedarf recht schnell aus dem Dual-Opteron einen Dual-Athlon64 für Desktops "zaubern".
Quelle: Heise
Es gab mal (vor ca. 20 Jahren, zur Zeit von ATARI ST und Amiga) die sogenannten Transputer: Prozessoren, die beliebig zu Mehr-CPU-Knoten verschaltet werden konnten, dh. man schaltet 4 CPUs zu einem Knoten und macht dann aus zB. 2 solcher Knoten wieder einen 'Ueberknoten' usw.
T-600 und T-800 hiessen die CPUs soweit ich das richtig erinnere und es gab zB. Steckmodule mit Prozessor und Speicher auf Atari- und PC-Basis (fuer jeweils >1000 DM).
Der Witz an der Sache war, das der einzelne CPU-Baustein gar keine so hohe Leistung erbringen musste, sondern der Verbund durch die Summe der Einzelleistungen entsprechend stark war (aehnlich Ameisenhaufen ;) ).
Dann verschwanden die Transputer sang- und klanglos (ich vermute mal, dass das Potential zu gross war - also durch die beliebige Erweiterbarkeit haette man nicht immer teurere/schnellere Prozessoren verkaufen koennen (siehe zB. Intel) bzw. der fuer jede CPU erforderliche Speicher (damals jeweils 1MB!) ein zu hoher Kostenfaktor war).
Kommt jetzt die 'gleiche Welle' wieder ins Rollen? Sinnig waere es schon irgendwie, weil Speicher im Verhaeltnis wesentlich guenstiger geworden ist und zum Zweiten die Prozessoren nicht immer hoeher getaktet werden muessten, um ca. 10-15% mehr Leistung zu erreichen. Ein Multiprozessor aus zB. 4 mal 1GHz Mobil-Pentium (um mal eine 'in-etwa Geschichte' zu nenen) wird vermutlich erheblich weniger Abwaerme produzieren (und damit Watt einfach so 'verbraten') als ein 4 GHz P4 und das bei aehnlicher Leistung - oder sehe ich da irgendetwas total falsch?
Vorteil eines Multiprozessor-Konzeptes: Man braucht alles andere nur einmal, Gehaeuse, Platten, CD, Sound-, Netzwerk- und Grafikkarte.
Nachteil: Der Durchsatz auf des Gesamtsystems (Bus etc.) muss sich erhoehen, damit die erforderlichen Daten auch zwischen Speicher, Prozessoren und sonstigen Komponenten in entsprechender Geschwindigkeit ausgetauscht werden koennen.
nun, AMD sagt zwar das es 'ofiziell' noch keine AMD64 variante der 2 kern CPU geben wird, aber so weit ich das gelesen habe soll es wohl noch dieses jahr einen ersten anlauf geben. erst nur für server technologie (steht ja auch oben). aqber spätestens 2005 soll es eine AMD64 Desktop variente geben. damit wird der vorteil (behaupte ich mal) wieder bei AMD landen.
vBulletin® v4.1.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.