PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der ultimative Hardware-Leitfaden



Nexus
09.05.2004, 15:51
Inhaltsverzeichnis:

A. Der ultimative Grafikkarten-Leitfaden V 1.1
B. PC-Kühlung
C. Prozessorentechnik
(noch in arbeit, Links zu diesem Thema bitte per PM an mich)

Nexus
09.05.2004, 15:53
Einführung
So, damit nicht mehr jeder nach den neuesten Grafikkarten, den Eignungen für Spiele oder die Grafikkarte mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis fragen muss, gibt’s ab jetzt diesen Thread: Alle wichtigen Grafikchips werden mitsamt Leistungsvermögen eingestuft, sodass jeder auch weiß, was er da für sein Geld kauft.
Dieser Thread wird ständig auf den neuesten Stand gebracht werden, sodass auch aktuelle Grafikkarten und Grafikkarten, die erst nach dem Thread erscheinen, behandelt werden können. Um nicht den Rahmen zu sprengen, werden alle Grafikkarten, deren Leistungsniveau unterhalb dessen einer Riva TNT 1 liegt, im 2. Post erläutert (Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind)- schließlich soll das hier kein Thread für Nostalgiker, sondern für Spieler werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Technische Details und ältere Grafikchips
1.1:Grafikkarten und Technologien allgemein
1.2: Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind

2. Grafikkarten der 2.Generation
2.1: Riva TNT2
2.2: GeForce 1-2MX
2.3: Kyro1SE und Kyro 2
2.4: Radeon 7XXX

3. Grafikkarten der 3.Generation
3.1: GeForce 2
3.2: GeForce 3
3.3: Radeon 8500 (LE)
3.4: GeForce 4 MX
3.5: Matrox Parhelia
3.6: Radeon 9000/9100

4.Grafikkarten der 4. Generation
4.1: GeForce 4 Ti
4.2: Radeon 9500 (Pro)
4.3: Radeon 9700 (Pro)
4.4: GeForce FX 5800 (Ultra)

5.Grafikkarten der 5. Generation
5.1: Radeon 9200
5.2: Radeon 9600 (Pro)
5.3: Radeon 9800 (Pro)
5.4: GeForce FX 5900 (Ultra)
5.5: GeForce FX 5600 (Ultra)
5.6: GeForce FX 5200 (Ultra)

6.Empfehlungen in den jeweiligen Segmenten
6.1: Niedrigpreis-Segment (bis 150€)
6.2: Mittelpreis-Segment (bis 300€)
6.3: Hochpreis-Segment (ab 301€)

Nexus
09.05.2004, 16:02
1.1:Grafikkarten und Technologien allgemein
Während noch vor wenigen Jahren die CPU der wichtigste Teil eines handelsüblichen PC war, so hat sich die Grafikkarte in den letzten Jahren zum wichtigsten (und teuersten) Bestandteil herkömmlicher PCs gemausert. Dies liegt vor allem an der rasanten Entwicklung von PC-Spielen, die immer wieder neue Anforderungen an die Grafikchip-Hersteller stellen.
Es gibt mehrere Grafikschnittstellen: Die wichtigsten sind OpenGL und DirectX.
Es gibt mehrere Standards, die man kennen sollte, um Grafikkarten besser zu differenzieren:

T&L (Transform and Lightning);Technologie, durch die 3D-Modelle und Lichteffekte von dem Grafikchipsatz und nicht von der CPU berechnet werden. Die meisten heutigen Grafikkarten haben T&L integriert, ältere (z.B. die Riva TNT), müssen T&L softwareseitig in Anspruch nehmen, was Performance kostet.

PixelShader/Vertexshader; eine in DirectX8 integrierte Technologie, die Texturierte Oberflächen echter aussehen lässt (Ein gutes Beispiel ist das Wasser in Morrowind).
Diese Technologie ist in allen Grafikkarten ab der GeForce 3 (außer der GeForce 4 MX) enthalten, beim Neukauf einer Grafikkarte sollte man unbedingt darauf achten.

Anti-Aliasing; Technik, mit der Kanten in 3D-Spielen geglättet werden... kostet bei integriertem Anti-Aliasing (GeForce 4 Serie und Radeon 9700) relativ wenig Performance (Hardware-Anti-Aliasing), Software-Anti-Aliasing hingegen kann auf langsameren Systemen zu viel Performance fressen

Anisotropic Filtering; Technik, die die Bildqualität auf Kosten der Performance verbessert

Wichtig: Obwohl von vielen Herstellern überschwänglich beworben, bietet AGP8fach keine Vorteile gegenüber AGP4fach, weil die meisten Programmierer sowieso um den Flaschenhals AGP herumprogrammieren.

Übrigens: Die DirectX- Versionsangabe sagt aus, welche Technologien eine Grafikkarte unterstützt, deswegen kann auch diese Liste hilfreich sein:

DirectX7-konform:
GeForce 1-2MX
Kyro1SE und Kyro 2
Radeon 7XXX
GeForce 2
Geforce 4MX

DirectX8-konform:
GeForce 3
Radeon 8500(LE)
GeForce 4 Ti

DirectX9-konform:
Radeon 9700

1.2: Alle Grafikkarten, die älter als eine Riva TNT2 sind
Dieser Teil handelt von Grafikkarten, die meist älter oder langsamer als eine Riva TNT sind, z.B.:
Ati3DRage Pro
Voodoo 1
Voodoo 2
Voodoo Banshee
Voodoo 3
Voodoo 5
Ati Rage 128
Ati Rage Fury
Matrox G200 und G400
Savage 4
Alle diese Grafikchips sind eigentlich nur noch für Nostalgiker etwas wert- für Spiele oder Grafikentwicklung taugen sie nichts mehr, viele Anwendungen starten aufgrund mangelnder Treiberentwicklung auch erst gar nicht mehr. Leute, die noch Probleme mit 3dfx-Karten (Voodoo) haben oder Treiber brauchen, sind auf www.voodoofiles.com gut aufgehoben.

Nexus
09.05.2004, 16:03
2.1: Riva TNT 2
Die Riva TNT 2 von Nvidia basiert im Grunde auf einer höher getakteten TNT1, der Speicher wird mit 150 MHz, bzw 183 MHz getaktet, auf der Platine ist außerdem ein bis zu 32MB großer Speicherriegel (5ns Antwortzeit). Seinerzeit war die Riva TNT eine Klasse für sich, heute sollte man sich eine Neuanschaffung überlegen. Die Karten sind heutzutage nicht mehr erhältlich.


2.2: GeForce 1-2MX
Mit der GeForce1 begann der Boom der High-End-Grafikkarten, die GeForce2 MX war schließlich nur eine aufgebohrte GeForce 1 und längst nicht so schnell wie die "richtige" GeForce 2. Die MX-Variante gibt’s als MX400 und MX200, letztere allerdings mit weniger Grafikpipelines, was die Performance deutlich ausbremst. Bis vor einem Jahr war die GF2MX sehr beliebt in Komplettsystemen, weil sie billig war und trotzdem das schöne Kürzel "2" tragen durfte; allerdings sind die Karten hoffnungslos veraltet; lediglich mit MX400 Karten kann man bei minimalen Details und Auflösungen von 640*480 neue Spiele noch zum starten bewegen. Die GeForce 2MX-Karten sind im Handel nur noch selten zu bekommen und dann meist zu exorbitanten Preisen.
Wer seinen PC nur für Office nutzt, ist mit diesen Grafikkarten gut bedient, für Spieler gilt: "Finger weg"!

2.3: Kyro1SE und Kyro 2
Auch von ST Microelectronics gibt es Grafikchips: Die Kyo1SE und die Kyro 2 waren zu ihrer Zeit ernstzunehmende Gegenspieler der GeForce 2MX-Karten: Durch die neuartigen Techniken Hidden Surface Removal (Nur sichtbare Flächen werden berechnet, spart Performance) und Tile Base Rendering (zerteilt Texturen in 32*16 Pixel große Tiles; entlastet Grafikspeicher) konnten die Karten teilweise sogar "normalen" GeForce 2-Karten Paroli bieten; in speziellen Benchmarks von ST (z.B. der Villagemark) zeigte sich, dass die Technologien durchaus Leistungszuwachs brachten; allerdings lohnt die Anschaffung heute nicht mehr, weil die Karten T&L nicht unterstützen und somit immer weniger Spiele zeitgemäß angezeigt werden können. Die Karten sind nicht mehr für anständige Preise erhältlich.


2.4: Radeon 7XXX
Bitte nicht falsch verstehen; es gab niemals eine Grafikkarte mit Namen Radeon 7XXX, in diesem Teil sollen alle Ati-Grafikkarten mit einer 7 am Anfang beschrieben werden (z.B.: Radeon 7200, Radeon 7500). Um dem GeForce 1-Chip Konkurrenz zu bescheren, entwickelte Ati den Radeon 1-Chip, der aber nicht an die GeForce herankam. Später aber zeigten aufgebohrte Radeon-Karten sogar GeForce 2-Vertretern, wo der Hammer hing: So konnte die Radeon 7500 sogar mit der GeForce 2 Ultra mithalten, die Radeon 7200 hingegen war für Spieler keine echte Alternative. Auch heute noch kann man mit der Radeon 7500 viele Spiele ordentlich spielen; bei Grafik-Krachern wie Unreal Tournament 2003 hingegen muss man die Auflösung schon drastisch reduzieren, um nicht eine Dia-Show ansehen zu müssen. Es gibt immer noch Radeon7000-Karten für 40-50€; allerdings ist das Preis/Leistungsverhältnis hier denkbar schlecht. Wer den PC nicht zum Spielen benutzt kann mit den Radeon 7XXX noch leben- alle anderen sollten die Anschaffung einer neuen Grafikkarten in Erwägung ziehen.

Nexus
09.05.2004, 16:04
3.1: GeForce 2
Nach dem Erfolg der GeForce 1 musste ja ein Nachfolger kommen; allerdings war der GeForce2-Chip nur ein höher getakteter GeForce1-Klon. Von der GeForce2 (ohne MX) gab es sage und schreibe 4 Versionen: Die GeForce 2 Pro und die GeForce 2 GTS machten den Anfang, wobei die Pro-Version gegenüber der GTS-Variante etwa 10% Performance-Vorsprung hatte. Die GeForce 2 Ultra setzte komplett neue Maßstäbe und war satte 30% schneller als eine GeForce 2 Pro. Mit dem Release der ersten GeForce 3-Karten wurde die Produktion der Pro, GTS und Ultra eingestellt und durch die GeForce 2 Ti ersetzt, deren Performance ca. 10% unter der der GeForce 2 Ultra lag. Die Karten stellen auch aktuelle Titel meist noch flüssig dar- allerdings nur unter minimalen Auflösungen und mit reduzierten Details. Zudem sind die immer häufiger in Spiele integrierten Pixel- und Vertex-Shader nicht integriert was die Effekte leider oft relativ unansehnlich macht. Karten dieses Typs sind nur noch bei wenigen Händlern erhältlich und längst nicht so billig wie sie angesichts der schlechten Leistung sein müssten.

3.2: GeForce 3
Die GeForce 3 ist eine komplette Neuentwicklung und hat außer dem Namen nicht mehr viel mit der GeForce 2 gemeinsam. Als die erste GeForce 3 releast wurde, gab es noch nicht viele Benchmarks, die den Vorteil messbar machten; heutzutage allerdings kann man mit der GeForce 3 immer noch in den Genuss schöner Effekte kommen. Es gibt 3 Versionen: Die GeForce 3, die GeForce 3 Ti500 und die GeForce 3 Ti200. Die Ti200 ist etwa 5% langsamer als eine "normale" GeForce 3, die Ti500 hingegen überbietet die GeForce 3 um etwa 20%.
Zwar stellen die Karten heute nicht mehr das Nonplusultra da, allerdings gibt es nur wenige Spiele, die den Grafikkarten dieser Serie ihre Grenzen aufzeigen, dank T&L sowie Pixel und Vertexshader ist die Karte auch für die Zukunft gut gerüstet, auch im nächsten Jahr werden die meisten Spiele voraussichtlich noch flüssig laufen (wenn auch nicht auf maximaler Auflösung/Detaillevel) Die Karten kosten heute noch etwa 70-80€. In diesem "Niedrigpreis-Segment" regiert allerdings die schnellere GF 4 Ti4200 sodass sich die Anschaffung einer GF3 heutzutage nicht mehr lohnt.


3.3: Radeon 8500 (LE)
Als Gegenpart zu nVidias GeForce 3 entwickelte Ati die Radeon 8500, die ungefähr auf dem Leistungsniveau einer "normalen" GeForce 3 lag. Die Karten mit dem Zusatz LE sind etwa 10% langsamer als eine normale Radeon 8500. Die Karten sind immer noch für die meisten Spiele vollkommen ausreichend, auch Unreal Tournament 2003 lässt sich bei etwas reduzierter Auflösung flüssig spielen, dank DirectX8-Unterstützung und den ATI-Technologien Smartshader und Truform sind die Karten auch zukunftssicher, nur wenige Spiele stellen zu hohe Anforderungen an eine Radeon 8500-allerdings muss man auch hier teilweise Abstriche bei den Details machen.
Die Karten sind heute fast gar nicht mehr erhältlich- kein Wunder bei dem heutzutage schlechten Preis/Leistungs-Verhältnis.


3.4: GeForce 4MX
Zeitgleich mit den neuen GeForce 4 Ti-Karten wurden auch die GeForce 4 MX-Karten released, allerdings basieren diese nicht (wie nVidia mit der Namensgebung suggeriert) auf dem GeForce 4 Ti-Kern, sondern sind lediglich höher getaktete GeForce 2TI´s. Es gibt auch hier 3 Versionen: Die MX420 (75€), die MX440(125€) und die MX460(150€), wovon letzterer ungefähr auf dem Niveau einer GeForce3 Ti200 liegt, die MX440 ist etwa 5% langsamer, die MX420 ist dagegen fast schon langsamer als eine GeForce 2. Die Karten sind zwar aufgrund der hohen Taktung teilweise relativ schnell, allerdings fehlen der MX-Reihe Pixel und Vertexshader, weshalb die Zukunft für diese Karten eher düster aussehen dürfte. Leider verbauen immer noch viele Hersteller um Geld zu sparen, in "Multimedia- PC´s" lahme MX-Karten, die nur ca. 20? billiger als die doppelt so schnellen Ti-Vertreter sind. Auf keinem Fall kaufen; auch bei Komplettsystemen auf das Ti-Kürzel achten!


3.5: Matrox Parhelia
Die Matrox Parhelia ist die erste Matrox-Karte für normale PC-Anwender seit langem.
Sie ist gleichzeitig auch die erste Karte mit 512-Bit-Architektur und verfügt über 128MB Grafikspeicher. Allerdings ist sie trotz des exorbitanten Preises für Spiele wegen der geringen Taktraten ungeeignet; sie ist nur etwa 15% schneller als eine GeForce 3 Ti200 (ca. 8000 3DMarks). Trotz der eigentlich Bahnbrechenden Technik (z.B. Displacement Mapping) stellt sie für Spieler keine Alternative dar, mit 500? ist sie außerdem völlig überteuert. Wer ältere Betriebssysteme als Windows ME hat, bekommt von Matrox keine neuen Grafiktreiber mehr, sämtliche neuen Treiber werden nur für XP und W2K programmiert.


3.6: Radeon 9000/9100
Und schon wieder eine Serie deren Name mehr verspricht, als sie halten kann; die "9" am Anfang ist aber mehr Schein als Sein: Schließlich beruht die Architektur der aller 9XXX-Karten auf einem vereinfachten R-200-Chip (Radeon 8500) und nicht auf dem R-300 (Radeon 9700). Die Leistung der Karten liegt knapp über der einer GeForce 3 Ti200, allerdings entspricht der Preis nicht der Leistung: Denn während GeForce 3 Ti200-Karten bereits für gute 100 € über den Ladentisch gehen, muss man für die Radeon 9000 stolze 140-150? berappen. Auch auf der technischen Seite ist die Radeon 9000 gut mit der GeForce 3 zu vergleichen: Mit Pixel/Vertexshadern ist sie DirectX-8-konform und bietet damit deutlich mehr Zukunftssicherheit als Karten vom Typ GeForce 4 MX. Wer eine Neuanschaffung plant, sollte allerdings nicht zur Radeon 9000 greifen; Für das gleiche Geld bekommt man schon GeForce 4 Ti-Karten, denen die Radeon 9000 nicht das Wasser reichen kann. Untereinander tun sich die Radeons recht wenig: etwa 10% liegen zwischen der Radeon 9000 und der Radeon 9100.

Nexus
09.05.2004, 16:04
4.1: GeForce 4 Ti
Auch von der GeForce 4 Ti gibt es 3 Varianten; Die GeForce 4 Ti4200(80-100€), die GeForce 4 Ti4400 (130-150€)und die die GeForce 4 Ti4600 (180-220€). Allerdings wurde die Ti4200 erst später released (ein Marketing-Trick von Nvidia), um auch die MX-Karten zu verkaufen: Bei dem Release waren nur die MX-Karten erschwinglich, deswegen gingen viele MX460-Karten über den Ladentisch, die nicht viel mehr Performance als eine GeForce 2 hatten. Nach 2 Monaten kam die Ti4200 heraus, welche für 200€ "echte" GeForce 4 Ti-Performance bot. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen betragen nur etwa 10%, weswegen sich eine Ti4600 nur für Leute lohnt, die gerne bei 1600*1200 Pixeln spielen. Die Ti4200-Karten haben immer noch das ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis und bieten mit Hardware-Anti-Aliasing, Pixel und Vertexshadern und einer hohen Taktung eine gute Zukunftssicherheit; Wer möchte, kann Modelle mit besonders schnellem Speicher (z.B. von Albatron) auch auf das Niveau einer GeForce 4 Ti4600 übertakten, die meisten Albatron- Modelle machen das problemlos mit. Performance-Fetischisten sollten allerdings zu einer Radeon 9700 Pro greifen. Allerdings kommt auch die Ti4200 in die Jahre- ohne DX9-Unterstützung wird sie in ca. einem halben Jahr nicht mehr alle Effekte darstellen können. Trotzdem ist die Karte vom Preis/Leistungs-Verhältnis her immer noch hervorragend. Wer mit leicht reduzierten Details in der Zukunft leben kann, ist mit der Ti4200 gut bedient.
Seit einiger Zeit werden auch Karten verkauft, die mit der Namensgebung "Ti4800SE" wohl suggerieren wollen, dass sie schneller sind als die Ti4600; Ihre Performance liegt aber eher im Bereich der GF4 Ti4400.


4.2: Radeon 9500(Pro)
Da muss sich nVidia warm anziehen: Mit dem Release der Radeon 9500-Karten gibt es jetzt auch im Mittelpreis-Segment harte Konkurrenz für die GeForce 4 Ti: Die Radeon 9500 gibt’s ohne Pro und mit Pro, der Unterschied zwischen Pro und Nicht- Pro ist indes deutlich größer als man vermuten würde. Beide Karten sind standardmäßig mit 64MB RAM ausgestattet, durch DirectX-9-Konformität wird die Karte auch in einem Jahr noch nicht zum alten Eisen gehören. Weil der Radeon 9500-Chip auf der Architektur der Radeon 9700 basiert, hat er die gleichen Stärken: Im normalen Betrieb (also ohne Anisotropic Filtering und Anti-Aliasing) ist er ungefähr mit der GeForce 4 Ti4200 vergleichbar. Wenn man allerdings Anisotropic Filtering und Anti-Aliasing aktiviert, so gelangt die Radeon 9500 Pro in ungeahnte Höhen: In diesem Fall unterliegt sie sogar der GeForce 4Ti 4600 nur sehr knapp.
Die 30? Euro für die Pro-Variante sollte man übrigens auf keinen Fall sparen; der Performance-Unterschied ist sehr deutlich.
Eine Ausnahme gibt es: Mit bestimmten Tools kann man 9500er ohne Pro auf das Niveau von 9700ern ohne Pro bringen, indem die 4 deaktivierten Pipelines wieder aktiviert werden. Dies ist allerdings nur bei Karten möglich, die nach ATi-Referenzdesign gebaut werden.
Inzwischen ist die Radeon 9500 von der 9600 abgelöst worden (siehe weiter unten).

4.3: Radeon 9700(Pro)
Mit der Radeon 9700 (Pro) ist es ATi das erste Mal gelungen, die aktuelle GeForce zu schlagen. Seit Herbst 02 gibt es die Radeon 9700 Pro-Karten, die "normale" 9700 gibt es seit Dezember 02.
Die Karten sind allesamt DX9-kompatibel und mit 128MB RAM bestückt. Über die Performance einer GeForce 4 Ti4600 kann die Radeon nur lachen; 10% Performance bei normaler Bildqualität sprechen für ATi. Die Königsdisziplin der 9700er aber ist die Leistung unter Anti-Aliasing und Anisotropic Filtering: Dort demontiert sie die Ti4600 aufs Ärgste. Die 9700 Pro-Karten kosten ab 380€, die 9700er sind für unter 300€ zu haben. Der Performanceunterschied zwischen den beiden ist aber äußerst gering und rechtfertigt den großen Preisunterschied nicht. Wer höchste Performance braucht, ist mit der 9700er-Klasse gut beraten.
Die "normale" Radeon 9700 gibt es inzwischen schon für erfreuliche 230-250€. Damit mausert sich die Radeon 9700 zum Preistipp in der "gehobenen Mittelklasse". Die Radeon 9700 Pro schlägt mit etwa 380? zu Buche und ist damit nicht mehr konkurrenzfähig gegen die Radeon 9800 Pro (siehe unten).


4.4: GeForce FX 5800 (Ultra)
Mit der GeForce FX 5800 Ultra wollte nVidia endlich die Krone der schnellsten Grafikkarte wiedererobern. Die FX 5800 ist selbstverständlich DX-9-fähig - und sogar noch mehr: Die FX 5800 kann in einigen Bereichen (Shaderprogramme aufwändiger) sogar mehr als DX9 verlangt. Ob das einen Vorteil für die Kunden bringt ist allerdings fraglich. Um die gewünschten hohen Taktraten zu erreichen ohne dass die FX 5800 aufgrund zu hoher Temperatur den Dienst quittiert, musste nVidia ein neues Kühlsystem entwickeln. Diese monströse Kühlung verursacht einen enormen Lärm, macht die GeForce zu einem echten Gewichtskönig (610g), und sorgt dafür, dass der erste PCI-Slot im Mainboard unbrauchbar wird (er wird durch die Kühlung verdeckt). Der Preis ist mit mehr als 400? enorm. In der Performance allerdings behält nVidia recht: Die GeForce FX 5800 Ultra ist mit (wenn auch geringem) Abstand schneller als die Radeon 9700 Pro. Der geringe Performancegewinn gegenüber einer Radeon 9700 Pro rechtfertigt aber weder den exorbitanten Preis noch die enorme Lautstärke und Größe des Kühlsystems. nVidia hat mit der FX 5800 Ultra ein wahres Grafikkarten-Monster geschaffen- zu einem monströsen Preis. Wer um jeden Preis auch das letzte bisschen Performance braucht kann zugreifen- jeder "Normalo" sollte die Finger von der FX 5800 Ultra lassen.

Nexus
09.05.2004, 16:05
5.1: Radeon 9200
Die Radeon 9200 wird von ATi in einem Schwung mit der Radeon 9600 und der Radeon 9800 released, um die Vorgänger (9100, 9500, 9700) abzulösen. Allerdings taugt die Radeon 9200 auch nicht viel mehr als ihre Vorgängerin (die Radeon 9000/9100): Auf dem R200-Kern basierend, unterstützt sie "nur" DX-8 und hat nur eine Textureinheit pro Pipeline. Das ist auch der Grund für ihr mäßiges Abschneiden in der Performance: Sie erreicht unter DX8-Benchmarks nur Leistungen noch unterhalb denen einer Ti4200. Die Radeon 9200 hat gegenüber ihrem Vorgänger nichts Neues zu bieten und bringt auch keinen frischen Schwung in die R-200 Technik. Für Spieler ist diese Karte zu einem Preis von etwa 80€ nur mäßig interessant.

5.2: Radeon 9600 (Pro)
Die Radeon 9600 Pro ist als Nachfolger der im Mittelpreis-Segment überaus erfolgreichen Radeon 9500 (Pro) konzipiert. Gegenüber der Radeon 9500 Pro hat die 9600 nur die Hälfte der Pixel-Pipelines und Vertex-Shader- ein Argument gegen die Radeon 9600. Auch die neuen Techniken wie "Smartshader 2.1" bringen die verloren gegangene Performance nicht zurück, was sich in einer für ATi bitteren Performance niederschlägt: In fast allen Tests ist die Radeon 9600 ihrem direkten Vorgänger der Radeon 9500 unterlegen. Zwar kann die Radeon 9600 sich gegen die Konkurrenz aus dem Hause nVidia (GeForce FX 5600) knapp behaupten- aber dies als Sieg zu feiern ist Augenwischerei, hätte der Vorsprung doch viel größer sein können. Allerdings muss man verstehen, dass durch die weggefallenen Elemente die Herstellung der Radeon 9600 deutlich preiswerter für ATi wird- insofern ist der Schritt verständlich. Durch die Radeon 9600 ist der Abstand zwischen dem Mittelpreis-Segment und dem Hochpreis-Segment deutlich gewachsen. Wer noch Exemplare der Radeon 9500 bekommen kann, sollte diese vorziehen, alle anderen müssen wohl mit der Radeon 9600 vorlieb nehmen. Die meisten Karten dieser Gattung kosten ~200€.

5.3: Radeon 9800 (Pro)
Mit der Radeon 9800 (Pro) macht ATi den von der GeForce FX 5800 gerade gewonnen Vorsprung wieder zunichte:
Durch einen konsequent weiterentwickelten und optimierten 9700-Kern: Mit seinen 8 Pixel-Pipelines und 4 Shader- Units bezwingt die Radeon 9800 Pro die GeForce FX 5800 unter Normalbedingungen knapp: Unter FSAA und Anisotroper Filterung deklassiert sie diese sogar. Allerdings ist der Preis auch dementsprechend: Für unter 400€ bekommt man die Radeon kaum. Normalspieler werden auch mit weniger zufrieden sein - für Powergamer ist die Radeon 9800 das richtige.

5.4: GeForce FX 5900 (Ultra)
Kaum ist die Radeon 5800 auf dem Markt, schon reagiert nVidia auf die harsche Kritik und released den Nachfolger, an dem viel verändert wurde: Neben einer auf 256-Bit breiten Speicheranbindung bekommt die 5900 ein neues Speicherinterface nebst "4:1 Color Kompression" spendiert welches für mehr Dampf sorgt. Die DDR2-Module der FX 5800 werden durch DDR1-Module ersetzt, welche langsamer, aber leichter und billiger zu produzieren sind. Und das wirkt: In nahezu jedem Benchmark schlägt die GeForce 9500 die Radeon 9800 Pro was vor allem auf die breitere Speicheranbindung zurückzuführen ist. Die Performance hat allerdings ihren Preis: Unter 500? kommt man nicht an eine FX 5900 heran. Wer den letzten Frame braucht kommt um die GeForce FX 5900 nicht herum.

5.5: GeForce FX 5600 (Ultra)
Die GF FX 5600 soll ATi endlich wieder Konkurrenz im Mittelpreis-Segment bescheren, welches zuletzt vor allem durch die Radeon 9500 (Pro) dominiert wurde. Dies gelingt zumindest teilweise: Wenn auch in DX8-Benchs einer GF 4 Ti4200 deutlich unterlegen, punktet sie bei angeschaltetem Anti-Aliasing und anisotropischer Filterung. Gegen die Radeon 9500 (Pro) hat sie aber keine wirkliche Chance - sie bewegt sich eher auf dem Level der etwas langsameren Radeon 9600 (Pro). Der Preis liegt bei etwa 180 (Non-Pro-Version, Abit) bis 270€ (Pro-Version, AOpen). Die FX 5600 wird es wohl Schwerhaben sich gegen die Radeon 9500/9600 durchzusetzen: Mit Performance die teilweise unter der einer GeForce 4 Ti4200 liegt kann man heutzutage auch im Mittelpreis-Segment nichts mehr gewinnen.

5.6: GeForce FX 5200 (Ultra)
Mit der GeForce FX 5200 (Ultra) stellt nVidia einen direkten Konkurrenten zu der Radeon 9000/9200 im Niedrigpreis-Segment auf. Dieser Karte ist sie vor allem wegen DX9-Support und schnelleren Werten unter FSAA und Anisotroper Filterung überlegen. Die deutlich langsameren Non-Pro Versionen sind bereits für 80€ erhältlich, Die Pros kosten um die 150€. Wer wenig Geld ausgeben will und trotzdem nicht auf DirectX9 verzichten möchte, liegt bei dieser Karte genau richtig.

Nexus
09.05.2004, 16:05
6.1: Niedrigpreis-Segment (bis 150€)
Das Niedrigpreis-Segment regiert nVidia: Auch für 80€ kann man schon anständige Performance bekommen (GF 4 Ti4200) und selbst auf DirectX 9 muss man nicht zwangsläufig verzichten (GF FX 5200 Ultra).

6.2: Mittelpreis-Segment (bis 300€)
Das Mittelpreis-Segment führt ATi an: Für nur 230-250? gibt es schon Radeon 9700-Modelle von Herstellern wie Sapphire. Nur noch selten erhältlich sind leider Radeon 9500 Pro-Modelle (180€)- wer in dieser Preisklasse sucht muss mit der Radeon 9600 Pro vorlieb nehmen.

6.3: Hochpreis-Segment (ab 301€)
Im Hochpreis-Segment teilen sich nVidia und ATi den ersten Platz: Zwar bietet die GeForce 5900 Ultra die höchste Performance, allerdings hat auch die Radeon einige Vorteile (man vergleiche den Kühlkörper). Zudem ist die ATi noch deutlich billiger. Wer jeden Frame brauch kommt nicht um die GeForce FX 5900 Ultra herum - Kunden mit einer Abneigung gegen monströse Kühlkörper sind mit der Radeon 9800 Pro besser beraten.

Nexus
09.05.2004, 16:16
So das war’s von mir ich hoffe ich kann einigen von euch mit diesem Thread helfen. Sollten Unklarheiten oder Verbesserungsvorschläge bestehen, bitte einfach per PM oder Mail an mich richten ich werde mich dann drum kümmern.
Macht’s Gut

Aktualisierungen:

09.05.04
- Neugestaltung der Überschriften
- Text Überarbeitung

Nexus
09.05.2004, 21:10
Einführung
Die Geschichte der Gehäusekühlung ist eine Geschichte für sich. Sie ist geprägt von vielen Missverständnissen wie z.B. das man bei den aktuellen Systemen mindestens 4 Lüfter in seinen Chase braucht. Ich für meinen teil kann nur sagen das mehr Lüfter auch mehr Kühlleistung bedeuten.
Und was den Geräuschpegel angeht, so kann man durch gute aber euch teure Low-Noise Lüfter eine menge erreichen. Nun, leider sind aber die wenigsten billigen Lüfter leise, und so verwandelt sich der PC schnell in einen Kampfjet was den Geräuschpegel angeht.
In diesem Artikel befassen wir uns einmal mit der Optimalen Gestaltung ihres Systems, um eventuell noch mehr Kühlleistung heraus zu kitzeln.
Ich zeige ihnen einige beispiele wie sie ihre Lüfter richtig platzieren und so für einen konstanten Luftstrom sorgen der die heiße Luft von den Chips wegpustet.

Inhaltsverzeichnis:
1. Gehäuse
2. Gehäuselüfter
3. Prozessor
4. Grafikkarte
5. Mainboard
6. Arbeitsspeicher
7. Festplatten
8. CD/DVD-Laufwere
9. Netteil
10. Steckkarten

Nexus
09.05.2004, 21:11
1. Gehäuse
Vernünftige PC-Kühlung beginnt schon mit der Auswahl des richtigen Gehäuses. Wie wir alle aus dem Physikunterricht wissen, leiten große flächen die Hitze besser ab als kleinere. Hier gilt- Alugehäuse tragen bis zu 20% mehr Hitze ab als Stahlgehäuse.
Der Nachteil bei Alugehäusen ist aber das sie auch deutlich teurer als die Stahlkonkurrenz ist.
Durch die Verschraubung von Mainboard, Steckkarten und Netzteilen sind schon die idealen Wärmebrücken gegeben. Tuning würde hier also nichts bringen.
Wesentlich wichtiger ist hier die Optimale Unterbringung von Lüftern in ihrem Gehäuse. Der ATX-Standart schreibt für Mini-Tower-Gehäuse einen Luftstrom vor, der von der Unterseite der Front nach oben zum Netzteil geht.

Da das Netzteil schon über einen Lüfter verfügt, können sie bei kleinen Systemen wie z.B. einen Intel P3 oder einen Athlon XP gänzlich auf Gehäusekühlung verzichten. Erst bei den großen Systemen wie einen P4 mit 3,0 GHz oder einen Athlon XP 3000+ sollten sie auf jeden fall ihr Gehäuse kühlen.
Die CPU-Hersteller geben als maximale Umgebungstemperatur je nach Modell zwischen 40°C und 45°C an. Dies sind aber nur richtwerte, die von System zu System anders seihen können.

Die Luft im PC-Innenraum sollten aber im Optimalfall die 40°C grenze nicht überschreiten. Gerade im Sommer sind die 40°C sehr schnell erreicht, und sollte es wieder so einen heißen Sommer wie im letzten Jahr geben werden wohl viele die 50°C grenze sehr schnell erreichen.
Welche Temperatur in ihrem Gehäuse aktuell herrscht können sie mit vielen Tools wie z.B. Motherboard Monitor (http://mbm.livewiredev.com) erfahren.

Achten sie in ihrem Gehäuse aber unbedingt darauf das die platzierten Lüfter die die warme Luft nach außen transportieren keine zusätzliche Luft über nicht belegt Lüfterlöcher oder kleineren löchern die sich in der nähe das Lüfters befinden ansaugen.
Sollte dies aber der fall sein kleben sie die Löcher mit Klebeband zu und beobachten sie ihre Temperatur im Gehäuse bei Normallast und bei Volllast für jeweils ca. 1 stunde. Danach entfernen sie die Abdeckungen und messen wieder die Temperatur bei Normallast so wie bei Volllast.
Anhand dieser werte können sie sich dann ausrechnen ob das Abdecken der Löcher etwas gebracht hat. Falls sie sich jetzt fragen warum man das ganze macht, werde ich ihnen die frage gerne beantworten.

Es sollte in einem Gehäuse immer ein konstanter unterdruck bestehen. Das heißt in der Praxis dass mehr Luft aus dem Gehäuse transportiert wird als in das Gehäuse. Das ganze erzeugt dann einen unterdruck der sicherstellt das sich nicht zu viel Luft in einem Gehäuse befindet die sich aufwärmen kann.

Nexus
09.05.2004, 21:11
2. Gehäuselüfter
Generell gilt: Nur so viel Luft zuführen, wie auch abgesaugt werden kann. Die Datenblätter für alle Gehäusearten schreiben vor, dass im PC ein Unterdruck herrscht - erzeugt durch das Netzteil- und hinterm Gehäuselüfter (siehe oben).
In der Regel sollten zwei Rotoren ausreichen, der eine sollte möglichst weit oben unter dem Netzteil platziert sein. Alle neuen Gehäuse sollten auch eine Möglichkeit bieten an der Front einen Kühler zu montieren. Das ist in soweit zu empfehlen, wenn dadurch die Festplatten gekühlt werden können. Auch dienen sie dazu frische kühle Luft anzusaugen. Auch hier gibt es wieder was zu beachten. Der vordere Lüfter sollte eine kleiner Drehzahl haben als der hintere, damit es zu keinen Luftstau kommt.
In der Letzten zeit haben sich aber Lüftersteuerungen sehr bewehrt. Mit einer Lüftersteuerung sind sie in der Lage die Lüfterdrehzahl Manuel zu regeln. Das ist in soweit nicht schlecht, da man so bei einer nicht Beanspruchung der PC Hardware die Drehzahl runterschrauben kann.

Nexus
09.05.2004, 21:12
3. Prozessor
Der Prozessor ist mit abstand die heißeste Komponente im PC. Ein Athlon 64 oder ein Pentium 4 erzeugt (umgerechnet auf die Chip-Oberfläche) mehr Hitze als eine Herdplatte. Unrühmlicher Spitzenreiter ist hier der Pentium 4 mit Prescott-Kern, der bis zu 120 Wat Leistung schluckt.
Um derartige Hitze vom Prozessor weg zu schaufeln bedarf es schon eines guten Kühlers. Die Standartlösung ist hier ein Kühlkörper der einen Kupferkern und Aluminium-Lamellen. Reine Kupferkühler sind in der Regel besser als Kupfer-Alu-Kühler, nur haben sie das Manko ders zu hohen Gewichtes. Die Prozessoren-Hersteller geben ein maximal gewicht von 400 bis 500Gramm an. Leider wiegen vollkupferkühler meistens so ab 600 Gramm aufwärts.

Neben der reinen Propeller-Lösung tauchen aber immer mehr Kühler mit so genanten Heatpipes auf. In ihrem inneren befindet sich eine Flüssigkeit die bei hoher Temperatur gasförmig wird und so die Hitze nach oben transportiert. Die Wärme wird zwar so schneller von der CPU weg geschaffen, aber man braucht noch immer einen Lüfter der für Kaltluft sorgt.

Dagegen kommen Wasserkühlungen ganz ohne Prozessor-Puster aus. Leider sind derartige Kühlersysteme auch sehr teuer und meistens auch schwer zu montieren. Dazu kommt noch das man sich bei falscher Montierung oder einem defekten schlauch der Wasser lässt das ganze System zerstören lässt. Ich rate daher nur Kennern dazu sich eine Wasserkühlung zu zulegen.

CPUs können in der Regel hohe Temperaturen ab. Die Erfahrung zeigt uns das CPUs wie z.B. ein Pentium 4 HAT/3,4 GHz Extreme Temperaturen bis zu 103°C ab können.
Das sind aber wie gesagt nur Erfahrungswerte. Sie sollte auf jeden fall darauf achten das ihr System nicht heißer als 70°C wird. Hier (http://home.arcor.de/Kabal83/cpu_history.gif) kann man sich solche Werte anschauen.

Viele Lüfter verfügen über eine Lüfterregelung. In der Praxis heißt das, dass die Drehzahl des Lüfters Dynamisch an die Temperatur der CPU angepasst wir. Es gibt auch die Möglichkeit die Drehzahl per Software oder über eine Lüftersteuerung zu regeln. Hierbei sollten sie auf jeden fall darauf achten das ihr eine Mindestdrehzahl habt, da es sonst passieren kann das ihr euch die CPU zerstört.

Nexus
09.05.2004, 21:52
4. Grafikkarten
Die Grafikkarte ist die zweitgrößte Hitzequelle im PC. Die Herstelle halten sich mit derartigen angaben sehr bedeckt, aber man geht so von 40 bis 80 Watt Leistungsaufnahme aus bei einer High-End-Karte 256 MByte Speicher.
Grafikkarten werden in der Regel mit einem Kühlkonzept geliefert, die die Wärme zwar von der Grafikkarte weg befördern, aber nicht aus dem Gehäuse. Es gibt aber nur wenige Grafikkarten die das schaffen. Wasserkühlungen oder Zubehör wie der VGA Silencer von Arctic Cooling.
Bewehrt hat sich aber auch, das man einfach einen Lüfter direkt über der Grafikkarte im Gehäuse anbringt. Sollten sie sich eine Heatpipekühlung zulegen, sollten sie auf jeden fall einen Lüfter direkt über der Grafikkarte im Gehäuse Montieren.

5. Mainboard
Auch aktuellem Mainboards brauchen bis zu 50 Watt Strom. Aktive Lüfter auf der Northbridge (wie auf vielen P4-Boards zu finden) sind unnötig und laut. Leiser arbeitet da ein
passier kühler der die nötige Luft durch eine gute Gehäusekühlung bekommt. Worauf auf jeden fall zu achten ist das die Spannungswandler, die sich in der nähe ATX-Stromsteckers befinde, nicht durch Kabel unnötig verdeckt werden.

6. Arbeitsspeicher
Bei 1,0 GByte RAM verschwinden doch schon um die 25 Watt in den Speicherbausteinen. Die teuren Overclocker-Module wie etwa die von Corsair oder Kingston bringen Alu-Kühlbleche mit die die Speicherbausteine Kühlen.
Das ist dann schon eher der bereich von Luxus, und ist daher nicht unbedingt nötig. Was das Thema Aktive Speicherlüfter angeht, so brauchen sie das nur wenn sie ihre Speichermodule extrem Übertakten. Sie sollten lieber darauf achten das sich keine Kabel auf oder neben den Speichermodulen liegen.

Nexus
10.05.2004, 14:48
7. Festplatten
Eine einzige Platte mit bis zu 7.200 UPM braucht in der Regel keine eigene Kühlung. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen dass sich eine Festplattenkühlung immer lohnt. Sollten sie auf eine Festplattenkühlung Verzichten, sollten sie sie aber die Temperatur mit einem Tool wie Motherboard Monitor (http://mbm.livewiredev.com) messen. Auch wenn die Hersteller meistens eine Betriebstemperatur von maximal 55°C angeben, sollten sie dennoch darauf achten das die Platten nicht Wärmer als maximal 45°C werden. Kritisch wird es aber erst wenn sie mehrere Festplatten übereinender einbauen, die zudem als RAID oder Striper-Set arbeiten. Dabei laufen bei jedem Zugriff beide Platten und werden entsprechend schnell heiß. Idealerweise sitzt in diesem fall ein Kühler in der Front, der die Platten durch frische Luft Kühlt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das dass einen Temperatur Vorteil von bis zu 10°C bringt. Wer eine Festplattenkühlung verwenden will, sollte aber wissen dass die wärmeempfindlichen Bauteile sich auf der Festplattenunterseite befinden. Es ist daher nicht effektiv die Festplatten von oben zu kühlen.

8. CD/DVD-Laufwerke
Bis auf wenige Brenner haben optische Laufwerke keine eigenen Lüfter. Das ist auch in den meisten fällen nicht nötig, da sie unter Volllast nur ca. 10 Watt aufnehmen. Sie sollten auf jeden fall darauf achten das die Laufwerke mit der längsten einbautiefe oben sitzen, und die mit der kürzesten unten. Das hat den Vorteil dass die Warme Luft nach oben steigen kann.

9 .Netzteile
Selbst die besten Netzteile haben nur einen Wirkungsgrad von ca. 70%. Der rest wird in Wärme umgesetzt. Ein 350 Watt Netzteil liefert also z.B. nur maximal 245 Watt netto. Der restlichen 55 Watt werden in Wärme umgesetzt. Einige Fachzeitschriften behaupten zwar dass man für aktuelle Systeme mindestens 450 Watt Netzteile braucht. Das ist um ehrlich zu seine der größte Schwachsinn den ich je gehört habe. Dieses System (http://www.nethands.de/pys/show.php4?user=Virus-Alpha) habe ich eine ganze weile mit einen 300 Watt Netzteil betrieben. Selbst nach einer sehr hohen Übertaktung von CPU, Arbeitspeicher und Grafikkarte hatte ich kein Problem was die Stabilität anging. Laut diverser Fachzeitschriften ist das aber mit meinem System nicht möglich. Was sie aber letzten Endes für ein Netzteil nehmen ist ihre Sache. Wenn sie bei aktuellen System auf Nummer sicher gehen wollen, sollten sie sich ein 350 Watt Netzteil mit Dual-Fans entscheiden. Die sind meistens leiser, und ziehen zusätzlich noch Warme Luft mit aus dem Gehäuse.

10. Steckkarten
Die meisten PCI-Erweiterungskarten verbrauchen nur ca. 5.Watt. Ausnahme sind hier nur Schnellen 1,0-GBit-Netzwerkkarten oder spezielle Multimediakarten für Video- oder Audioschnitte. Sie können laut Spezifikationen bis zu 25 Watt Strom aufnehmen. Wer solche karten im Einsatz hat, fährt nur mit einer guten Kühlung auf der sicheren Seite.

Nexus
14.05.2004, 21:51
So das war’s von mir ich hoffe ich kann einigen von euch mit diesem Thread helfen. Sollten Unklarheiten oder Verbesserungsvorschläge bestehen, bitte einfach per PM oder Mail an mich richten ich werde mich dann drum kümmern.
Macht’s Gut

Aktualisierungen:

Noch keine