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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bios update: wie? und ist das sicher?



Nexus
26.06.2004, 18:08
BIOS-Update ohne Risiko

Fast alle modernen Rechner haben ein BIOS, das sich per Software auf eine neuere Version updaten läßt. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ein Motherboard gekauft haben, das noch neu auf dem Markt ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dann das BIOS noch nicht optimal an die Hardware angepaßt. Daher liefern die Motherboard-Hersteller neue Versionen nach, die Sie in Compuserve oder im Internet finden. Auf der WIN- Monats-CD 6/96 finden Sie außerdem eine Auswahl der aktuellen BIOS-Versionen.
Wenn Sie das BIOS austauschen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Überprüfen Sie zunächst, ob es überhaupt ein neues BIOS gibt und welche Änderungen in der neuen Ausgabe integriert sind. Das erfahren Sie in den Text-Files, die dem BIOS-Upgrade beiliegen. Die Versionsnummer Ihres BIOS erfahren Sie, wenn Sie den PC neu starten. Oben links erscheint der BIOS-Hersteller, etwa AMIBIOS, und darunter die Version, etwa 1.00.04.CB0. 04 ist die Versionsnummer, CB0 der Name des Motherboards. In der Tabelle rechts finden Sie die Namen einiger Motherboards.
Um das BIOS auf den neuesten Stand zu bringen, brauchen Sie eine formatierte Diskette, die die Systemdateien enthält. Die legen Sie sich von DOS aus mit dem Befehl Format A: /s an. Arbeiten Sie mit Windows 95, öffnen Sie das Icon Arbeitsplatz und klicken mit der rechten Maustaste auf das Diskettenlaufwerk-Symbol. Wählen Sie dort den Befehl Formatieren. Im folgenden Fenster klicken Sie das Kontrollkästchen Nur Systemdateien kopieren an und starten den Vorgang.
Auf der so vorbereiteten Diskette entpacken Sie nun das ZIP- oder EXE-File mit den BIOS-Daten. Legen Sie die Floppy ins Laufwerk und starten Sie den Rechner neu. Sollte der PC nicht von der Diskette starten, schalten Sie im BIOS den Befehl Boot Up Sequence auf A: - C: um.
Bei manchen Motherboards müssen Sie einen Jumper setzen, damit sich der BIOS-Chip beschreiben läßt. Sonst ist der Baustein schreibgeschützt. Bei neueren Motherboards, etwa dem Advanced/EV von Intel, ist das nicht mehr nötig.
Das Programm, das die neuen BIOS-Daten in den Flash-Chip speichert, startet automatisch von der Diskette. Legen Sie sich im ersten Schritt unbedingt ein Backup-File Ihrer aktuellen BIOS-Daten an. Dazu bieten die Update-Programme einen Menüpunkt an, etwa Backup BIOS oder Save Flash Memory. Diese Datei speichern Sie auf derselben Diskette. Das ist notwendig, damit Sie Ihr ursprüngliches BIOS wiederherstellen können. Versehen Sie die Floppy nun mit einem Schreibschutz.
Über die Menüpunkte Install oder Update Flash Memory kopieren Sie die neuen BIOS-Daten in den Flash-Chip. Der Vorgang dauert etwa 20 Sekunden.
Starten Sie das System neu, sobald der Schreibvorgang abgeschlossen ist. Achten Sie darauf, auf Systemen, die einen Jumper zum Beschreiben des BIOS benötigen, wieder zur ursprünglichen Einstellung zurückzukehren.

Zarkark
27.06.2004, 00:50
Ok, einen zum Thema habe ich auch - da mir durch Flashen des Mainboard-Bios(es) selbiges auch kaputt ging (ist zwar Jahre her und war noch 486 aber egal ;) )

Bei mir war (laut ein/zwei E-Mails mit der ct' Redaktion) das Problem, dass das neue Bios nur "halb" (vermutlich Spannungsprobleme) in den Speicher geschrieben wurde. Somit war der Rechner natuerlich nicht mehr bootfaehig. Gluecklicherweise konnte ich bei ASUS fuer 50 Mark einen neuen, funktionierenden Speicherbaustein nachbestellen - was etwa 1/4 des Mainboardpreises war.


Deswegen mein allgemeiner Rat:
1) Bios-Updates nur ausfuehren wenn ein zwingender Grund vorliegt - zB. die neue 120 GB-Festplatte nicht vom Mainboard erkannt wird, das neue Bios ebendas aber koennen soll.

2) In jedem Fall das bisherige Bios vorher auslesen/sichern - damit man, falls neue Fehler auftreten, zumindest zu einem "stabilen" Zustand zurueckkehren kann. (Wer dies nicht kann, sollte sich sowieso, wie schon oben erwaehnt, fachkundige Hilfe besorgen und sich das zeigen/erklaeren lassen.)

TheGrauen
27.06.2004, 02:14
Genau, ich hab ein BIOS-Update bei mir gemacht, jetzt bin ich wieder 17 und darf meinen Führerschein neu machen X(

Ne, Spaß bei seite, mein letztes BIOS-Update ging so in die Hose das mein 2. Rechner nicht mehr hochfuhr.

Daher bin ich auch der Meinung, ein BIOS-Update kohnt sich nur wenn wirklich absolut zwingende Gründe vorliegen.

Zarkark
27.06.2004, 05:20
Ok, andererseits muss ich aber auch mal anmerken, das ich inzwischen wohl so an die 10-12 Bios-Updates gemacht habe (zB. wegen Platten- oder Prozessorerkennung) die alle voellig problemlos glattgegangen sind.
(Bevor hier irgendjemand in Panik verfaellt. :) )

Es ist und bleibt eben ein Eingriff in die tiefste Ebene der Hardware - ein fehlerhafter Treiber unter Win laesst sich relativ einfach neu ueberspielen - aber wenn zB. ein CD-Brenner sich nicht mehr meldet, wie flasht man ihn dann ueberhaupt?
Deswegen eben: Nur wenn's wirklich Not tut.