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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das große EM-Extra 2004



didi
12.06.2004, 11:34
Alle Spiele im Überblick
(die zeiten sind bezogen auf das österreichische Fernsehn)

Sa.12.Juni Gruppe A
Portugal : Griechenland ab 18:00 Uhr
Spanien : Russland ab 20:45

So.13.Juni Gruppe B
Schweiz : Kroatien ab 18:00 Uhr
Frankreich : England ab 20:45

Mo.14.Juni Gruppe C
Dänemark : Italien ab 18:00 Uhr
Schweden : Bulgarien ab 20:45

Di.15.Juni Gruppe D
Tschechien : Lettland ab 18:00 Uhr
Deutschland : Niederlande ab 20:45

Mi.16.Juni
Griechenland - Spanien ab 18:00 Uhr
Russland - Portugal ab 20:45

Do.17.Juni
England - Schweiz ab 18:00 Uhr
Kroatien - Frankreich ab 20:45

Fr.18.Juni
Bulgarien - Dänemark ab 18:00 Uhr
Italien - Schweden ab 20:45

Sa.19.Juni
Lettland - Deutschland ab 18:00 Uhr
Niederlande - Tschechien ab 20:45

So.20.Juni 20.45 Uhr
Spanien - Portugal
und
Russland - Griechenland

Mo.21.Juni 20.45 Uhr
Kroatien - England
und
Schweiz - Frankreich

Di.22.Juni 20.45 Uhr
Italien - Bulgarien
und
Dänemark - Schweden

Mi.23.Juni 20.45 Uhr
Niederlande - Lettland
und
Deutschland - Tschechien

Do.24.Juni 20.45 Uhr
Viertelfinale: B2 - A1 (Spiel 25)

Fr.25.Juni 20.45 Uhr
Viertelfinale: B1 - A2 (Spiel 26)

Sa.26.Juni 20.45 Uhr
Viertelfinale: C1 - D2 (Spiel 27)

So.27. Juni 20.45 Uhr
Viertelfinale: D1 - C2 Spiel 28

Mi.30.Juni 20.45 Uhr
Semifinale: Sieger aus 25 - 27 (Spiel 29)

Do.1.Juli 20.45 Uhr
Semifinale: Sieger aus 26 - 28 (Spiel 30)

http://www.world-of-smilies.de/html/images/smilies/sport/smilie_pokal.gif So.4.Juli 20.45 Uhr http://www.world-of-smilies.de/html/images/smilies/sport/smilie_pokal.gif
Finale: Sieger aus 29 - 30

didi
12.06.2004, 11:56
http://www.world-of-smilies.de/html/images/smilies/sport/smilie_fussball2.gif Alle Gruppen

EURO 2004 - Gruppe A
1 Griechenland
2 Portugal
3 Russland
4 Spanien

EURO 2004 - Gruppe B
1 England
2 Frankreich
3 Kroatien
4 Schweiz

EURO 2004 - Gruppe C
1 Bulgarien
2 Dänemark
3 Italien
4 Schweden

EURO 2004 - Gruppe D
1 Deutschland
2 Lettland
3 Niederlande
4 Tschechien

didi
13.06.2004, 03:03
Der Weg ins Finale

http://wcm.krone.at/hps/upload/hxmedia_slide/2004/06/07/1_s596kbLmmBii2_110421_476.gif (http://sportdaten.rtl.de/em/)

Quelle: www.krone.at

Bei einem klick auf das Bild werdet ihr auf die sport.de (www.sport.de) weiter geleitet. Dort könnt ihr die aktuellen ergebnisse der einzelnen Teams sehen.

Quelle: www.sport.de

didi
13.06.2004, 13:36
Sa.12.Juni Gruppe A
Portugal - Griechenland 1:2 (0:1)
Georgios Karagounis (6.) und Angelos Basinas (51./Foulelfmeter) schockten mit ihren Treffern die einheimischen Fans unter den 52.000 Zuschauern im Stadio Dragao und machten den ersten griechischen Sieg bei einer EM-Endrunde perfekt. Cristiano Ronaldo gelang erst in der dritten Minute der Nachspielzeit das Anschlusstor für die Portugiesen, für die es nun im zweiten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Russland bereits um Alles oder Nichts geht.

Spanien - Russland 1:0 (0:0)
Mit einem der schnellsten Joker-Tore in der Geschichte der Fußball-Europameisterschaft hat Juan Carlos Valerón Titelanwärter Spanien vor einem Fehlstart bewahrt. Der Stürmer von Deportivo La Coruña erzielte vor 28.100 Zuschauern im Algarve-Stadion in Faro gegen Russland nur 20 Sekunden nach seiner Einwechslung (60.) den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg gegen den Außenseiter der Gruppe A. Roman Scharonow sah in der 88. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelbe Karte.

So.13.Juni Gruppe B
Schweiz - Kroatien 0:0
Vor 24.000 Zuschauern im Stadion Magalhaes Pessoa wurde das Team von Trainer "Köbi" Kuhn durch den umstrittenen Platzverweis gegen Johann Vogel um die mögliche Siegchance gegen die äußerst sturmschwachen Kroaten gebracht. Der Mittelfeldspieler des PSV Eindhoven sah in der 50. Minute wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot vom portugiesischen Schiedsrichter Lucilio Batista, der dem hektischen Geschehen nur selten gewachsen war.

Frankreich - England 2:1 (0:1)
Frank Lampard (38.) hatte die Engländer zuvor vor 65.000 Fans im ausverkauften Estadio da Luz in Führung gebracht. Die Franzosen blieben damit auch im 19. Spiel in Serie unbesiegt, während die unter Wert geschlagene Mannschaft von der Insel weiter auf ihren ersten Sieg in einem EM-Auftaktspiel wartet.

Mo.14.Juni Gruppe C
Dänemark - Italien 0 : 0
Die größten Chancen auf das 1-0 hatten dann aber dennoch die Italiener: zuerst scheitert Del Piero mit einem Schuss am Dänen-Goalie Sörensen, den Nachschuss sieht Superstar Totti bereits im Tor, aber abermals kann Sörensen mit herrlichem Reflex klären. Am Ende steht ein 0-0, das in erster Linie für die Italiener ein Gewinn ist, denn eine Niederlage verhinderte an diesem Abend in erster Linie Goalie Buffon.

Schweden : Bulgarien 5 : 0 (1:0)
Schweden erwischte mit einem unerwartet hohen 5:0-Erfolg über Bulgarien einen Traumeinstand in die UEFA EURO 2004. Nach diesem Sieg im Estádio José Alvalade in Lissabon haben die Schweden nun allergrößte Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.

Di.15.Juni Gruppe D
Tschechien : Lettland 2 : 1
Die Rollen schienen vor dem Spiel klar verteilt: auf der einen Seite der EM-Favorit Tschechien, auf der anderen Seite der EM-Debütant Lettland. Und genau so begann das Spiel dann auch: mit rollenden Angriffen der Tschechen. Am Ende konnten die Tschechen aber nur einen hauchdünnen 2:1 Sieg feiern.

Deutschland : Niederlande 1 : 1 (1:0)
Lange Zeit schien es so, als ob ein kurioses Tor von Torsten Frings in der 30. Minute diese Partie entschieden haette. Doch neun Minuten vor dem Abpfiff kamen die Hollaender zu einem etwas schmeichelhaften Ausgleich durch Ruud van Nistelrooy.

Mi.16.Juni Gruppe A
Griechenland - Spanien 1 : 1 (0:1)
Griechenland und Spanien haben sich in ihrem zweiten Vorrundenspiel der Fußball-EM am Mittwoch in Porto 1:1 (0:1) getrennt und können nun beide aus eigener Kraft das Viertelfinale erreichen. Fernando Morientes schoss Spanien (28.) in Führung, doch Angelos Charisteas (66.) glich für die von Otto Rehhagel trainierten Griechen aus. Beide Teams weisen nun vier Punkte auf.

Russland - Portugal 0 : 2 (0:1)
Maniche erzielte bereits in der 7. Minute den ersten Treffer. Der eingewechselte Rui Costa erhöhte in der 87. Minute auf 2:0 und besiegelte den ersten Sieg Portugals im Turnier und gleichzeitig das vorzeitige Ausscheiden der Russen.

Do.17.Juni Gruppe B
England - Schweiz 3 : 0 (1:0)
England ist in Coimbra der Favoritenrolle gegen die Schweiz mit
einem trügerisch hohen 3:0 letztlich sicher gerecht geworden. Jungstar Wayne Rooney erzielte zwei Tore, die Schweizer spielten in der letzten halben Stunde nach Gelb-Rot nur noch zu Zehnt.

Kroatien - Frankreich 2 : 2 (0:1)
Die 28.000 Zuschauer im Estádio Dr. Magalhães Pessoa sahen eine mäßige Anfangsphase, beide Teams tasteten sich vorsichtig ab, Torchancen waren Mangelware. Stattdessen wurde das Spielgeschehen durch Zweikämpfe und Fehlpässe bestimmt.

Fr.18.Juni Gruppe C
Bulgarien - Dänemark 0 : 2 (0:1)
Dänemark hat sich bei der Fußball-EM auf klaren Viertelfinal-Kurs gebracht und Bulgarien aus dem Turnier geschossen. Die Mannschaft von Trainer Morten Olsen feierte am Freitagabend in Braga einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg über die einmal mehr enttäuschenden Osteuropäer und hat nun beste Chancen, erstmals seit ihrem EM-Titelgewinn vor zwölf Jahren unter die Top-Acht zu kommen.

Italien - Schweden 1 : 1 (1:0)
Zlatan Ibrahimovic hat Italiens Fußball-Krise weiter verschärft und für Schweden das Tor zum Viertelfinale der Europameisterschaft weit aufgestoßen. Der gebürtige Jugoslawe traf am Freitagabend mit seinem zweiten Turnier-Tor zum 1:1 (0:1) gegen Italien, mit dem die Skandinavier ihre Tabellenführung in der Vorrunden-Gruppe C festigten. Durch ein Tor des 21-jährigen Römers Antonio Cassano (37.) waren die "Azzurri" vor 48.000 Zuschauern im Estadio Dragao von Porto in Führung gegangen.

Sa.19.Juni Gruppe D
Lettland - Deutschland 0 : 0
Deutschland dominierte die Partie zwar über weite Strecken, vor allem nach dem Seitenwechsel, doch ein Tor wollte der Mannschaft um Teamchef Rudi Völler nicht gelingen. Die Letten hingegen zeigten ihre Gefährlichkeit im Konterspiel und verdienten sich den Punkt mit einer vorbildlichen kämpferischen Leistung.

Niederlande - Tschechien 2 : 3 (2:1)
Milan Baros und Vladimier Smicer haben Tschechien ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft geschossen. Das Duo vom FC Liverpool krönte beim 3:2 gegen die Niederlande eine unglaubliche Aufholjagd des Vize-Europameisters von 1996. Mit sechs Punkten hat der Tabellenführer der Gruppe D schon vor dem Gruppenfinale gegen die Deutschen den Vorstoß in die K.o-Runde geschafft. Das Oranje-Team ist nun sogar auf tschechische Schützenhilfe angewiesen.

So.20.Juni Gruppe A
Spanien - Portugal 0 : 1
"Joker" Nuno Gomes hat Gastgeber Portugal vor dem vorzeitigen K.o. bei der Fußball-Europameisterschaft bewahrt und den großen Nachbarn vorzeitig nach Hause geschickt. Mit seinem Tor in der 57. Minute zum 1:0 gegen Spanien sicherte der Stürmer Portugiesen am Sonntag doch noch den Einzug ins Viertelfinale und stürzte die Gäste in ein Tal der Tränen.

Russland - Griechenland 2 : 1
Otto Rehhagels Fußball-"Götter" haben sich in einem hoch dramatischen Gruppenfinale erstmals in die Runde der letzten Acht bei einer Europameisterschaft gezittert. Die Griechen feierten ihre 1:2-Niederlage gegen Russland am Samstag in Faro wie einen Sieg, denn als Zweiter der Gruppe A erreichten sie das Viertelfinale, weil Gruppensieger Portugal die Spanier zeitgleich mit 1:0 bezwang.

Mo.21.Juni Gruppe B
Kroatien - England 2 : 4
Das Hoffen auf ein neuerliches „Rooney-Wunder“ bei den Engländern hat sich ausgezahlt. Dank zweier Treffer des Neo-Superstars drehten die Engländer ein spannendes Spiel gegen starke, aber letztlich glücklose Kroaten um und siegten mit 4:2.

Schweiz - Frankreich 1 : 3
Thierry Henry hat Titelverteidiger Frankreich ins EM-Viertelfinale und zum Duell mit Otto Rehhagels Hellenen geführt. Mit seinen ersten Länderspiel-Toren (76./84.) seit November 2003 sorgte der Torjäger von Arsenal London am Montagabend in Coimbra für den hart erkämpften 3:1 (1:1)-Sieg der "Equipe Tricolore" über den krassen Außenseiter Schweiz, durch den der EM-Champion als Sieger der Gruppe B sich nun am Freitag in Lissabon in der Runde der letzten Acht mit Griechenland auseinander setzen darf und Gastgeber Portugal aus dem Weg geht.

Di.22.Juni Gruppe C
Italien - Bulgarien 2 : 1
Vor 15.000 Zuschauern im "Dom Afonso Enriques" in Guimarães hatte Martin Petrow mit seinem Tor per Foulelfmeter in der 45. Minute die Bulgaren gegen den Vize-Europameister von 2000 in Führung gebracht. Der Sturmlauf der Italiener in der zweiten Halbzeit mit dem Ausgleich durch Simone Perrotta (48.) und dem Last- Minute-Treffer von Cassano spielte keine Rolle mehr.

Dänemark - Schweden 2 : 2
Vor 28.000 Zuschauern im verregneten Estadio Bessa retteten Henrik Larsson (47./Foulelfmeter) und Mattias Jonson (89.) den wichtigen Punkt. Dänemarks Jon Dahl Tomasson (28./66.) traf doppelt und markierte seine Turnier-Treffer zwei und drei. Der Schwede Erik Edman sah die zweite Gelbe Karte und muss im nächsten Match zusehen.

Mi.23.Juni Gruppe D
Niederlande - Lettland 3 : 0
Dank Ruud van Nistelrooy und tschechischer Schützenhilfe sind die Niederlande zum fünften Mal in Serie in ein Europameisterschafts-Viertelfinale gestürmt. Der überragende Torjäger von Manchester United ebnete dem Oranje-Team am Mittwoch in Braga mit zwei Treffern (27., Foulelfmeter/35.) den Weg zum hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über Außenseiter Lettland und in die Runde der letzten Acht.

Deutschland - Tschechien 1 : 2
Von der 21. bis zur 30. Spielminute war Deutschland im Viertelfinale der Euro 2004 - zu diesem Zeitpunkt lag man gegen das tschechische B-Team nämlich mit 1:0 voran. Mit dem Ausgleich der Tschechen und dem fast zeitgleichen Führungstreffer der Holländer waren die Chancen der Deutschen allerdings dahin.

Quelle: www.krone.at

didi
14.06.2004, 16:43
TABELLENSTAND
(wird täglich aktualisiert)

Quelle: http://de.euro2004.com/index.html

didi
22.06.2004, 19:45
Do.24.Juni
England - Portugal 5 : 6
Ist denn das zu glauben! Nach einem wahren Elfer-Krimi hat Portugal als erste Mannschaft das Halbfinale bei der Fußball-EM erreicht - und Superstar David Beckham ist mehr oder weniger schuld daran. Nachdem er bereits gegen Frankreich einen Elfmeter verschossen hat, trat er als Erster an und jagte den Ball in die Wolken. Held des Abends: Portugals Goalie Pereira Ricardo, der Vassells Elfer hielt (ohne Handschuhe!) und gleich anschließend den entscheidenden selbst verwandelte.

Fr.25.Juni
Frankreich - Griechenland 0 : 1
Otto Rehhagels griechische "Fußball-Götter" haben Titelverteidiger Frankreich sensationell vom Sockel gestürzt und erstmals das Halbfinale einer Europameisterschaft erreicht. Der Stürmer Angelos Charisteas erzielte am Freitagabend vor 45.390 Zuschauern in Lissabon in der 65. Minute per Kopf das Siegtor und schrieb so ein weiteres Kapitel einer unglaublichen EM-Geschichte.

Sa.26.Juni
Schweden - Holland 4 : 5
Dank Arjen Robben hat "Oranje" seinen Elfmeter- Fluch besiegt und steht zum fünften Mal im Halbfinale einer Fußball-EM. Die Niederländer gewannen am Samstag das Viertelfinal-Duell in Faro-Loule nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Schweden und treffen nun in der Runde der letzten Vier am Mittwoch in Lissabon auf Gastgeber Portugal. Robben verwandelte den letzten Schuss für die Niederländer, die zuletzt fünf Mal nacheinander bei großen Turnieren im Elfmeterschießen gescheitert waren.

So.27. Juni
Tschechien - Dänemark 3 : 0
Der "Wundersturm" mit Jan Koller und Milan Baros hat Tschechien zum fünften Mal in das Halbfinale einer Fußball-EM und zum Duell mit Otto Rehhagels Griechen geführt. Beim verdienten 3:0-Erfolg des EM-Champions von 1976 über den wackeren Außenseiter Dänemark sorgten am Sonntag in Porto Jan Koller (49.) und sein kongenialer Angriffspartner Baros (63./65.) für die Tore der erst in der zweiten Halbzeit überzeugenden Tschechen. Sie treffen im Semifinale am Donnerstag auf Griechenland. Vor knapp 40.000 Zuschauern im Estadio Dragao schoss sich Jungstar Baros mit fünf Treffern an die Spitze der EM-Torschützenliste.


Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:46
Mi.30.Juni
Portugal - Holland 2 : 1
Mit Zauber-Fußball und Traumtoren hat Portugal den Halbfinal-Fluch der EM-Gastgeber besiegt und erstmals das Endspiel einer Europameisterschaft erreicht. Treffer von Cristiano Ronaldo (26.) und Nuno Maniche (58.) zum 2:1 (1:0) gegen die Niederlande krönten am Mittwochabend im Halbfinale von Lissabon eine titelreife Vorstellung der Portugiesen, die als erste Heimmannschaft seit 20 Jahren in ein EM-Finale einzogen.



Do.1.Juli
Griechenland - Tschechien 1 : 0
Mit dem ersten "Silver Goal" hat Traianos Dellas für die größte Sensation der EM-Geschichte gesorgt und Otto Rehhagels Griechen zum ersten Mal ins Finale einer Europameisterschaft geköpft. Durch das Tor des Abwehrspielers in der 105. Minute gewann der krasse Außenseiter am Donnerstagabend im Halbfinale von Porto gegen die favorisierten Tschechen mit 1:0 (0:0). Athen ist nach dem sensationellen Einzug der Griechen ins EM-Finale wie ein "Pulverfass" explodiert: Unzählige Leuchtkugeln und Feuerwerk wurden abgebrannt und machten in der Hauptstadt die Nacht zum Tag.

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:48
So.4.Juli

Portugal - Griechenland 0 : 1

http://www.eckis.at/eckgif07/bilder/neujahr003.gif Die Griechen haben das Unmögliche geschafft und sind
neuer Fußball-Europameister. In einem zwar spannenden, aber
spielerisch etwas schwachem, Finale entschied ein Tor von Charisteas in der 57. Minute die Partie für die Mannschaft von Otto "Rehakles".
Die Griechen besiegen Favorit Portugal mit 1:0... http://www.eckis.at/eckgif07/bilder/musik014.gif

didi
22.06.2004, 19:49
17.06.04
Totti für drei EM-Spiele gesperrt
Bitter für Italien! Der Spielmacher Francesco Totti wurde von der UEFA für drei EM-Spiele gesperrt. Damit könnte er erst im Halbfinale wieder ins Turnier eingreifen. Grund für die harte Entscheidung: grob unsportliches Verhalten. Totti spuckte einem Dänen mitten ins Gesicht!

Fast wäre Totti ungeschoren davongekommen. Der Schiri hatte nichts gesehen. Aber das dänsiche TV wertete die Bilder von der Partie Italien gegen Dänemark noch einmal ganz genau aus. Dabei fiel eine Auseinandersetzung zwischen Totti und dem Dänen Christian Poulsen auf. Klar zu sehen: Der Italiener spuckt seinem Gegenspieler frontal ins Gesicht. Das Bildmaterial wurde am Mittwoch der UEFA übergeben. Die Reaktion kam prompt.

Totti durfte Stellung nehmen
Die Entscheidung traf eine sechsköpfige Disziplinarkommission der UEFA unter Vorsitz des Spaniers Joseph Louis Vilaseca nach Anhörung des italienische Stars in einem Lissaboner Hotel. Zuvor hatte bereits Poulsen berichtet, dass Totti ihn in der 48. Minute des Spiels drei Mal angespuckt habe. Dies war zunächst weder vom Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzales (Spanien) in der Partie erkannt und geahndet noch von den Dänen beklagt worden.

"Ich habe vor Totti den Respekt verloren"
"Etwas Schlimmeres als Spucken gibt es im Fußball nicht", sagte Volker Roth, Vorsitzender der UEFA-Schiedsrichterkommission, zu dem Vorfall. Scharf kritisierte Dänemarks Chefcoach Morten Olsen das unsportliche Fehlverhalten: "Es ist traurig, dass ein so großer Spieler so etwas macht. Ich habe den Respekt vor Totti verloren." Auch der Schalker Bundesliga-Profi Poulsen zeigte großes Unverständnis. "So etwas hatte ich nicht erwartet. Das ist etwas anderes als ein Foulspiel. Ich fühle mich von Totti gedemütigt. "

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:50
18.06.04
Portugal weist 50 Hooligans aus

Portugal hat bei der Fußball-Europameisterschaft bislang insgesamt rund 50 Hooligans ausgewiesen. Ein Schnellgericht in Albufeira in Südportugal entschied am Donnerstag die Ausweisung von 33 englischen Fußball-Randalierern. Die Engländer hatten sich am Vortag an Krawallen in der Touristenhochburg an der Algarve beteiligt. Sie erhielten für ein Jahr ein Einreiseverbot nach Portugal. Zuvor waren bereits elf Engländer und fünf Deutsche ausgewiesen worden.

Die portugiesische Regierung zog knapp eine Woche nach der Eröffnung der EM eine positive Zwischenbilanz. "Die Arbeit der Sicherheitskräfte war ausgezeichnet", sagte Innenminister António Figueiredo Lopes in Lissabon. "Wir stehen allerdings erst am Anfang und müssen weiterhin auf der Hut sein. Wir wollen die EM zu Ende bringen, ohne dass es schwere Zwischenfälle gibt."

Die Ausschreitungen in Albufeira seien ohne Bedeutung. "So etwas hätte leider auch ohne EM passieren können." In dem Badeort waren nach Krawallen insgesamt 50 Fußball-Fans festgenommen worden, darunter 47 Engländer. Am Donnerstag machte die Polizei zwei weitere Randalierer dingfest, die bei Videoaufnahmen als Rädelsführer identifiziert worden waren.

Am Vortag war ein Hooligan zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Schnellgericht in Albufeira sah es als erwiesen an, dass der Engländer, von Beruf Feuerwehrmann, der Anführer der Randalierer war, die sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert hatten. Der Mann darf die Strafe in seinem Heimatland verbüßen.

Beim Spiel Portugal gegen Russland (2:0) scheiterte ein russischer Fan mit dem Versuch, auf den Rasen zu stürmen. Der Zwischenfall ereignete sich in der 45. Minute, als der russische Torwart Sergej Owtschinnikow des Feldes verwiesen wurde. Der Fan kletterte auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions hinter dem Tor der Portugiesen über die Absperrung, konnte aber von Ordnern festgehalten werden.

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:51
19.06.04
Totti jetzt auf 5 Millionen Euro verklagt

Fortsetzung des Spuck-Skandals um Francesco Totti: Italienische Konsumentenschützer haben den Fußball-Star jetzt auf 5 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Begrundung: Mit seinem Verhalten habe Totti den Ruf Italiens im Ausland beschädigt.

Damit wird die Spuck-Affäre vielleicht noch teuer für Totti. Für die italienische Wirtschaft ist sie es schon, wenn man einer Umfrage der Tageszeitung "Corriere della Sera" glauben schenkt: Demnach beträgt der Imageschaden für die Sponsoren von Totti und der Nationalmannschaft ganze 35 Millionen Euro. Der Kicker-Star hat jedenfalls viel Zeit, über sein Benehmen und die Folgen nachzudenken: Er ist für drei EM-Spiele gesperrt.

Dänisches TV deckte auf
Dabei wäre Totti fast ungeschoren davongekommen. Der Schiri hatte nichts gesehen. Aber das dänsiche TV wertete die Bilder von der Partie Italien gegen Dänemark noch einmal ganz genau aus. Dabei fiel eine Auseinandersetzung zwischen Totti und dem Dänen Christian Poulsen auf. Klar zu sehen: Der Italiener spuckt seinem Gegenspieler frontal ins Gesicht. Das Bildmaterial wurde am Mittwoch der UEFA übergeben. Die Reaktion kam prompt.

Totti durfte Stellung nehmen
Die Entscheidung traf eine sechsköpfige Disziplinarkommission der UEFA unter Vorsitz des Spaniers Joseph Louis Vilaseca nach Anhörung des italienische Stars in einem Lissaboner Hotel. Zuvor hatte bereits Poulsen berichtet, dass Totti ihn in der 48. Minute des Spiels drei Mal angespuckt habe. Dies war zunächst weder vom Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzales (Spanien) in der Partie erkannt und geahndet noch von den Dänen beklagt worden.

"Ich habe vor Totti den Respekt verloren"
"Etwas Schlimmeres als Spucken gibt es im Fußball nicht", sagte Volker Roth, Vorsitzender der UEFA-Schiedsrichterkommission, zu dem Vorfall. Scharf kritisierte Dänemarks Chefcoach Morten Olsen das unsportliche Fehlverhalten: "Es ist traurig, dass ein so großer Spieler so etwas macht. Ich habe den Respekt vor Totti verloren." Auch der Schalker Bundesliga-Profi Poulsen zeigte großes Unverständnis. "So etwas hatte ich nicht erwartet. Das ist etwas anderes als ein Foulspiel. Ich fühle mich von Totti gedemütigt. "

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:52
19.06.04
Hier spuckt der Schweizer Frei

http://wcm.krone.at/hps/upload/hxmedia/2004/06/21/2_kmGp_cml_fCfI.jpg

Die EM hat ihren zweiten großen Spuck-Skandal: Zwar wurde der Schweizer Alexander Frei am Sonntag von der UEFA freisgesprochen (Mangel an Beweisen), ein neues TV-Bild widerlegt jetzt allerdings diesen Spruch. Darauf ist klar zu sehen, wie der Schweizer Nationalspieler dem Engländer Steven Gerrard in den Nacken spuckt.

Das Verfahren gegen Frei könnte jetzt neu aufgerollt werden. Am Sonntag war Frei von der UEFA noch freigesprochen worden, weil die vom ZDF zur Verfügung gestellten TV-Aufnahmen und die Zeugenaussagen keine eindeutigen Beweise lieferten. Wenige Stunden später veröffentlichte der Schweizer Sender DRF neues Bildmaterial, das Frei klar überführt.

Die entscheidende Frage ist jetzt: Wie schnell wir der Fall neu aufgerollt? Denn die Schweizer bestreiten ihr letztes Gruppenspiel schon heute gegen Frankreich. Danach kann das Team von Frei - sollte kein Sieg gegen die Franzosen gelingen - die Heimreise antreten. Eine Verurteilung Freis hätte dann auf die EM keinen Einfluss mehr.

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:52
19.06.04
Frei droht ebenfalls Sperre
Die UEFA hat eine vorläufige Untersuchung gegen den Schweizer Stürmer Alexander Frei eingeleitet, da dieser am Donnerstag im Spiel der Gruppe B in Coimbra in einen Vorfall mit Englands Mittelfeldspieler Steven Gerrard verwickelt war.

didi
22.06.2004, 19:53
21.06.04
Wer in Gruppe B wie weiterkommt

Vor dem Vorrunden-Finale der Fußball- Europameisterschaft am Montag in der Gruppe B haben noch alle vier Mannschaften Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale. Selbst die kleine Schweiz könnte mit einem Sieg gegen die "Grande Nation" Frankreich das "Unmögliche" noch möglich machen.

Frankreich (4 Punkte/4:3 Tore): Der Titelverteidiger ist sicher weiter bei Sieg oder Unentschieden. Trennen sich England und Kroatien mit einem Remis, könnten sich die Franzosen gegen die Schweiz sogar eine Niederlage mit zwei Toren Differenz erlauben. Frankreich, Schweiz und England hätten dann jeweils 4 Punkte auf dem Konto, die mehr erzielten Tore würden knapp den Ausschlag für die Franzosen geben.

England (3 Punkte/4:2 Tore): Das "Mutterland des Fußballs" muss keine komplizierten Rechenexempel anstellen. Sieg oder Unentschieden bringen den "Möchtegern-Europameister" definitiv in die Runde der letzten Acht. Bei einer Niederlage sind die Briten auf jeden Fall weg.

Kroatien (2 Punkte/2:2): Da hilft nur ein Sieg.

Schweiz (1 Punkt/0:3 Tore): Wunder gibt es immer wieder, oder? Wenn es zwischen Kroatien und England einen Sieger gibt, brauchen auch den Schweizern gegen die Franzosen nur noch zu gewinnen, egal wie knapp. Bei dann hergestellter Punktgleichheit mit den Franzosen entschiede eben dieser direkte Vergleich. Gibt es im Parallelspiel ein Unentschieden, müssten die Schweizer schon auf Torejagd gehen und mit mindestens drei Treffern Differenz gewinnen. Dann nämlich entschiede zwischen Frankreich, England und der Schweiz bei jeweils vier Zählern direkter Vergleich und Torverhältnis. Und da ist das 0:3 gegen England aus dem zweiten Gruppenspiel denn doch eine Hypothek.

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:53
22.06.04
Schweizer Frei für 15 Tage gesperrt

Der Schweizer Nationalspieler Alexander Frei ist am Montag von der Fußball-EM in Portugal ausgeschlossen worden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) suspendierte den 24 Jahre alten Stürmer zunächst für 15 Tage, teilte ein UEFA-Sprecher in Lissabon mit.

Neue Fernsehaufnahmen sollen beweisen, dass er im EM-Spiel Schweiz gegen England am vergangenen Donnerstag seinen Gegenspieler Steven Gerrard angespuckt hat. Bei der ersten Disziplinar-Verhandlung am Sonntag war er zunächst freigesprochen worden.

Schon zuvor hatte das Schweizer Team mitgeteilt, im Spiel gegen Frankreich "freiwillig" auf einen Einsatz Freis verzichten zu wollen. Selbst dieses Zuvorkommen hat letztlich nichts genützt, Frei kann sich die nächsten EM-Spiel nur mehr von der Tribüne oder vor dem Fernseher ansehen.

Quelle: www.krone.at

didi
22.06.2004, 19:54
22.06.04
Jetzt will "Lama" Totti 5 Mio Schadenersatz

Der wegen seiner Spuck-Attacke bei der Europameisterschaft gesperrte Italiener Francesco Totti will einige Medien auf insgesamt fünf Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Dies berichtete der "Corriere della Sera".

Sein Anwalt Antonio Conte bereite in Rom die Klage gegen fünf italienische Tageszeitungen und zwei Internet-Anbieter vor und prüfe auch ausländische Medien. Totti wirft ihnen vorsätzliche Schädigung seines Images vor. "Viele Kommentare haben mich verletzt", sagte Italiens Spielmacher. Einnahmen aus den Prozessen wolle er für wohltätige Zwecke spenden.

Italienische Medien hätten ihn, seine Familie und seine Verlobte Ilary beleidigt. Im Internet war unmittelbar nach Tottis Sperre ein Spiel im Umlauf, in dem man als Totti elf Spieler bespucken sollte, um einen Urlaub mit Ilary zu gewinnen. In Italien war außerdem immer wieder über Tottis Familie und seine Jugend in den einfachen Verhältnissen eines römischen Vororts berichtet worden.

Totti hatte den Dänen Christian Poulsen (Schalke 04) beim 0:0 im ersten EM-Spiel der Italiener angespuckt. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte den 27 Jahre alten Kapitän des AS Rom auf Grund von Fernsehbildern daraufhin für drei EM-Spiele gesperrt, so dass Totti frühestens wieder im Halbfinale eingesetzt werden könnte.

Quelle: www.krone.at

didi
23.06.2004, 01:19
Italiener im Tal der Tränen

Italien und sein Trainer Giovanni Trapattoni haben fertig. Der dreimalige Fußball-Weltmeister ist trotz eines 2:1-Sieges gegen Bulgarien zum zweiten Mal nach 1996 bereits in der Vorrunde der Fußball-EM gescheitert, weil sich Dänemark und Schweden mit einem 2:2 gemeinsam ins Viertelfinale schossen. Cassano hatte in der Nachspielzeit zwar noch das Siegtor für die "Squadra Azzurra" erzielt, doch der Sieg war im dramatischen Fernduell der Gruppe C wertlos.

Vor 15.000 Zuschauern im "Dom Afonso Enriques" in Guimarães hatte Martin Petrow mit seinem Tor per Foulelfmeter in der 45. Minute die Bulgaren gegen den Vize-Europameister von 2000 in Führung gebracht. Der Sturmlauf der Italiener in der zweiten Halbzeit mit dem Ausgleich durch Simone Perrotta (48.) und dem Last- Minute-Treffer von Cassano spielte keine Rolle mehr.

Schimpf und Schande
Nach der EM-Blamage müssen sich die "Azzurri" bei der Rückkehr in die Heimat auf Schimpf und Schande gefasst machen. Auf dem Posten des Nationaltrainers ist ein Wechsel fällig. Trapattoni ist nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM vor zwei Jahren und dem EM-K.o. als Coach gescheitert. Designierter Nachfolger des "Maestro" ist Marcello Lippi, der seinen Vertrag bei Juventus Turin bereits aufgelöst hat.

Zitterpartie
Die Italiener gingen bei strömendem Regen viel zu abwartend in die Zitterpartie. Neben den gelbgesperrten Fabio Cannavaro und Gennaro Gattuso musste Trapattoni erneut auf Francesco Totti verzichten, der das zweite Spiel seiner Spuck-Sperre absitzen musste. Schwerer noch wog der Ausfall von Inter-Stürmer Christian Vieri, der wegen Knieproblemen zunächst passen musste, für seinen enttäuschenden Ersatz Bernardo Corradi aber noch ins Spiel kam (53.), als die Italiener verzweifelt um zwei weitere Tore kämpften.

Bulgaren eiskalt
In Rückstand geraten waren die in der ersten Halbzeit enttäuschenden "Azzurri", als Marco Materazzi im Strafraum Dimitar Berbatow von Bayer Leverkusen zu Boden rang und Petrow kurz vor der Pause eiskalt den fälligen Elfmeter verwandelte. Für die Bulgaren war es das erste Tor bei dieser EM-Endrunde.

Italien nach Seitenwechsel stark
Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehten Italiener noch einmal auf und belagerten minutenlang das bulgarische Tor. Der Ausgleich fiel, als Antonio Cassano den Ball an die Querlatte setzte und Perrotta im Nachsetzen zur Stelle war (48.). Die Bulgaren, für die es um nichts mehr ging, stemmten sich verzweifelt gegen die Niederlage. Fünf Minuten vor Schluss hätte Berbatow per Freistoß sogar das 2:1 erzielen können, doch Torhüter Gianluigi Buffon parierte glänzend.

Quelle: www.krone.at

didi
23.06.2004, 01:20
Dänemark und Schweden im Viertelfinale

Schweden ist möglicher Herausforderer der Deutschlands im EM-Viertelfinale. Durch das für beide Mannschaften zum Weiterkommen passende 2:2 im skandinavischen Duell mit Dänemark sicherte sich das Drei-Kronen-Team am Dienstag in Porto den Sieg in der Gruppe C vor den Dänen und trifft nun am Samstag in Faro auf den Zweiten der Gruppe D - auf diesen Platz hat die deutsche Mannschaft die besten Chancen. Dänemark muss sich in der Runde der besten acht EURO-Teams am Sonntag in Porto mit den starken Tschechen messen.

Vor 28.000 Zuschauern im verregneten Estadio Bessa retteten Henrik Larsson (47./Foulelfmeter) und Mattias Jonson (89.) den wichtigen Punkt. Dänemarks Jon Dahl Tomasson (28./66.) traf doppelt und markierte seine Turnier-Treffer zwei und drei. Der Schwede Erik Edman sah die zweite Gelbe Karte und muss im nächsten Match zusehen.

Skandinavische Wetter
Bei skandinavischen Verhältnissen mit Wind, Regen und nur knapp 20 Grad entwickelte sich unter Leitung des Schiedsrichters Markus Merk eine abwechslungsreiche Partie. Beide Mannschaften vermittelten von Beginn an den Eindruck, dass sie nicht - wie vom Gruppenrivalen Italien befürchtet worden war - gegenseitig Geschenke verteilen wollen. Vor allem die Dänen suchten die Offensive, liefen sich aber oft in der klug gestaffelten schwedischen Hintermannschaft fest.

Dänen gingen in Führung
Ein Ausrutscher Andreas Jakobssons begünstigte die erste gute Möglichkeit der Dänen. Jesper Grönkjaer traf mit seinem Schuss aber nur das Außennetz. Wie aus heiterem Himmel fiel das 1:0: Tomasson sah, dass Schweden-Keeper Andreas Isaksson fünf Meter vor seinem Kasten stand, und zirkelte das Leder mit einem Heber in die Maschen.

Starker Dänen-Keeper
Nun intensivierte das Drei-Kronen-Team seine Angriffsbemühungen. Den raschen Ausgleich verhinderte Torhüter Thomas Sörensen erst mit Glanzparaden gegen Henrik Larsson und im Nachschuss gegen Zlatan Ibrahimovic (35.). Vier Minuten traf dann Kapitän Olof Mellberg (39.) mit einem platzierten Kopfball lediglich den Pfosten.

Verdienter Ausgleich
Nach Wiederanpfiff dauerte es nur gut 30 Sekunden, ehe Sörensen Larsson im Strafraum foulte. Der Torjäger selbst nutzte den fälligen Strafstoß eiskalt zum verdienten Ausgleich. In der Folge plätscherte die Partie vor sich hin, ehe erneut Tomasson für den Weckruf beim Gegner sorgte. Er stand allein vor Isaksson und vollendete souverän. Ebbe Sand (69.) hatte kurz darauf die Entscheidung auf dem Fuß, doch diesmal war der aufmerksame Schlussmann Isaksson auf dem Posten.

Die Schweden riskierten nun alles und hatten Glück, das Jonson den einzigen Fehler des starken Keeper Sörensen zum wertvollen Ausgleich nutzte.

Quelle: www.krone.at

didi
24.06.2004, 00:19
Deutschland scheidet in der Vorrunde aus

Von der 21. bis zur 30. Spielminute war Deutschland im Viertelfinale der Euro 2004 - zu diesem Zeitpunkt lag man gegen das tschechische B-Team nämlich mit 1:0 voran. Mit dem Ausgleich der Tschechen und dem fast zeitgleichen Führungstreffer der Holländer waren die Chancen der Deutschen allerdings dahin.

Am Ende hieß es schließlich 2:1 für Tschechien, die Holländer hatten die Letten mit 3:0 nach Hause geschickt und auch Deutschland musste nach spannenden 90 Minuten den bitteren Heimweg antreten.

Aber von vorne: in der 21. Minute brachte der überragende Ballack die Deutschen mit einem herrlichen Dropkick (nach Vorarbeit des auffälligen Schweinsteiger) überraschend mit 1:0 in Führung. Aber nur wenige Minuten später glich Marek Heinz mit einem herrlichen Freistoß (30.) zum 1:1 aus.

Die Tschechen hatten Probleme in praktisch allen Formationen, nachdem Teamchef Brückner eine reine B-Formation aufs Feld geschickt hatte. So mussten Nedved, Baros, Rosicky, Koller etc. zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Deutschland dominiert, Tschechien trifft
Die Deutschen nutzten das aus und zeigten ihr bestes Spiel bei diesem Turnier. Vor allem in der zweiten Hälfte wurden die Tschechen in der eigenen Hälfte eingeschnürt, Flanke um Flanke kam in den tschechischen Strafraum und in der 65. Minute hatten die deutschen Fans bereits den Torjubel auf den Lippen: ein Schuss von Ballack geht an die Stange, der Nachschuss von Schneider fällt viel zu schwach aus und Tschechen-Goalie Blazek kann zum Corner klären.

Und so ging es weiter: In der 70. Minute kommt Schneider völlig unbedrängt zum Kopfball, aber setzt den Ball über die Latte. In der 72. Minute dann Eckball für die Deutschen, Gestocher im Fünfer, aber die Tschechen können auf der Linie klären.

Der Todesstoß für Deutschland dann in der 77. Minute. Der eingewechselte Baros vollendet den ersten funktionierenden Konter der Tschechen - Solo in den Strafraum, Kahn kann kurz abwehren, im Nachschuss schiebt Baros den Ball aber über die Linie.

Deutschland ausgeschieden
Danach kommen die Tschechen nicht mehr in Gefahr, bringen den Sieg ungefährdet über die Runden. Für Deutschland heißt es Abschied nehmen, da die Holländer gleichzeitig die Letten 3:0 abschießen und sich Platz 2 in der Tabelle D sichern können. Tschechien trifft im Viertelfinale auf Schweden, Holland muss sich mit Dänemark auseinander setzen.

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didi
24.06.2004, 00:20
Holland putzt harmlose Letten vom Platz

Dank Ruud van Nistelrooy und tschechischer Schützenhilfe sind die Niederlande zum fünften Mal in Serie in ein Europameisterschafts-Viertelfinale gestürmt. Der überragende Torjäger von Manchester United ebnete dem Oranje-Team am Mittwoch in Braga mit zwei Treffern (27., Foulelfmeter/35.) den Weg zum hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über Außenseiter Lettland und in die Runde der letzten Acht.

Dort geht es am Samstag in Faro gegen Schweden. Knapp 20 000 begeisterte "Oranjes" unter den 28 000 Besuchern im Estadio Municipal bejubelten neben dem dritten Treffer durch Roy Makaay (84.) die Mithilfe des Gruppensiegers Tschechien gegen Deutschland, das nun an Stelle der Niederländer die Heimreise antreten muss.

Holländer stürmen von Beginn an
Gegen den zum dritten Mal mit unveränderter Startformation angetretenen EM-Debütanten stürmte der Europameister von 1988 vom Anpfiff weg. Clarence Seedorf hatte in seinem 75. Länderspiel schon nach 28 Sekunden die erste gute Chance, doch er setzte seinen Schuss zu hoch an. Die Elf des umstrittenen Bondscoachs Dick Advocaat, der Frank de Boer und Michael Reiziger neu im Team aufbot, attackierte früh und agierte konsequent über die Flügel. Sie kam dadurch viel besser zum Zuge als zuvor die Gruppen-Rivalen Tschechien (2:1) und Deutschland (0:0).

Letten-Goalie verhindert Schlimmeres
Lettland, für das Maris Verpakovskis (2.) die einzige Chance vor der Pause vergab, hatte in Aleksandrs Kolinko einen großen Rückhalt. Der Torhüter bewahrte sein Team mit glänzenden Paraden gegen Phillip Cocu (12.) und den frei vor ihm auftauchenden van Nistelrooy (13.) vor dem frühen Rückstand. Dann hatte der Außenseiter jedoch Glück, dass der nicht immer glücklich leitende dänische Schiedsrichter Kim Milton Nielsen nach Foul von Olegs Blagonadezdins an Andy van der Meyde nicht auf Elfmeter entschied (16.).

Holländer konsequent offensiv
Die Niederländer ließen sich davon nicht beeindrucken, sondern zogen ihr Offensiv-Konzept konsequent durch. Und das wurde belohnt: Edgar Davids marschierte links in den Strafraum, wo Vitalis Astafjevs ihn leicht berührte: Van Nistelrooy ließ sich die Strafstoß-Chance nicht entgehen. Acht Minuten später war er erneut zur Stelle, als er nach Cocus Vorlage per Kopf sein viertes Turnier-Tor gegen die im Defensiv-Verhalten diesmal indisponierten Letten anbrachte und mit dem führenden Wayne Rooney (England) gleichzog. Allerdings stand der Torjäger beim vorangegangenen Seedorf-Freistoß im passiven Abseits.

Nach Wiederanpfiff suchten auch die Letten die Offensive. Andrejs Rubins (46./48.) scheiterte an Keeper Edvin van der Sar, Valentins Lobanovs kurz darauf am Außennetz (49.). Nach diesem kurzen Strohfeuer übernahm jedoch wieder der Favorit das Kommando und setzte seinen Einbahnstraßen-Fußball fort. Arjen Robben (52.) und van Nistelrooy (50./62./64.) konnten den starken Kolinko aber nicht überwinden.

Auch Makaay trifft
20 Minuten vor Schluss kam auch Bayern Münchens Torjäger Makaay für Matchwinner van Nistelrooy ins Team und zu seinem ersten EM- Einsatz in Portugal. Makaay (73.) führte sich mit einem tollen Freistoß gleich gut ein und machte elf Minuten später mit dem dritten Treffer alles klar. Die niederländischen Anhänger bejubelten dieses Tor, aber noch mehr das Aus des Erz- und Gruppenrivalen.

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didi
25.06.2004, 11:15
Portugal nach Elfmeter- Krimi im Halbfinale

Ist denn das zu glauben! Nach einem wahren Elfer-Krimi hat Portugal als erste Mannschaft das Halbfinale bei der Fußball-EM erreicht - und Superstar David Beckham ist mehr oder weniger schuld daran. Nachdem er bereits gegen Frankreich einen Elfmeter verschossen hat, trat er als Erster an und jagte den Ball in die Wolken. Held des Abends: Portugals Goalie Pereira Ricardo, der Vassells Elfer hielt (ohne Handschuhe!) und gleich anschließend den entscheidenden selbst verwandelte.

Zuvor hatte auch Portugals Superstar Rui Costa das Tor verfehlt, aber wenigstens hat er den Rasen in Ruhe gelassen, anders als Beckham, der ziemlich in die Grasnarbe gestiefelt hat.

Ricardo, Ricardo, Ricardo!
Torhüter Ricardo hat England aus allen Titelträumen gerissen und Gastgeber Portugal mit einer Heldentat im Elfmeter-Krimi zum dritten Mal nach 1984 und 2000 ins Halbfinale einer Fußball-EM gebracht. Nach einer begeisternden Viertelfinal-Partie am Donnerstagabend in Lissabon hielt der Keeper von Sporting Lissabon den Elfmeter von Darius Vassell und vollstreckte dann selbst zum 6:5.

England hatte nach der 1:0-Führung durch Michael Owen (3.) 80 Minuten in Führung gelegen, ehe ausgerechnet England-"Legionär" Hélder Postiga von Tottenham Hotspur der Ausgleich gelang (83.). In der Verlängerung hatte zunächst Rui Costa vom AC Mailand die Portugiesen jubeln lassen (110.), ehe Frank Lampard die Engländer mit dem 2:2 ins Elfmeterschießen brachte (115.).

"Wunderknabe" Rooney musste raus
Während Portugal mit seinem brasilianischen Weltmeister-Trainer Luiz Felipe Scolari am kommenden Mittwoch in Lissabon gegen Schweden oder die Niederlande um den Einzug ins Endspiel kämpft, konnten die Engländer die hoch gesteckten Erwartungen wie schon vor vier Jahren nicht erfüllen. Die Briten mussten ab der 27. Minute ohne den am rechten Knöchel verletzten "Wunderknaben" Wayne Rooney auskommen.

Die 62.275 Zuschauer im ausverkauften "Estádio da Luz" sahen ein Klassespiel ohne taktische Zwänge. Wenn es nach Eusébio geht, spielt die Heimmannschaft nun sogar um seinen ersten EM-Titel. "Der Sieger dieser Partie kommt ins Finale", prophezeite Portugals Fußball- Legende.

Seit 17 Jahren kein Länderspiel in Lissabon verloren
Für die Engländer, die im Gedenken an einen Anfang der Woche erstochenen Fan mit Trauerflor spielten, war das Spiel der offenen Rechnungen eines mit schlechten Vorzeichen. Portugal hat seit 17 Jahren in Lissabon kein Länderspiel mehr verloren. Zudem bot Scolari für den gelbgesperrten Pedro Pauleta als einzige Spitze Nuno Gomes auf, jenen Mann, der seit der EM 2000 ein rotes Tuch für die englischen "Löwen" ist, weil er im nicht minder begeisternden Gruppenspiel vor vier Jahren in Eindhoven die Aufholjagd der Portugiesen nach 0:2 mit dem Siegtor gekrönt hatte. Die Engländer mussten damals nach der Vorrunde nach Hause fahren.

Bei der WM 2002 reichte es immerhin für das Viertelfinale, in dem der spätere Weltmeister Brasilien die Engländer stoppte. Scolari war damals noch Trainer der "Seleçao", und Sven-Göran Eriksson erneut der Geschlagene. Die Revanche für den schwedischen Coach fiel aus.

England-Führung nach Fehler
Zum ersten Mal seit der 1:2-Niederlage zum EM-Auftakt gegen Griechenland mussten die Portugiesen einem Rückstand hinterher laufen, an dessen Entstehung sie selbst mitgewirkt hatten. Francisco Costinha ließ einen weiten Abschlag des englischen Torhüters David James über den Hinterkopf rutschen, Owen vollendete gekonnt aus der Drehung (3.). Es war das 26. Länderspieltor für Englands Rekordschützen.

Der in der Vorrunde schwache Owen hatte nach dem frühen 1:0 Chancen auf ein zweites Tor (19., 30.) und entpuppte sich als wertvollster Mann der Engländer. Erst recht, als Rooney mit verstauchtem Knöchel vom Feld humpelte. Der 18-Jährige, der bei der EM schon vier Tore erzielt hatte, verletzte sich in einem Zweikampf mit Jorge Andrade, der ihm im Strafraum auf den Hacken getreten war.

Die Portugiesen blieben den hart in die Zweikämpfe gehenden Engländern nichts schuldig und hatten mehr vom Spiel. Nuno Maniche (8.), Nuno Gomes (10.) und Monteiro Miguel (25.) hätten schon in der ersten Halbzeit zurückschlagen können. Nach Wiederanpfiff setzten die Portugiesen ihren Sturmlauf fort. Teilweise hielten sich bis auf Torhüter Ricardo alle Spieler in der englischen Hälfte auf. Und sie wurden belohnt, als der für den glücklosen Luís Figo eingewechselte Postiga per Kopf nach Flanke von Simão den hoch verdienten Ausgleich erzielte (83.) und gegen seine Kollegen aus der Premier League die Verlängerung erzwang. Ein Tor von Sol Campbell nach Lattenkopfball von Owen (90.) wurde nicht anerkannt, weil John Terry den portugiesischen Torwart attackiert hatte.

Quelle: www.krone.at

didi
26.06.2004, 10:22
Charisteas stürzt Frankreich vom Sockel

Otto Rehhagels griechische "Fußball-Götter" haben Titelverteidiger Frankreich sensationell vom Sockel gestürzt und erstmals das Halbfinale einer Europameisterschaft erreicht. Der Stürmer Angelos Charisteas erzielte am Freitagabend vor 45.390 Zuschauern in Lissabon in der 65. Minute per Kopf das Siegtor und schrieb so ein weiteres Kapitel einer unglaublichen EM-Geschichte.

Gegen Tschechien oder Dänemark spielen die als krasser Außenseiter ins Turnier gestarteten Griechen am kommenden Donnerstag in Porto nun sogar um den Einzug ins Endspiel.

Erster Sieg gegen die "Grande Nation"
Für die Griechen war es der erste Sieg gegen die "Grande Nation" überhaupt, die ihren Traum vom dritten EM-Titel nach 1984 und 2000 nicht verwirklichen konnten und wie alle Europameister vor ihnen den Titel nicht verteidigten. Frankreichs Nationaltrainer Jacques Santini kassierte nach 21 Spielen ohne Niederlage mit der "Equipe Tricolore" die erste Pleite. Es war zugleich seine letzte, denn nach der EM wechselt Santini als Vereinscoach zu Tottenham Hotspur.

Nichts mehr zu verlieren
Laut Rehhagel ging es für die Griechen nach dem historischen Einzug ins Viertelfinale nur noch um den Spaß am Fußball. "Wir haben nichts zu verlieren und können gegen die beste Mannschaft der Welt locker aufspielen", sagte "Rehakles", wie der gestrenge Deutsche von den Hellenen genannt wird. Für den einzigen Deutschen im EM-Viertelfinale waren mit dem Spiel im "Estádio José Alvalade" ganz unangenehmen Erinnerungen verknüpft. In der selben Arena war am Mittwoch die DFB-Auswahl an Tschechiens B-Team gescheitert.

Zidane abgemeldet
Überraschend war das respektlose Auftreten des Außenseiters, dem Rehhagel die bei Werder Bremen erprobte "kontrollierte Offensive" verordnet hatte. Griechenland bestimmte in der ersten Halbzeit das Spiel. Der zur Bewachung des französischen Kapitäns Zinedine Zidane abgestellte Konstantinos Katsouranis begnügte sich nicht damit, die Kreise des Fußball-Genies zu stören. Bedrängt von Bixente Lizarazu, kam der Mittelfeldspieler von AEK Athen in der 15. Minute aus Nahdistanz zu einer verheißungsvollen Gelegenheit. Doch der Ball sprang nur an den Innenpfosten.

Nur Barthez in Normalform
Barthez war der einzige Franzose in Normalform und erneut zur Stelle, als sich Kasouranis ein weiteres Mal am Torschuss versuchte (27.) und Verteidiger Panagiotis Fissas mit links aus 22 Metern abzog (37.). Der Titelverteidiger, der Verteidiger Willy Sagnol auch Patrick Vieira ersetzen musste, spielte ohne Esprit und Raffinesse. Zidane, der durch seinen 14. Einsatz gemeinsam mit Lilian Thuram zum EM-Rekordspieler aufstieg, war ein Schatten seiner selbst. Thierry Henry, der in der ersten Halbzeit nur eine Kopfball-Chance hatte (24.), wurde von Georgios Seitaridis an die Kette gelegt.

Pfiffe für Frankreich
Die Fans waren von den ärmlichen Darbietungen der Fußball-Künstler derart enttäuscht, dass vor der Pause Pfiffe und - in Anspielung an das mitreißende erste Viertelfinale zwischen den Gastgebern und England - "Portugal"-Rufe ertönten. Das packte die Franzosen an der Ehre. In der zweiten Halbzeit schalteten sie einen Gang höher. Henry schoss vier Minuten nach Wiederanpfiff im Fallen nur knapp am rechten Pfosten vorbei (49.). Danach brannte es einige Male lichterloh im griechischen Strafraum, doch die in der Defensive sehr disziplinierten Hellenen hielten dem Druck stand, und das Tor fiel auf der anderen Seite.

K.o.-Stoß von Charisteas
Völlig frei köpfte Charisteas eine Flanke von Kapitän Theodoros Zagorakis ins Tor (65.). In der Schlussphase wechselte Santini in Sylvain Wiltord, Louis Saha und Jérôme Rothen noch drei Offensivkräfte ein - doch der Sturmlauf kam zu spät, mehr als eine Kopfball-Chance durch Henry (87.) sprang nicht mehr heraus.


Quelle: www.krone

didi
27.06.2004, 01:18
Holland erst nach Elferschießen weiter

Dank Arjen Robben hat "Oranje" seinen Elfmeter- Fluch besiegt und steht zum fünften Mal im Halbfinale einer Fußball-EM. Die Niederländer gewannen am Samstag das Viertelfinal-Duell in Faro-Loule nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Schweden und treffen nun in der Runde der letzten Vier am Mittwoch in Lissabon auf Gastgeber Portugal. Robben verwandelte den letzten Schuss für die Niederländer, die zuletzt fünf Mal nacheinander bei großen Turnieren im Elfmeterschießen gescheitert waren.

Erst in der dramatischen Verlängerung eines Kräfte raubenden Hitzespiels vor 27.762 Zuschauern im Estadio Algarve erhöhten die Niederländer das Tempo und standen bei Chancen für Robben (93.) und Clarence Seedorf (107.) zwei Mal vor dem ersten "Silver Goal" der EM- Geschichte. Auf der Gegenseite verfehlten Henrik Larsson (112.) und Fredrik Ljungberg (116.) mit Schüssen an Latte und Pfosten die Entscheidung.

Advocaat aus dem Schneider
Mit dem erneuten Einzug ins EM-Halbfinale dürften die Diskussionen um Dick Advocaat endgültig verstummen. Der Bondscoach saß gegen Schweden zum 54. Mal auf der Trainerbank der Niederländer, überholte damit in der Anzahl der Länderspiele seinen Ziehvater Rinus Michels und dürfte "Oranje" auch auf dem Weg zur WM 2006 begleiten. Seinem Ruf, ein Mann der unpopulären Maßnahmen zu sein, wurde Advocaat indes erneut gerecht, als er Mittelfeld-Star Edgar Davids Mitte der zweiten Halbzeit unter gellenden Pfiffen der eigenen Fans durch Innenverteidiger Johnny Heitinga ersetzte.

Kontrollierte Offensive
Bei Temperaturen nahe 30 Grad und fast völliger Windstille scheuten die Akteure auf beiden Seiten jegliches Risiko und waren vor allem bemüht, mit ihren Kräften Haus zu halten. Im ersten Duell zwischen beiden Ländern seit 21 Jahren versuchten die "Oranjes" mit kontrollierter Offensive zum Erfolg zu kommen, doch Schwedens Abwehr stand sicher wie ein Bollwerk. Der Ex-Rostocker Andreas Jakobsson und Olof Mellberg ließen den vierfachen Turnier-Torschützen Ruud van Nistelrooy im Sturmzentrum kaum zur Entfaltung kommen und nahmen dem Angriff der Niederländer damit seine Schlagkraft.

Laue erste Halbzeit
Weil sie sich mit Kombinationsspiel keine zwingenden Aktionen erspielen konnten, versuchten es die von rund 15.000 Anhängern unterstützte "Oranjes" in einer wenig unterhaltsamen ersten Halbzeit mit Distanzschüssen. Der 20-jährige Robben (10.) und Philipp Cocu (33.) scheiterten an Isaksson, Michael Reiziger (27.) zielte daneben. Auf der Gegenseite kamen die Skandinavier mit ihrem in der Vorrunde so erfolgreichen Konterspiel nicht wie erhofft zum Zuge, weil ihre Stürmer Zlatan Ibrahimovic und Larsson eng markiert wurden. Der erste Torschuss des auffälligsten Schweden, Anders Svensson (42.), wurde abgeblockt.

Offener Schlagabtausch nach Seitenwechsel
Den erwarteten offenen Schlagabtausch lieferten sich beide Teams auch nach dem Seitenwechsel nicht. Die Taktik bestimmte auch weiter die von den Abwehrreihen dominierte Partie. Ein Querschläger von Jaap Stam im eigenen Strafraum eröffnete Ibrahimovic (56.) die erste Chance, doch der gebürtige Jugoslawe im Drei-Kronen-Team war zu überrascht und schoss den vor der Linie postierten Cocu an. Ein Pressschlag mit Schlussmann Isaksson hätte van Nistelrooy (62.) beinahe zum Erfolg verholfen, doch der Ball trudelte am Tor vorbei. Die letzte Gelegenheit, allen die Verlängerung zu ersparen, verpasste van Nistelrooy (90.), dessen Kopfball knapp über das schwedische Tor flog.

didi
29.06.2004, 01:03
Baros und Koller bringen Tschechen auf Titelkurs

Der "Wundersturm" mit Jan Koller und Milan Baros hat Tschechien zum fünften Mal in das Halbfinale einer Fußball-EM und zum Duell mit Otto Rehhagels Griechen geführt. Beim verdienten 3:0-Erfolg des EM-Champions von 1976 über den wackeren Außenseiter Dänemark sorgten am Sonntag in Porto Jan Koller (49.) und sein kongenialer Angriffspartner Baros (63./65.) für die Tore der erst in der zweiten Halbzeit überzeugenden Tschechen. Sie treffen im Semifinale am Donnerstag auf Griechenland. Vor knapp 40.000 Zuschauern im Estadio Dragao schoss sich Jungstar Baros mit fünf Treffern an die Spitze der EM-Torschützenliste.

Bei optimalem Fußball-Wetter mit angenehmen 23 Grad versuchten die Dänen auch ohne die verletzten Ebbe Sand und Niclas Jensen von Beginn an, ihr Spiel konsequent durchzuziehen und den befürchteten Angriffswirbel des Gegners zu unterbinden. Dies gelang gegen die wieder in Bestformation angetretenen Tschechen 45 Minuten lang überraschend gut. Die Elf von Karel Brückner trat weit weniger dynamisch als in den vorherigen Partien auf. Sie war zunächst nur bei Einzelaktionen oder Standardsituationen wirklich gefährlich: Bei Pavel Nedveds Freistoß war Torhüter Thomas Sörensen auf der Hut (3.), Tomas Galaseks Fernschuss strich knapp am Gehäuse vorbei (14.).

Dänen dominierten erste Hälfte
Den Dänen gelang es im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser, den wie mit angezogener Handbremse spielenden Gegner weit in dessen Spielhälfte zurückzudrängen. Durch ihr geschicktes Kurzpass- und Flügelspiel konnten sie sogar selbst einige vielversprechende Angriffsaktionen initiieren. Eine davon hätte Christian Poulsen beinahe zur Führung genutzt, doch Tomas Ujfalusi konnte den gefährlichen Schuss noch in letzter Sekunde abblocken (16.). Drei Minuten später köpfte Poulsen knapp vorbei.

Gegenseitiger Respekt
In der Folge plätscherte die Begegnung mehr und mehr vor sich hin. Der Respekt beider Mannschaften voreinander war deutlich zu spüren. Vor allem den Tschechen merkte man an, dass sie nicht auch bei ihrem vierten EM-Auftritt in Portugal wieder in Rückstand geraten wollten. Ihre Vorsicht gaben sie erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wieder auf, als Karel Poborsky auf rechts allein auf- und davonzog, mit seiner Flanke aber nur die Latte traf (45./+1).

Nach Seitenwechsel Wende für Tschechien
Nach Wiederanpfiff wirkten die Tschechen wild entschlossen - und ihr Spiel lief nun auf einmal wie am Schnürchen. Den Ausschlag gab das rasche 1:0: Nach Poborskys Ecke stieg Koller am höchsten und köpfte seinen zweiten EM-Treffer. Gegenspieler Martin Laursen sah bei dieser Aktion nicht gut aus. Anschließend spielte der Geheimfavorit wie aus einem Guss. Poborsky und anschließend Nedved zauberten Traumpässe auf den unglaublich kaltschnäuzigen Baros, der nach seinem sehenswerten Doppelschlag nun auch noch erster Anwärter auf die EM-Torjägerkrone ist.


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didi
29.06.2004, 16:46
Portugal fürchtet nur van Nistelrooy

Der Konflikt um Luis Figo schwelt weiter, doch Portugals Fußballer wittern eine neue Gefahr. Hollands Weltklassestürmer Ruud van Nistelrooy hat den EM-Gastgeber vor dem Halbfinal-Knüller am Mittwoch in Alarmstimmung versetzt. "Er ist ihre gefährlichste Waffe und der Mann, auf den wir höllisch aufpassen müssen", warnte Abwehrspieler Jorge Andrade vor der "Tormaschine" des Gegners.

Mit seinen bisherigen vier Turniertoren hat van Nistelrooy, der am Donnerstag seinen 28. Geburtstag feiert, den Portugiesen einen Heidenrespekt eingeflößt. "Alle Angriffe der Niederlande laufen über Ruud", sagte Andrade, der wahrscheinlich gegen den Ausnahme-Stürmer von Manchester United antreten wird, "aber es wird nicht nur ein Kampf zwischen mir und van Nistelrooy. Die ganze Mannschaft muss als Einheit auftreten, um ihn zu stoppen."

Andrade wieder fit
Der 26 Jahre alte Profi vom spanischen Erstliga-Club Deportivo La Coruna meldete sich am Montag im portugiesischen Trainingslager in Alcochete einsatzbereit zurück. "Ich gehe davon aus, dass ich am Mittwoch ganz der Alte bin", meinte Andrade, der sich beim Viertelfinal-Elfmetertriumph über England den rechten Knöchel verletzt hatte. Auch Nuno Gomes, der ebenfalls an einer Knöchelverletzung laborierte, steht für Portugals erstes EM-Duell mit dem "Oranje"-Team zur Verfügung. Sein Einsatz ist allerdings noch nicht sicher. Scolari spielt mit dem Gedanken, den gegen England gesperrten Pauleta wieder in die Sturmspitze zu stellen.

Fußball-Feuerwerk erwartet
Die in Lissabon seit 1987 in 28 Spielen ungeschlagenen Südeuropäer, die noch nie einen großen internationalen Titel gewonnen haben, erwarten in der ausverkauften Alvalade-Arena ein Offensiv-Festival. "Das wird ein offenes Spiel, ein Feuerwerk mit vielen Torchancen und Toren, ein Thriller. Es könnte eine der spektakulärsten Begegnungen der Endrunde werden", meinte Andrade. Die hohe Erwartungshaltung der Fußball verrückten Öffentlichkeit ist für den kompromisslosen Verteidiger keine Last. "Wir sind Profis und haben gelernt, mit Druck umzugehen", sagte Andrade.

"Figo ein Nationalheld"
Cheftrainer Scolari machte derweil mit der Aufarbeitung des Themas Figo weiter und schmierte dem schmollenden Superstar erneut Honig um den Mund. "Luis ist ein Idol, ein Nationalheld", sagte der 55 Jahre alte Coach, "wenn wir über Figo reden, dann über jemanden, der sein Land verteidigt und alles dafür tut, was im Interesse seines Landes ist." Der Kapitän absolviert unterdessen fleißig die Übungseinheiten im Trainingszentrum von Sporting Lissabon. Scolari verteidigte am Montag seine Entscheidung, den Alt-Star von Real Madrid im Viertelfinale gegen England nach 75 Minuten auszuwechseln: "Ich habe getan, was nötig war, um das technische und physische Niveau der Mannschaft aufrecht zu erhalten."

didi
01.07.2004, 13:32
Portugal nach 2:1-Triumph im EM-Finale

Mit Zauber-Fußball und Traumtoren hat Portugal den Halbfinal-Fluch der EM-Gastgeber besiegt und erstmals das Endspiel einer Europameisterschaft erreicht. Treffer von Cristiano Ronaldo (26.) und Nuno Maniche (58.) zum 2:1 (1:0) gegen die Niederlande krönten am Mittwochabend im Halbfinale von Lissabon eine titelreife Vorstellung der Portugiesen, die als erste Heimmannschaft seit 20 Jahren in ein EM-Finale einzogen.

Dort trifft das Team von Trainer Luis Felipe Scolari am Sonntag auf den Gewinner des Duells zwischen den von Otto Rehhagel trainierten Griechen und Tschechien. Vor 46.679 Zuschauern im Estadio Jose Alvalade konnte das Eigentor von Jorge Andrade (63.) zum 2:1 den Jubel der Hausherren, die sich auf eine rauschende Siegesparty bis in den frühen Morgen einstellten, nicht trüben.

Großartige Kulisse
Beflügelt von der großen Kulisse demonstrierten die Portugiesen unter der Regie ihres zum ersten Mal in Weltklasse-Form auftrumpfenden Kapitäns Luis Figo eindrucksvoll ihr spielerisches Potenzial. Einziges Manko einer überragenden Darbietung der Hausherren war die schwache Chancenverwertung, wobei sich vor allem Pauleta hervortat. Während die Gastgeber stets den direkten Weg zum Tor suchten und sich Gelegenheiten zuhauf erspielten, brauchten die Niederländer zu viele Stationen, um den Ball nach vorne zu tragen.

Unbegründete Angst vor van Nistelrooy
Die Furcht der Gastgeber vor "Tormaschine" Ruud van Nistelrooy erwies sich als unbegründet. Der im Turnier schon vier Mal erfolgreiche Stürmer konnte sich der Bewachung durch Andrade nicht entziehen. "Van the Man" machte erstmals in der 39. Minute auf sich aufmerksam, als der schwedische Schiedsrichter Anders Frisk seinem Treffer wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Da sich auch der hoch gelobte Arjen Robben auf der linken Seite in Zweikämpfen aufrieb und praktisch wirkungslos blieb, fehlte der Offensive der "Oranje"-Auswahl das kreative Element.

Figo in Hochform
Auf der Gegenseite sprühte Real Madrid-Star Figo vor Spiellaune. Sechs Tage nach seiner Auswechslung im Viertelfinale gegen England brillierte der 31-Jährige mit seinen Flankenläufen und war an fast allen gefährlichen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt. In der 9. Minute verfehlte Ronaldo nach einer flachen Hereingabe von Figo die frühe portugiesische Führung. Nach dem 1:0. das der 19-Jährige Ronaldo per Kopf erzielte, verfehlte Figo mit einem fulminanten Pfostenschuss (41.) das zweite Tor für die Hausherren.

Pauleta als Chancen-Vernichter
Riesenchancen, den Vorsprung auszubauen, verpasste zudem Pauleta. Der nach seiner Sperre ins Team zurückgekehrte Stürmer brachte zuerst eine Maßflanke von Nuno Maniche nicht an Edwin van der Sar vorbei (35.). Neun Minuten nach der Halbzeit lief Pauleta völlig unbedrängt auf das Tor der Gäste zu und schoss den Keeper an. Die größte Möglichkeit für die Holländer in der ersten Hälfte vergab der Andy van der Meyde ins Team gerückte Marc Overmars (28.), dessen Direktabnahme über das portugiesische Tor flog.

Eigentor zum Anschlusstreffer
Mit der Einwechslung von Bayern-Stürmer Roy Makaay und einer Umstellung des Systems auf 4-4-2 reagierte Advocaat auf das ideenlose Spiel seiner Mannschaft. Doch den enttäuschenden "Oranjes" gelang es einfach nicht, ein konstruktives Angriffsspiel aufzuziehen. Nach dem Kunstschuss von Maniche zum 2:0 brachte sie erst das Eigentor von Andrade, der eine Robben-Flanke unhaltbar ablenkte, wieder ins Spiel zurück.


Quelle: www.krone.at

didi
02.07.2004, 12:08
"Koloss von Rhodos" köpft Griechen ins Finale

Mit dem ersten "Silver Goal" hat Traianos Dellas für die größte Sensation der EM-Geschichte gesorgt und Otto Rehhagels Griechen zum ersten Mal ins Finale einer Europameisterschaft geköpft. Durch das Tor des Abwehrspielers in der 105. Minute gewann der krasse Außenseiter am Donnerstagabend im Halbfinale von Porto gegen die favorisierten Tschechen mit 1:0 (0:0). Athen ist nach dem sensationellen Einzug der Griechen ins EM-Finale wie ein "Pulverfass" explodiert: Unzählige Leuchtkugeln und Feuerwerk wurden abgebrannt und machten in der Hauptstadt die Nacht zum Tag.

Damit kommt es im Endspiel am Sonntag (20.45 Uhr) im Estadio da Luz von Lissabon zu einer Neuauflage des Eröffnungsspiels gegen EM-Gastgeber Portugal, in dem auf jeden Fall ein erstmaliger Europameister gekürt wird. 10.000 Griechen feierten auf den Rängen des Estadio Dragao ausgelassen einen erneuten Favoritensturz ihres Teams, dessen Fußball-Wunder in Portugal seine Fortsetzung findet.

Rehakles: "Im Fußball ist nichts unmöglich"
"Das Märchen geht weiter. Es ist unglaublich, was die Mannschaft heute vollbracht hat. Die Leidenschaft und der Wille haben am Ende gesiegt. Wir sind auch im Finale am Sonntag der totale Außenseiter, aber im Fußball ist nichts unmöglich", sprudelte es aus dem überglücklichen Rehhagel heraus, der auch gegen Tschechien eine taktische Meisterleitung vollbrachte.

Der Bundesliga-erfahrene Coach begegnete der tschechischen Offensivkraft mit einer geradezu "antiken" Abwehrformation mit starrer Manndeckung und dem 1,97 m- Riesen Dellas als klassischem Ausputzer und hatte damit Erfolg. Georgios Seitaridis wich dem fünffachen Torschützen Milan Baros nicht von der Seite, und auch Jan Koller konnte sich der Bewachung durch Mihalis Kapsis kaum einmal entziehen. Damit war dem Spiel des Favoriten, der mit zunehmender Dauer förmlich an der Beton-Abwehr des Gegners zu verzweifeln schien, viel an Wirkung genommen. Erst in der Verlängerung gaben die Hellenen ihre Zurückhaltung auf und sorgten für Unruhe im tschechischen Strafraum. Schon in der 103. Minute hätte Dellas für den K.o. des am Ende völlig entnervten Gegners sorgen können.

Ausfall Nedveds großer Verlust
Als großer Verlust erwies sich für die Tschechen der Ausfall des Mittelfeld-Strategen Pavel Nedved. Europas Fußballer des Jahres in Diensten von Juventus Turin verletzte sich nach 34 Minuten bei einem Zweikampf mit Konstantinos Katsouranis so schwer, dass er in seinem 83. Länderspiel noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden musste. Mit Tränen in den Augen nahm der Kapitän auf der Ersatzbank Platz. Tomas Rosicky konnte die Regisseur-Rolle nach dem Ausscheiden Nedveds nur selten ausfüllen. Dem Dortmunder unterliefen zahlreiche Ballverluste.

Koller donnerte schon in der 3. Minute an die Stange
Dabei hätte gerade Rosicky Rehhagels Defensiv-Strategie schon nach 141 Sekunden über den Haufen werfen können. Nach einer Co-Produktion mit seinem Dortmunder Teamkollegen Koller jagte der 23-Jährige den Ball aus 16 Metern an die Latte. Drei Minuten später lenkte Torhüter Antonios Nikopolidis einen Schuss des aufgerückten Marek Jankulovski reaktionsschnell zur Ecke. Eine frühe Führung hätte die Aufgabe für die Tschechen erleichtern können, denn nach schwungvollem Beginn tat sich die Elf von Karel Brückner gegen die gut organisierten und zweikampfstarken Griechen immer schwerer. Bis auf einen von Nikopolidis parierten Schuss von Jankulovski brachten sie bis zur Pause in der Offensive nichts mehr zu Stande.

Die Griechen setzten das ihnen von Rehhagel verordnete Konzept konsequent um und lauerten auf den möglicherweise entscheidenden Konter. Darauf wartete das Team mit Theodoros Zagorakis als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld aber lange Zeit vergeblich. Für die einzige Aufregung vor dem Tor von Petr Cech sorgte zunächst eine Flanke von Panagiotis Fyssas (29.), die Zisis Vryzas knapp verfehlte. Auch im zweiten Abschnitt imponierten die Hellenen allein durch ihre hohe Laufbereitschaft, zur Attraktivität des Spiels trugen sie nichts bei. Weitere hochkarätige Möglichkeiten für die Tschechen, die mehr und mehr ihre Linie verloren, verpassten in der Schlussphase Karel Poborsky (69.), Koller (80.) und Baros (83.).


Quelle: www.krone.at

didi
04.07.2004, 16:54
David sucht Hilfe beim Hypnotiseur

David Beckham (29), derzeit glückloses Fußballidol, sucht Hilfe bei einem Hypnotiseur. Wie die "Daily Mail" am Wochenende berichtete, hat der gebeutelte Kicker auf Anraten seiner Schwiegermutter Jackie Adams den Hypnotiseur Paul McKenna kontaktiert, weil er nachts nicht schlafen könne und regelmäßig in Tränen ausbreche.

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"Ich weiß nicht mehr, wer ich bin", sagte er dem Bericht zufolge seinen Freunden. Das absolute Tief kam mit zwei verschossenen Elfmetern bei der Fußballeuropameisterschaft in Portugal.

In den vergangenen Monaten berichtete die Presse mehr über angebliche Liebesaffären und die Krisen in Beckhams Ehe als über berufliche Erfolge des Starfußballers. Nach Angaben der Zeitung "News of the World" vom Sonntag wollten David und Victoria am selben Tag in in der marokkanischen Stadt Marrakesch bei einer Zeremonie ihr Eheversprechen erneuern. Die Idee dafür kam den Angaben zufolge von dem ehemaligen Spice Girl, das seit langem erfolglos an einer Karriere als Solosängerin bastelt. Nach dem Urlaub wolle Beckham mit den Hypnosesitzungen beginnen, hieß es weiter. Er wisse, dass er Hilfe brauche.

Quelle: www.krone.at

didi
05.07.2004, 02:26
Otto "Rehakles" erobert den Olymp

Die Griechen haben das Unmögliche geschafft und sind neuer Fußball-Europameister. In einem zwar spannenden, aber spielerisch etwas schwachem, Finale entschied ein Tor von Charisteas in der 57. Minute die Partie für die Mannschaft von Otto "Rehakles". Die Griechen besiegen Favorit Portugal mit 1:0...

Das Spiel glich einer Kopie des Halbfinales zwischen Griechenland und Tschechien. Der Favorit drückte erfolglos, der Underdog nutzte die einzige sich bietende Chance im Spiel.

Die Portugiesen eröffneten das Finale mit viel Elan, aber ohne die notwendige Präzision - die Griechen machten es dem Favoriten durch ein engmaschiges Verteidigungsnetz, das schon im Mittelfeld gespannt wurde, allerdings auch extrem schwer, echte Chancen heraus zu spielen.

Die erste gute Chance der Portugiesen gab es in der 14. Minute durch einen Schuss von Miguel, zwei Minuten später gab es erstmals Alarm im portugiesischen Strafraum, nachdem die Griechen die Portugiesen mit präzisem Kurzpassspiel kurzfristig schwindlig gespielt hatten.

Abgesehen von einem Maniche-Schuss in der 24. Minute war es das aber auch schon wieder an Torchancen in der ersten Hälfte.

Griechen schlagen zu
Bis zur 57. Minute plätscherte das Spiel ähnlich wie in der ersten Hälfte dahin - Portugal lief kopflos an, die Griechen hatten leichtes Spiel, das 0:0 zu halten. Dann aber ein Eckball für die Griechen und als ob die Zuseher eine Wiederholung des Siegestreffers der Griechen gegen die Tschechen sehen würden, fand der Ball seinen Weg ins Tor: Ecke von rechts, Charisteas (gegen die Tschechen war es Dellas gewesen) konnte ungehindert vom Fünfer einköpfen.

Die Portugiesen waren daraufhin konsterniert, brachten zuerst Rui Costa und dann auch Nuno Gomes. Es folgte ein 30-minütiger Sturmlauf auf das griechische Tor, der aber nur in einer einzigen richtigen Chance mündet. Ronaldo gelingt es erstmals, die Abseitsfalle der Griechen zu überlisten, vergibt aber kläglich. Danach probierten es die Portugiesen ausnahmslos mit Weitschüssen, die allesamt entweder das Tor verfehlten, oder von Nikopolidis im Tor der Griechen entschärft werden konnten.

Fan stürmt aufs Feld
In der 86. Minute das zweite Highlight des Spiels, als ein Fan mit Barcelona(!)-Flagge das Spielfeld stürmt, von 20 Sicherheitsleuten quer über das Feld gejagt wird und schließlich einen Hechtsprung ins griechische Tor macht. Das Spiel muss kurzfristig unterbrochen werden - damit ist auch das letzte bisschen Spielfluss der Portugiesen gebrochen und die Griechen bringen das knappe Resultat souverän über die Bühne.

Otto "Rehakles" am Gipfel
Mit dem mehr als überraschenden Triumph der Griechen ist deren Trainer Otto Rehagel wohl endgültig reif für den Olymp. Bleibt nur noch die Frage offen, wie die Griechen es ihrem "Rehakles" vergelten werden, dass er den 1:100 Außenseiter zum EM-Titel geführt hat. In ihre Götterwelt aufgenommen haben die Griechen Rehakles ja bereits...

Quelle: www.krone.at